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10-05-2010, 21:34 #1
Trächtigkeit und Geburt bei der Katze
Trächtigkeit und Geburt bei der Katze, was muß ich beachten?
Dieser Text soll nicht dazu animieren, seine Katze decken
und trächtig werden zu lassen. Es gibt alljährlich sehr viele Katzen, junge und ältere, die einen guten Platz bei verantwortungsbewussten Haltern brauchen - und nicht immer finden. Jedes Jungtier, das unnötig dazu kommt, vergrößert das Problem. Auch sind Trächtigkeit und Geburt mit Risiken für die Katzen, und mit Kosten und Zeitaufwand für den Halter verbunden, wie die nachfolgende Zusammenfassung ebenfalls zeigen soll. Der Text ist als Information gedacht, wenn eine trächtige Katze vorhanden ist, um dem Halter einen groben Überblick zu geben. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder 100%ige Fehlerfreiheit! Es liegt immer in der Verantwortung des Katzenhalters, sich zusätzlich aus mehreren Quellen zu informieren, um der trächtigen Katze und den Kitten bestmögliche Chancen zu bieten.
Geschlechtsreife
- eine weibliche Katze wird mit etwa 6 Monaten geschlechtsreif. Das zeigt sich unter anderem in der sogenannten „Rolligkeit“, ein Verhalten, mit dem die Katze den Katern ihre Paarungsbereitschaft signalisiert. Der Mensch bemerkt das meist am lauten Miauen und dem typischen auf dem Boden wälzen (rollen). Im Verhalten werden die Katzen manchmal extrem anhänglich und verschmust, andere werden kratzbürstig und unruhig. Eine Rolligkeit, bei der die Katze nicht gedeckt wird, dauert 5-10 Tage, und beginnt nach kurzer Pause erneut. Darum sollten auch weibliche Wohnungskatzen
kastriert
werden, häufiges „leer“ rollen ist stressig und gesundheitsschädlich für die Katze, abgesehen von den Unannehmlichkeiten für den Halter. Vorsicht: Wenn die Jahreszeit passt (Frühjahr), und/oder andere rollige Katzen in der Nähe sind, kann die erste Rolligkeit auch schon früher als mit 6 Monaten auftreten. Und nicht jede Rolligkeit wird vom Katzenhalter bemerkt, manche Kätzinnen rollen „still“, was die Kater in der Umgebung aber sehr wohl bemerken!
Beginn der Trächtigkeit
- Wird die Katze gedeckt, löst das den Eisprung aus (=induzierte Ovulation). Die mehrfache Begattung durch den gleichen oder verschiedene Kater im Abstand von einigen Tagen kommt häufig vor, damit erhöht sich die Chance, dass die Katze aufnimmt
- Hat die Kätzin aufgenommen, rechnet man 65-70 Tage von der Deckung bis zur Geburt.
- Die ersten Anzeichen für eine Trächtigkeit können Wesensveränderungen sein, von extrem schmusig bis „zickig“ und abweisend. Auch der Appetit nimmt spürbar zu.
- Etwa drei Wochen nach Beginn der Trächtigkeit verändern sich die Zitzen der Katze, sie schwellen an und erscheinen auffällig rosa. Etwa um diesen Zeitpunkt herum kann ein erfahrener
Tierarzt
die Föten durch die Bauchdecke ertasten. - Ab etwa dem 30. Tag der Trächtigkeit wird der Bauch der Katze sichtlich dicker
- Während der Trächtigkeit und Säugezeit benötigt die Katzenmutter hochwertige, eiweissreiche (tierisches Eiweiss!) Ernährung. Sie kann zum Beispiel Kitten-Futter bekommen, zusätzlich Quark oder Jogurt, Gelbei, auch Aufzuchtmilch für Katzen, die ohnehin vorrätig sein sollte, kann man anbieten. Nassfutter eignet sich besser als Trockenfutter, da für die Milchproduktion auch Flüssigkeit gebraucht wird. Es sollten allerdings keine rasanten Futterumstellungen gemacht werden, Durchfall und Verdauungsstörungen kann eine trächtige Katze gar nicht gebrauchen, und sie muss ausreichend fressen. Im Zweifelsfall das gewohnte Futter weiter geben, und etwas „aufpeppen“ mit den genannten Ergänzungen durch Quark etc.
- es empfiehlt sich, schon zu Beginn der Trächtigkeit Kontakt zu einem
Tierarzt
aufzunehmen. Er kann sich so einen Eindruck von der Katze verschaffen, die er später eventuell weiter betreuen muss, wenn es zu Fragen oder Komplikationen kommt. Auch kann es sein, dass die Kätzin entwurmt werden muß, hierfür kann der TA ein geeignetes Mittel heraussuchen.
Ende der Trächtigkeit
- ca eine Woche vor der Geburt beginnt die Kätzin, nach einem Wurfplatz zu suchen. Es sollte mindestens eine Wurfbox ( etwa 50x75cm) angeboten werden, das kann eine gebaute oder gekaufte Kiste aus Holz sein, oder ein stabiler Karton, der mit waschbaren, weichen Tüchern ausgepolstert wird. Bitte keine Frotteematerialien benutzen und auch nichts anderes, worin die Kätzchen mit ihren Krallen hängen bleiben können. Selbst, wenn die Katze ihre Jungen nicht direkt in einer der Wurfkisten bekommt, kann man sie später dorthin umsiedeln.
- Wichtig: Eine Katzengeburt geht meistens gut – manchmal aber auch nicht. Daher sollte man als Halter einer trächtigen Katze Zeit einplanen, so dass die Katze in den letzten Trächtigkeitstagen möglichst immer unter Beobachtung ist. Katzen, die nach draussen gehen, sollten während der Trächtigkeit schon ans drinnen bleiben gewöhnt werden, damit sie den Wurf nicht draussen bekommen, wo es schwierig ist, im Notfall zu helfen. Auch nach der Geburt kann es sein, dass die Kitten zugefüttert oder sogar komplett mit der Hand aufgezogen werden müssen (das bedeutet zweistündlich füttern, auch nachts) und/oder die Katzenmutter Pflege bei Krankheit braucht.
- wenn Unklarheiten über den Gesundheitszustand der Katzenmutter bestehen, oder generell keine Erfahrung mit trächtigen Katzen besteht, sollte schon früh ein
Tierarzt
hinzugezogen werden. Er kann Ernährungshinweise geben, und mittels Ultraschall oder Röntgen (gegen Ende der Trächtigkeit möglich) die Anzahl der Katzenwelpen ermitteln. Die Nummer eines erfahrenen Tierarztes, der im Notfall jederzeit erreichbar ist, sollte griffbereit sein, falls es zu Geburtskomplikationen kommt.
Geburt
- Um für die Katzengeburt vorbereitet zu sein, sollten folgende Dinge angeschafft/ bereitgelegt werden: Fieberthermometer(kein Ohrthermometer); Händedesinfektionsmittel, Hautdesinfektionsmittel, Verbandsschere und Klemme, falls die Kitten nicht von der Mutter abgenabelt werden und der Halter das übernehmen muss. Saubere Stofftücher zum Trockenreiben der Katzenwelpen (Geschirrtücher zB). Eine Wärmflasche. Katzen-Aufzuchtmilch, Einmalspritzen, Flasche und Sauger zur Handfütterung. Eine Küchenwaage mit Grammeinteilung zum Wiegen der Kitten.
- Die baldige Geburt kündigt sich durch das Einsetzen der Senkwehen an, optisch sackt der Bauch der Katzenmama hierbei nach unten, er wirkt hängender.
- Jetzt geht meist auch der sogenannte „Schleimpfropf“ ab, das heisst, es tritt Schleim aus der Scheide aus.
- Eine menschenbezogene Katze wird jetzt oft extrem anhänglich, braucht den Kontakt zum Halter, und sucht gleichzeitig nach einem geeigneten Wurfplatz.
- Die Eröffnungswehen und die Presswehen sieht man als Zusammenziehen des Bauches der Katze.
- Bei einem normalen Geburtsablauf kommt das Katzenbaby in der Fruchthülle zur Welt, die von der Katzenmutter aufgerissen wird. Sie leckt das Kitten trocken, nabelt es ab, und frisst die Nachgeburt. Es muß darauf geachtet werden, dass alle Nachgeburten, pro Kitten eine, kommen. Eingreifen ist nötig, wenn die Katzenmutter die Welpen nicht aus der Fruchthülle befreit, oder sie nicht abnabelt. Informationen, wie in so einer Situation vorgegangen wird, sollten rechtzeitig erfragt oder angelesen werden!. Oft können auch Mitarbeiter von Tierschutzvereinen oder Züchter mit Rat und Tat zur Seite stehen.
- Normalerweise werden die Kitten zügig hintereinander weg geboren. Bis das erste Kätzchen da ist, kann es etwas dauern, weil die Geburtswege sich erst weiten müssen, es sollte aber keine Presswehen über zwei Stunden hinaus geben. Ebenso sollten zwischen den einzelnen Geburten nicht mehr als zwei Stunden liegen. Hier ist es gut, die Anzahl der zu erwartenden Kitten zu kennen, damit man merkt, wenn die Geburt vorzeitig ins Stocken kommt. Hilfe ist auch nötig, wenn die Katzenmutter sehr unruhig, oder apathisch wird oder stark blutet. Im Zweifelsfall lieber einmal zu viel beim
Tierarzt
anrufen. Ein Kaiserschnitt, oder die rechtzeitige Gabe von Calcium bei Eklampsie, können die Katzenmutter und die Kitten retten, wo sie ohne Hilfe verenden würden!
Text verfasst von Stefanie M./ Öhrchen für das "Forum Haustiere", bitte Copyright beachten!Viele Grüße von Stefanie
mit den Waldkatern Snorre und Krümel
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Wälder gehen den Völkern voran, die Wüsten folgen ihnen.
François-Rene' Vicomte de Chateaubriand
- eine weibliche Katze wird mit etwa 6 Monaten geschlechtsreif. Das zeigt sich unter anderem in der sogenannten „Rolligkeit“, ein Verhalten, mit dem die Katze den Katern ihre Paarungsbereitschaft signalisiert. Der Mensch bemerkt das meist am lauten Miauen und dem typischen auf dem Boden wälzen (rollen). Im Verhalten werden die Katzen manchmal extrem anhänglich und verschmust, andere werden kratzbürstig und unruhig. Eine Rolligkeit, bei der die Katze nicht gedeckt wird, dauert 5-10 Tage, und beginnt nach kurzer Pause erneut. Darum sollten auch weibliche Wohnungskatzen
kastriert
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