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Achtung: Schiefhals (E.cuniculi) grassiert!

  1. #26
    Elli Elli ist offline
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    E.Cuniculi



    Hallo Jenny,

    vielen Dank für Deine hilfreichen Tipps. Hier wenigstens ein kleiner Zwischenbericht:ich bin also am Montag mit sämtlichen Ausdrucken bewaffnet zu meiner Tierärztin gegangen, die eigentlich immer sehr bemüht ist. Sie stimmte mit mir überein, dass es auf keinen Fall normal ist, dass das Kaninchen auf dem Rücken liegt und hatte unabhängig von meinen Vermutungen auch den Verdacht, dass wir gegen E.Cuniculi behandeln sollten. Das Mittel Panacur kannte sie gut und ihr Vorschlag war, beide Hasen damit 21 Tage lang zu behandeln (Dosierung entspricht der wie im Bericht von Frau Drescher, aber da wir 2,5%-ige Lösung und nicht 10%-ige nehmen wir 0,4 mg/kg).

    Jedoch hielt meine TA eine Blutuntersuchung nicht für erforderlich, da sich nach ihren Angaben auch hier falsche Befunde ergeben können und eine Untersuchung auch unangenehm für die Häschen wären. Sollte ich trotzdem nach Abschluss der Behandlung eine Blutuntersuchung machen lassen?

    Ich habe bei den ganzen Veröffentlichungen auch etwas von Vitamin B-Zugabe gelesen sowie Cortison. Da die Anzeichen noch nicht so schlimm sind, denke ich, dass man auf Cortison verzichten kann, oder? Aber was ist mit dem Vitamin B?

    Was meint Ihr dazu?

  2. #27
    Nicole88 Nicole88 ist offline
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    Hi mal ne blöde frage aber wie äußert sich diese Krankheit und was ist es überhaupt
    :bunny:

  3. #28
    Öhrchen Öhrchen ist offline
    Fellkartoffel
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    Zitat Zitat von Nicole88
    Hi mal ne blöde frage aber wie äußert sich diese Krankheit und was ist es überhaupt
    :bunny:
    Lies mal den ersten Beitrag dieses Themas

  4. #29
    Hase Hase ist offline
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    Hallo zusammen

    Habe leider am Montag meinen Hasen wegen E. Cuniculi verloren. Seine ganze Krankheitsgeschichte verlief über mehrere Monate. Er hat auch immer wieder für ein paar Wochen auf die Therapie angesprochen. Bei der letzten hat er praktisch nicht mehr darauf reagiert. Er konnte am Schluss nicht mehr laufen, ist immer gekippt. Musste ihn immer wieder aufstellen. Damit er stehen konnte musste ich ihn an eine Kiste lehnen (damit er nicht umkippt). Kurz vor seinem Tod ist er dann in alle Richtungen gefallen. Und als wir ihn herausnahmen und ihm die Spritze mit den AB gegeben haben, ist er umgekipppt und nach rund 10 Minuten ist er einfach eingeschlafen.

    War letztendlich doch zuviel Therapie mit "Chemie". Dies hat sein schwacher Körper nicht mehr ausgehalten.

    Ich bin froh, dass ich ihn in den letzten Tagen noch so schön umsorgen konnte (wie zu mir nehmen, "kuscheln", Wasser schöppeln, Heu und Gemüsefuttern). War hart und anstrengend. Aber ich denke, er war mir dankbar.

    Aber das allerschönste für mich war, dass er bei mir einschlafen konnte und ich ihn dabei streicheln konnte.

    Ich werde ihn nie vergessen!

  5. #30
    kami kami ist offline
    Durchreisender
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    Hallo ihr

    dank für den tollen Beitrag und die vielen hilfreichen tipps. Zuerst sollte ich sagen das meine Eltern schon seit ich denken kann, Kaninchen als Nutztiere halten. Im dezember hatten wir 3 Durchfallhasis und haben sie zu uns in die stube genommen und aufgepäppelt. Davon lebt nun einer bei uns in der wohnung (mit mittlerweile einem anderen Hasi). Die anderen beiden haben wir wieder in die Außengehege. Dann kurz vor weihnachten hat einer eine schieflage des Kopfes aufgewiesen. Als wir beim TA waren bekamen wir ein Vitaminpräperat und er meine es läge an den Nerven, wir sollten es beobachten. Zwei Wochen später sind wir wieder hin weil es immer schlimmer wurde (er frass und trank aber noch). Er gab uns ein AB und hat uns nach Hause geschickt. Später war es dann so schlimm (gerade zu weihnachten) das er sich ständig gerollt hat und seinen Kopf um fast 180° gedreht behielt. Wir haben ihn dann nach weihnachten von seinem Leiden erlöst. Nun war er die ganz Zeit mit (teilweiße) unseren Stallkaninchen und natürlich mit unseren Wohnungskaninchen zusammen. Mittlerweile äußert der kleine neu Zugang ständiges Magengrummeln, Haarausfall im Nacken (obwohl ich glaube das er zu doll geputzt wird) und immerwieder Durchfall. als ich heute den Bericht gelesen hab, war ich gleich bei meinen eltern und hab ihnen diesen Beitrag gezeigt. Sie sind sich einig den TA zu informieren und unsere Hasis untersuchen zulassen. Kann diese KH auch auf den Menschen übertragen werden, z.B. durch essen von erkrankten hasen? Oder durch säubern der Ställe? Sollten wir alle Hasen vorsorglich eine wurmkur machen lassen, oder nur darauf achten ob die Hasen irgendwelche symtome haben und sie dann mit einer wurmkur versorgen?
    Bin jetzt ziemlich durcheinander, vorallem nachdem wir dachten unser Blacky wäre an der rollkrankheit (durch Mycoplasmosen) verstorben...

    kami

  6. #31
    SpinningJenny SpinningJenny ist offline
    Kaninchen-Närrin
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    Hi kami!

    Bei den von Dir geschilderten Symptomen kann es diverse Ursachen geben: Kokzidien (unbedingt Kotprobe!!), Milben (Nacken) , Haltung auf zu engem Raum/ nicht genug Platz (Verhaltensstörungen, daher intensives Putzen), falsche Fütterung (Magengrummeln,) Mineralienmangel und sicher noch einiges mehr, an das ich gerade nicht denke.
    Die Kotprobe solltet ihr in jedem Fall dringend machen lassen, sammelt dafür Kot von 3 Tagen, ruhig eine Sammelprobe von mehreren Kaninchen und bringt ihn zum Doc.
    E.c könnt ihr per Blutprobe nachweisen, was ihr bei dem verstärkten Verdacht auch tun solltet.
    E.c ist auf Menschen übertragbar, aber nur Aidspatienten und Menschen mit stark herabgesetztem Immunsystem (Chemotherapie) können sich infizieren.

    Gruss,
    Jenny

  7. #32
    bianca wahl bianca wahl ist offline

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    Mein Felix hat auch e cuniculli

    Hallo !
    Ich mußte leider auch diese Krankheit mit meinem Felix durchstehen.
    Felix hatte alle anzeichen dafür wie Du beschrieben hast, außer das seine Augen normal sind. Es ist wirklich eine schlimme Krankheit. Wir hatten viele schlaflose Nächte. Beim ersten Tierarzt sollte er eingeschläfert werden ich hatte keine Ahnung was ich machen sollte. Da machte ich mich auf die suche im Web und da wurde mir geholfen ich bekam sofort Hilfe vom Kaninchenschutz. Dort konnte mir eine TÄ empfohlen werden die Kleintiere nicht so schnell aufgibt aber auch noch sehr selten diese Behandlung gemacht hatte ich legte der TÄ einen Bericht von einer Birgit Drescher auf den Tisch. Darauf hin informierte sich die TÄ und begann dann mit der Behandlung. Es war Ostern als diese Behandlung begann. Das ganze dauerte 7 Wochen. Und jetzt geht es Felix wieder "gut" außer das er den Kopf immer noch schief hat aber da wir nicht sofort mit der richtigen Behandlung begonnen haben liegt es vielleicht daran wurde mir gesagt. Ich bin froh das wir alle wieder ruhiger schlafen können. Die Wochen waren sehr hart als Felix sich überschlug und zu letzt auch nichts mehr gefressen hatte, ich fütterete ihn mehrmals täglich Brei in einer Einwegspritze..
    Ohne dem Web weiß ich würde es Felix nicht mehr geben.
    Danke

  8. #33
    SpinningJenny SpinningJenny ist offline
    Kaninchen-Närrin
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    Hi Bianca!

    Die Geschichte macht doch mal Mut
    Danke für Dein Feedback

    Weiterhin alles Gute für den Patienten!

    Gruss,
    Jenny

  9. #34
    Llyna Llyna ist offline

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    Hallo,

    ich habe leider am Wochenende unser Kaninchen Kümmel an E.cuniculi verloren. Das schlimme ist, daß sie bis wenige Stunden vor ihrem Tod keinerlei Anzeichen einer Erkrankung zeigt, dabei kannte ich diesen Beitrag hier und somit auch die Symptomatik. Morgens ist sie noch munter durch die Gegend gehoppelt und hat mich sogar geweckt. Nachmittags lag sie dann etwas träge in der Ecke (da habe ich mir noch nichts dabei gedacht) und am frühen Abend fand ich sie dann heftig atmend in der Ecke liegend und mußte feststellen, daß sie ihre Hinterläufe nicht mehr bewegen kann. Natürlich habe ich sofort Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um einen Tierarzt ausfindig zu machen. Denn unser normaler Tierarzt, der sich gut mit Kaninchen auskennt, war natürlich Sonntag abends prompt nicht zu erreichen. Ich habe dann Kümmel geschnappt und bin mit ihr zum Nottierarzt in einen Ort, eine halbe Stunde von hier gedüst (wir wohnen auf dem Land). Der hatte aber in meinen Augen wenig Erfahrung und Ahnung von Kaninchen. Er spritzte Baytril und was zur Entspannung des Magen-Darm-Traktes. Auf die gelähmten Hinterbeinchen ging er gar nicht richtig ein. Er meinte, sie hätte nur einen Infekt. Als sich dann in den nächsten zwei Stunden zu Hause überhaupt nichts besserte, sondern es in meinen Augen sogar schlimmer wurde (sie hat um sich herum gar nichts mehr wahrgenommen und auch angefangen, mit dem Kopf zu wackeln, sobald ich sie am Kopf streichelte),k habe ich mich wieder hinters Telefon geklemmt und zum Glück die Frau unseres normalen Tierarztes erreicht. Sie meinte dann, ich solle Kümmel auf alle Fälle vorbeibringen, damit sich ihr Mann um sie kümmern kann, sobald er nach Hause kommt. Das habe ich dann auch gemacht, auch wenn es mir verdammt schwer fiel, sie alleine beim Tierarzt zurück zu lassen, in ihrem Käfig. Als der Tierarzt zu Hause war, hat er sich ihrer auch gleich angenommen und die richtige Behandlung gegen E.cuniculi eingeleitet wie hier im Thread beschrieben und er mußte ihr auch Valium zum Entkrampfen geben. Aber es war schon zu spät. Die Medikamente schlugen nicht mehr richtig an. Er schaute noch mehrmals nach ihr und da lebte sie auch noch und kämpfte um ihr Leben, aber morgens gegen halb vier schlief sie für immer ein. Sie hat den Kampf gegen diese heimtückische Krankheit verloren. Wenigstens hatte sie dank des Valiums keine Schmerzen und merke wohl auch nicht mehr, daß sie alleine ist und ich nicht bei ihr war, um sie in den letzten Stunden zu halten. Das ist mein einziger Trost zur Zeit. Seit gestern morgen bin ich ständig am Heulen, weil mich alles an sie erinnert. Wir haben sie schön in unserem Garten beerdigt...

    Traurige Grüße...

    Llyna

  10. #35
    KlenePunkGöre KlenePunkGöre ist offline
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    <-----alles was ich segen kann

  11. #36
    norbert norbert ist offline
    Julia
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    kaninchen eingeschläfert

    hallo, mein name ist julia und ich habe gestern mein geliebtes kaninchen einschläfern lassen. anfangs dachte ich noch das es das beste für mein kaninchen war aber mitlerweile mache ich mir solche vorwürfe und kann an gar nichts anderes mehr denken. ich weiß nicht warum ich gerade hierrein schreibe, aber in meinem umfeld kann keiner verstehen, wie man sich wegen dem tod eines kaninchens so anstellen kann. aber für mich war mein kaninchen eben mehr als nur ein haustier. Mein Kaninchen war ca.8-9 jahre alt .vor ca. 3 wochen lief es noch fröhlich in der wohnung herum . natürlich bemerkte ich schon seit längerem, dass es nicht mehr soviel herumhoppelte wie früher, aber ich dachte und denke das dies normal ist für dieses alter. außerdem lahmte es schon seit einiger zeit auf der linken hinterpfote bzw. belastete sie nicht mehr so wie früher aber auch dabei hab ich mir nicht sehr viel gedacht, weil das allgemeinbefinden meines kaninchens sehr gut war. trotzdem ging ich dann vor ca. 2 wochen zum ta um abklären zu lassen ob auch alles in ordnung ist und er versicherte das alles o.k. sei-eine alterserscheinung wie zb. arthrose wäre wohl der grund, gab ihr zwiéi spritzen und schickte mich wieder nach hause. beruhigt zu hause angekommen setzte ich sie in den garten zum hoppeln.als ich sie dann abends hoch holte in die wohnung bemerkte ich nach einiger zeit das sie ihre linke vorderpfote nicht mehr benutzte, also hinkte. ich hab dann nächsten tag sofort den ta angerufen, der meinte es könnte vielleicht von der spritze kommen und nerven beschädigt worden sein.ich legte kamillenbeutel auf die schulter und fuhr nächsten tag wieder zum ta, der dann aber fühlte, dass das bein gebrochen war, wie eine röntgenaufnahme später zeigte.ich war natürlich total entsetzt und konnte mir nicht vorstellen, wie das passiert sein konnte.ich machte mir solche vorfürfe.ich fragte den ta was man machen könnte und der sagte, das man in anbetracht des alters das bein so wieder zusammenwachsen lassen sollte.er meinte ich sollte mein kaninchen die nächsten 6-8 wochen nicht aus dem stall holen und mehr nicht.es tat mir so leid aber am anfang ging es ihr noch recht gut.außerdem hab ich ihr noch homoöpathische mittel verabreicht, calciumcarbonicum für die knochen und berberis weil der ta meinte durch eine urinprobe festgestellt zu haben, das sie blut im urin habe, vielleicht eine blasenentzündung.jetzt blieb mir also nur abwarten dachte ich, vertraute ich doch meinem ta, der schon immer meinte ich sollte mich schon einmal langsam darauf einstellen, dass mein kaninchen irgentwann einmal sterben würde, weil es, wie er meinte ja schon ziemlich alt sei. aber daran wollte ich gar nicht denken, ich hab doch schon gelesen das kaninchen 10-12 jahre alt werden können.tja, so ließ ich sie halt im stall, war aber bestimmt 2-3 stunden täglich bei ihr und hab sie gestreichelt und mich um sie gekümmert. aber innerhalb der nächsten woche ging es ihr auch allgemein nicht mehr so gut. sie kam nicht mehr wie anfänglich zur stalltür gehoppelt, sondern lag nur noch in ihrem haus.gefressen hat sie aber noch und sehr viel getrunken.allerdings mußte ich ihr die trinkflasche immer hinhalten.trotzdem, die nächsten tage wurde es immer schlimmer. sie konnte sich kaum noch bewegen und war schon ganz abgemagert. mir ging es wirklich schlecht dieses elend mit anzusehen, also fuhr ich vergangenen freitag erneut zum ta, aber diesmal zu einer anderen tierärztin, weil ich mich von meinem vorigen ta nicht wirklich verstanden gefühlt habe. ich konnte mir gar nicht vorstellen, das es nur an dem gebrochen bein liegen könnte. also fuhr ich zur tierärztin. sie war total nett und meinte sofort, das wir das beinchen erstmal schienen und ihr etwas gegen die schmerzen geben . ich lies sie den vormittag über da. ihr wurde blut abgenommen und als ich am nachmittag sie abholen kam, sah sie auch schon wieder etwas besser aus.die tä meinte, das ihre blutwerte soweit in ordnung wären, sie allerdings eine blutarmut(Hämotokrit) hätte, was angesichts der starken gewichtsabnahme nichts ungewöhnliches wäre. sie schickte mich nach hause, gab mir metacam gegen die schmerzen mit und critical care spezialfutter, welches ich ihr gab.ich war froh sie wieder zu hause zu haben, ich fütterte sie mehrmals täglich, was auch überraschend gut klappte, aber sie konnte sich immer noch nicht bewegen und lag nur noch rum, aber wenigstens aß und trank sie. manchmal bemerkte ich das sie regelrecht unruhig wurde und sich, so sah es zumindest aus, selbst in die vorderpfoten beißen wollte, aber das konnte sie ja nur noch schwer, weil sie fast auf allen beinen wie gelähmt schien. ich wußte wirklich nicht mehr weiter und hab mich schon damit abgefunden, das es vielleicht wirklich am alter liegen könnte und glaubte selbst nicht mehr daran, das es noch etwas besser würde. montag bin ich dann wieder zur tä gefahren. sie nahm meinem kaninchen den verband ab und sagte sie sei zwar noch sehr geschwächt, aber wir sollten nicht aufgeben.bis zu diesem zeitpunkt hat sie ja wenigsten noch ein bischen gefressen.wir vereinbarten einen termin in 2 tagen und ich nahm sie wieder mit nach hause.ich hatte sie jetzt mit in mein zimmer genommen und auf eine decke gelegt, bewegen konnte sie sich ja eh gar nicht mehr, auch reagierte sie gar nicht auf mich, lediglich wenn man ihr fressen oder trinken anbot, reagierte sie etwas.die nacht von montag auf dienstag war schrecklich. ich lag die ganze nacht bei ihr und hab sie gestreichelt. sie hatte auch gar nichts mehr gefressen. ich wußte es geht zu ende, außerdem dachte ich sie hätte totale schmerzen weil sie so unruhig war, sich wenn sie konnte immer auf die rechte seite drehte und mit dem kopf so komisch zuckte. selbst die schmerzmittel konnte ich ihr nur schwer geben, weil sie nun weder essen noch trinken oder sonstiges wollte.ich hab kaum geschlafen die nacht und hielt es psychisch fast nicht mehr aus. ich rief am nächsten tag wieder bei der tä an und fuhr am dienstag um 12 uhr das letzte mal mit ihr dorthin.sie lag in ihrem korb, zuckte mit dem kopf und ich ahnte das es jetzt mit ihr zu ende gehen würde, auch wenn ich mir immer geschworen habe mein tier niemals einschläfern zu lassen. die tä meinte sie wäre total geschwächt und es würde wahrscheinlich nicht mehr an ihrem gebrochen bein liegen sondern etwas anderes nicht stimmen, sie würde keinen lebenswillen zeigen.ich konnte mir das alles nicht erklären.ich fragte die tä,ob nicht vielleicht ein parasitenbefall vorliegen könnte.ich hab im internet etwas von e. cuniculi gelesen, das ebenfalls zur lähmung führen könnte.die tä meinte grundsätzlich könnte dies sein aber es wäre wirklich ein blöder zufall wenn dies zusammen mit dem gebrochenen bein aufgetreten sein sollte. sie meinte es wäre wohl besser wenn ich sie erlösen würde und schweren herzens willigte ich ein.sie reagierte wirklich gar nicht mehr, lag ganz auf der seite und dann spritzte die tä das narkosemittel.es tat mir so weh;ich streichelte ihr das köpfchen und die zeit bis sie schließlich tot war erschien mir unendlich lang. nun war es zu spät! hatte ich sie nun umgebracht oder erlöst? ich war mir zu diesem zeitpunkt wirklich sicher das es das beste gewesen war, auch mein bruder meinte es wäre wohl das beste gewesen, er ist zwar prinzipiell gegen einschläfern und als ich ihn fragte was ich machen sollte antwortete er mir auch mit:"ich weiß es nicht": aber er konnte sich auch nicht länger mit angucken wie mein kaninchen und ich mich quälten, wie er mir später sagte.aber ging es um mich?nein es ging hier um mein kaninchen;ich wollte nur das beste für sie, immer.aber ich war auch völlig am ende.seit zwei wochen nun war ich total fertig mit den nerven, war weder in der uni, noch konnte ich mich auf andere sachen konzentrieren, sondern die meiste zeit bei meinem kaninchen.tottraurig fuhren wir mit ihr nach hause und haben sie in ihrem häuschen begraben. ich muß gestehen ich war etwas erleichtert. aber gestern abend recherchierte ich noch mal im internet über e. cuniculi und befürchte nun auch, das mein kaninchen an dieser krankheit gelitten haben könnte, zusätzlich zu ihrem beinbruch. ich mache mir jetzt solche vorwürfe, warum habe ich die tä nicht früher darauf angesprochen, schließlich konnten wir uns auch nicht erklären warum sie ihre linke pfote nicht mehr benutzte.alle sagte mir sie sei wahrscheinlich einfach lebensmüde, aber das wollte ich nie glauben.ich hab mich immer gut um sie gekümmert und ich glaube nicht, das sie einfach nicht mehr wollte.hätte eine behandlung, wenn es e. cuniculli gewesen sein sollte gestern noch eine chance gehabt.ich hatte das gefühl sie war völlig am ende.muß ich mir nun die schuld an ihrem tod geben?ich hab wirklich alles unternommen was ich konnte, oder?es tut mir so weh und ich werde mir auch nie wieder ein haustier holen, weil das schlimmste ist, das sie mir ja nichts sagen konnte.hätte die tä bei der blutuntersuchung nicht festgestellt ob sie e. cuniculi haben gehabt haben könnte.
    ich weiß zwar nicht ob irgendjemand diesen text von mir lesen wird, aber wenigstens geht es mir hienach etwas besser.ich weiß zwar, dass ich jetzt nichts mehr rückgängig machen kann und das ich aus reinem herzen wirklich nur das beste für sie wollte und sie über alles geliebt habe, genauso wie einen menschen, aber ich weiß auch ,dass ich jetzt nie erfahren werde ob ich sie hätte retten können wenn ich früher auf e. cuniculi gekommen wäre.vielleicht hatte sie ja auch etwas ganz anderes, vielleicht lag es ja auch wirklich am alter, was ich allerdings nicht glaube, sonst wär es doch in 2 wochen nicht so rapide bergab gegangen oder?Schließlich hat sie mir vor 2 wochen noch die nase geleckt,trotz gebrochenem bein und am ende hat sie mich gar nicht mehr wahrgenommen..alles fragen die mich wohl ewig quälen werden.
    ich wünschte meine "flo" könnte mir sagen, ob es richtig oder falsch war oder mir zumindest verzeihen, falls ich einen fehler begangen haben."Ich liebe die mein kleiner schmuse-bär"!
    DEINE julia

  12. #37
    Shiela Shiela ist offline
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    Hallo Julia,

    erstmal fühle dich ganz doll in den Arm genommen .

    Deine Geschichte berührt mich sehr, und wenn Du dir meinen Thread "Toni und e.c.?" anschaust, weißt du auch warum.

    Ich kann wirklich gut nachempfinden, wie du dich fühlst. Bei mir steht nämlich evtl. die gleiche Entscheidung an. Dein Satz: „Ich werde mir auf jeden Fall nie mehr ein Haustier holen“ kann ich sehr gut verstehen. Du kannst über 10 Jahre überglücklich mit deinem Haustier leben, dann passiert eine so schreckliche Geschichte und du wirfst alles hinüber. Es zählen in dem Moment nur die schrecklichen und grausamen Momente, die alles in einem kaputt machen. Man erholt sich nur schwer von so einem „Schock“. Als mein erstes Kaninchen starb, habe ich auch eine Woche lang nur durchgeweint.

    Naja, auf jeden Fall mache ich im Moment wieder eine Achterbahn der Gefühle mit meinem 7- jährigen Toni mit. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass er e.c. hat. Ohne dieses Forum wäre ich niemals darauf gekommen. Alles fing vermutlich vor ca. einem halben Jahr an. Er hatte in der Nacht einen Anfall. Er krampfte total, seine Augen zuckten unkontrolliert und er lag wie ein Embryo im Käfig. Ich konnte ihn nur ganz schwer beruhigen und geriet selbst in Panik. Morgens ging es dann ganz schnell zum Tierarzt. Er bekam hochdosiertes Vit. B und wir tippten alle auf einen epileptischen Anfall.

    Er kam recht schnell wieder auf die Beine, doch bemerkte ich beim Auslauf, dass er das linke Beinchen nicht mehr richtig bewegen mochte und immer einknickte. Auch ich dachte, dass sei vielleicht langsam das Alter oder es war in jener Nacht vielleicht auch ein Schlaganfall dabei. Letzteres erschien mir immer wahrscheinlicher. Doch in den letzten Wochen verschlimmerte sich sein Zustand immer phasenweise. Meist einmal die Woche (also in Schüben) lag er im Käfig und kam nicht mehr von alleine hoch. Seine Hinterläufe (besonders der linke) schienen wie gelähmt zu sein. Langsam wurden wir zum wöchentlichen Stargast in der Tierarztpraxis, denn wenn Toni in die Praxis kommt, ist action angesagt. Da wird demonstrativ geklopft und Theater gemacht Zuhause ist er wirklich der zutraulichste und liebste Hase auf der ganzen Welt.. aber beim Tierarzt?!

    Die TÄ vermutete zunächst, dass sich kleine Knochen unter der Wirbelsäule gebildet haben und die nun manchmal auf die Nerven drücken. Daher diese Lähmungserscheinungen. Er bekam wieder über Wochen von mir Vit. B und sie spritzte ihm Cortison. Sie machte mir aber wenig Hoffnung. Irgendwann wird es soweit sein, dass er nicht mehr damit leben kann, sagte sie. Wenn er diese Lähmungserscheinungen hat, hätte er fast unerträgliche Schmerzen.

    Vor zwei Wochen dann: Er lag wieder nur im Käfig. Doch dieses Mal schien es wesentlich schlimmer als bisher. Er kam überhaupt nicht mehr hoch. War schwach. Da postete ich „Können Kaninchen weinen?“ in dieses Forum. Und SpinningJenny brachte mich auf e.c. Ich war verblüfft über die Übereinstimmungen der Symptome. Sofort rief ich meine TÄ an und bat sie, diese Therapie auszuprobieren. Wir hatten nichts zu verlieren. Wenn er diese Knöchelchen unter der Wirbelsäule hat, können wir nichts für ihn tun. Wenn er aber e.c. hat, so können wir es wenigstens versuchen! Also nahmen wir die Herausforderung an

    Seitdem kämpfen wir jeden Tag gemeinsam mit Toni gegen diese schäußlichen Parasiten. Langsam sind Erfolge sichtbar. Doch jeden Tag frage ich mich aufs Neue wenn ich ihn daliegen sehe: Hat das Sinn? Quält er sich nicht doch? Hat er Schmerzen? An manchen Tagen frisst mich dieser Gedanke auf und ich bin verzweifelt. Ist das reiner Egoismus was ich da tue?

    Wenn ich dann aber sehe, wie der Kleine kämpft, wie er alleine versucht aufzustehen (mittlerweile schafft er es manchmal sogar!), wie er sich freut wenn ich das Zimmer betrete, wenn ich ihn füttere. Wenn ich in seine glänzenden Knopfaugen schaue und seinen Lebenswillen sehe, dann weiß ich, dass ich das richtige tue!

    Er hat sich nicht aufgegeben und ich hoffe, dass es noch nicht zu spät für ihn ist.

    Bitte glaube mir, dass du auch das Richtige getan hast. Dein Kaninchen hatte wundervolle 8 Jahre mit dir. Es war am Ende einfach viel zu viel für den kleinen Körper. Ihr habt beide alles getan was ihr konntet. Sie hat sich zum Schluß selbst aufgegeben. Somit hat sie Dir die Entscheidung abgenommen. Manchmal habe ich mir gewünscht, Toni würde es auch so machen.

    Ich wünsche Dir alles Gute und wenn Du den Schmerz ein wenig überwunden hast, dann freunde Dich doch ruhig wieder mit einem Haustier an. Tiere können uns Menschen so viel geben! Niemals wirst Du ein anderes Tier mit Deiner Kleinen vergleichen müssen, aber gebe Dir und einem anderen Tier vielleicht noch eine Chance. Es wird Dir gut tun!!

    Achja.. und glaube nicht, dass es hier einer lächerlich finden wird, dass du deinem Kaninchen hinterher trauerst! Was meinst Du, wie es mir gehen wird, wenn es mit Toni oder einem unserer anderen Tiere zu Ende geht? Für mich wird dann die Welt nicht nur eine Sekunde lang still stehen..

    Liebe, hoffentlich tröstende, Grüße

    Shiela

  13. #38
    Secunda Secunda ist offline

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    owei
    ja, es ist schon schlimm wenn das geliebte kaninchen stirbt...vor ziemlich genau einem jahr ist meine 8-jährige kaninchendame gestorben. Das war wirklich schrecklich, zumal ich mir für sie immer gewünscht hab, dass sie irgendwann einschläft und nicht mehr aufwacht. Sie war auch noch sehr munter und gesund, nur die backenzähne hatten eine fehlstellung und dadurch konnte sie weder gras noch heu fressen, und äpfel und möhren nur wenn ich sie ganz klein schnitt. Nun ja, ich hatte ihren auslauf oben offen gelassen, da ich der meinung war, dass mein vater drumherum ist. jedenfalls kommt diese doofe nachbarskatze und springt in den freilauf. meine hasendame springt aus dem gehege und sprintet davon. die katze hinterher. wahrscheinlich bekam hoppeline dann einen herzschlag, sie war einfach zu alt für so viel aufregung.ich hab mir damals schreckliche vorwürfe gemacht, von wegen: ich hätte den freilauf schließen können, ich hätte 30 sekfrüher dazukommen können und hoppeline würde heute wahrscheinlich noch leben..ich vermisse sie heute noch und fange manchmal abends an zu heulen weil sie mir so fehlt.
    als ich jedoch zwei monate später wieder einigermaßen gefangen in die tierhandlung gegangen bin um mäuse für meine schlange zu kaufen , kam ich an den kaninchen vorbei. da hats mir vorher schon gegraust. aber es kam anders als gedacht: da saß ein kleiner hase, der vollkommen anders aussah als hoppeline und machte männchen in meine richtung. das wars dann. ich hab noch zwei tage gehadert ob das verantwortlich gegenüber hoppeline wäre, aber dann hab ich den hasen und gesamtes inventar gekauft. der alte stall und das zubehör waren hoppeline und werden nicht benutzt. das hat geholfen.
    ich will jetzt nicht sagen, dass man sich mit einem anderen kaninchen "trösten" soll, das wäre nicht fair für den neuen hasen.aber dein hase möchte bestimmt auch, dass ein "kollege" es genauso gut bei dir hat wie er selbst. vllt hilft dir dieser gedanke.
    lena

  14. #39
    norbert norbert ist offline
    Julia
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    Daumen hoch

    Hallo shiela, erst einmal vielen lieben Dank für deinen lieben Beitrag. er hat mich auf jeden fall etwas aufgemuntert! tja, es ist jetzt genau 3 Tage her, seitdem ich mein kaninchen hab einschläfern lassen und mir geht es wirklich richtig mies. ich mache mir immer noch vorwürfe, dass ich nicht vorher auf diese schreckliche krankheit gekommen bin, vielleicht hätte ich sie damit noch retten können, aber ich weiß auch, dass ich es ja nicht mit absicht gemacht habe, was wirklich mein einziger trost ist. 100% gewißheit, ob sie diese krankheit wirklich hatte habe ich natürlich nicht, aber ich bin mir nach all diesen artikeln und anderen beiträgen im internet fast sicher, dass es sich um e. cuniculi gehandelt hat. jeden morgen wache ich mit diesem quälenden gedanken auf, dass ich meinem kaninchen vielleicht hätte helfen können, aber das es nun leider zu spät ist. natürlich sagen alle meine freunde und familie, dass es nicht meine schuld war und das es wahrscheinlich das beste gewesen sei, aber das tröstet mich nur sehr wenig. sie können einfach nicht nachvollziehen, wieviel mir mein kaninchen bedeutet hat, für sie ist es halt nur ein "Kaninchen" gewesen; ein Tier eben, und manchmal sei es eben besser tiere einschläfern zu lassen. Aber das macht man bei einem menschen ja auch nicht einfach!, und auch wenn alle meinen man kann tiere bzw. in meinem falle ein kaninchen nicht mit einem menschen vergleichen, dann sehe ich das aber ganz anders. ich bin der meinung, dass man wirklich, wie beim menschen bis zum schluß kämpfen sollte; aber vielleicht war es in diesem stadium in dem sich mein kaninchen befand wirklich einfach schon zu spät! Auf jeden fall hatte sie große schmerzen, da bin ich mir ganz sicher. Es ist wirklich schön von jemandem wie dir eine so liebe nachricht zu bekommen, weil du es wahrscheinlich besser nachvollziehen kannst als viele anderen, wieviel einem auch ein kaninchen bedeuten kann. ich hoffe wirklich für dich, dass du deinem kaninchen noch helfen kannst. aber da kann man ja auch mal wieder sehen, dass selbst die tä nicht viel über diese krankheit wissen, dabei sollten sie doch experten sein. aber auch wenn ich eine gewisse wut auf die tä habe bei denen ich war, weiß ich auch das das ja nichts bringt, dadurch wird meine kleine ja auch nicht mehr lebendig.hat der ta bei deinem kaninchen denn e. cuniculi über einen bluttest nachgewiesen?oder behandelt ihr dein kaninchen einfach, weil ihr euch sicher seid, dass es e.cuniculi ist? du schriebst auch davon, das deine tä meinte dein kaninchen hätte vielleicht kleine knochen in oder unter der wirbelsäule; wurde das wirklich durch eine röntgenaufnahme festgestellt oder war das nur eine spekulation der tä. man vertraut ja auch darauf, was die tä einem sagen, aber wenn ich im nachhinein darüber nachdenke, dann hat mein ta nicht immer das richtige festgestellt.natürlich will ich niemanden die schuld für den tod meines kaninchens geben, aber ich glaube die tä bei denen ich war ,waren einfach keine "fachmänner" speziell für kaninchen;es waren halt tä für kleintiere und da fällt ein kaninchen eben auch darunter.gibt es solche tä speziell für kaninchen denn überhaupt? tut mir leid, jetzt bin ich völlig abgeschweift von dem was ich dir eigentlich schreiben wollte:ich wünsche dir und vor allem deinem kaninchen, dass es wieder gesund wird. wenn du lust hast kannst du mir ja mal berichten, wie sich der zustand deines kaninchens weiter entwickelt.ich werde deinem "Toni"(so war doch der name?) wirklich fest die daumen drücken, denn auch wenn ich euch beide nicht wirklich kenne beschäftigt mich die sache sehr;kann ich doch wirklich gut nachvollziehen was ihr beide gerade durchmacht!
    Also meine seelische unterstützung habt ihr auf jeden fall!ich bete für euch das alles wieder gut wird und ihr den kampf gegen diese schreckliche krankheit gewinnt. ist dies der fall dann wäre das irgendwie auch ein trost für mich, weil ich und mein kaninchen diesen kampf leider verloren haben und ich eine derartige wut auf diese "------" parasiten haben, dass ich wirklich hoffe, dass nicht auch weitere kaninchen an dieser krankheit sterben müßen und das man vielleicht durch vermehrte Aufklärung vielleicht auch mehr tä über diese krankheit informieren sollte, weil ich das gefühl habe, auch durch die berichte die ich gelesen habe, dass vielen ärzten diese krankheit noch gar nicht so richtig bekannt ist.

    Also, ich glaub fest an euch; ganz liebe grüße julia

  15. #40
    kaiserin

    Armes Schneflöckchen!

    Je mehr du kämpfst, umso mehr kämpft dein Tier!

    Unser kleiner Liebling hat kurz nach Weihnachten Lähmungserscheinungen im rechten Hinterlauf gezeigt. Unsere Tierärztin meinte das sei eine Prellung und nicht weiters schlimm. An Silvester lag der kleine dann mit schiefem Kopf und halb tot unter seinem Lieblingssessel. Ich bin beinahe gestorben vor Sorge! Nix wie einen neuen Tierarzt suchen!
    Die neue Ärztin hat am Telefon schon einen kleinen Schrecken bekommen und uns sofort zu sich gerufen. An Silvester um 18Uhr! Dort angekommen hat uns dann die schlechteste Nachricht des Jahres ereilt und das neue Jahr sollte nicht besser beginnen! Er hatte noch eine Überlebenswahrscheinlichkeit von max. 40%, da wir so lange gewartet haben.
    Sie hat uns dann mit Wurmkur und allem was dazu gehört versorgt. Die nächsten Wochen hies es bangen und hoffen. Wir legten Nachtschichten ein, damit unser Kleiner keine Minute alleine war. Mein Freund hat sich sogar Urlaub genommen! Die ersten drei Tage ging es dann auch aufwärts mit ihm. Als unser Kleiner am vierten Tag dann nicht mehr fressen wollte, haben wir ihn mit einer Spritze mit Haferbrei Zwangsernährt. Die Tierärztin sagt, das habe ihm das Leben gerettet. An diesem Punkt hatte er aufgegeben, aber gemerkt, dass wir noch nicht aufgeben wollten.
    Er lebt noch immer! Man kann an ihm keinerlei Zurückbleibsel der Krankheit erkennen. Nur an uns!
    Deshalb: gib die Hoffnung nicht auf und zeig deinem kleinen Schatz, dass du für ihn da bist!

  16. #41
    norbert norbert ist offline
    Julia
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    8

    e.cuniculi

    hallo kaiserin, ich habe gerade deinen beitrag zu e. cuniculi gelesen und muß schon wieder an mein verstorbenes kaninchen denken. mich würde an dieser stelle einmal interessieren wie der tatsächliche krankheitsverlauf bei deinem kaninchen aussah. wie du vielleicht gelesen hast weiß ich nicht 100% ob mein kaninchen e. cuniculi hatte oder etwas anderes.sie war nun auch nicht mehr die jüngste mit 9 jahren, was natürlich meine entscheidung sie einschläfern zu lassen nicht begünstigt, aber die tierärztin bei der ich war meinte es sei das beste. was sollte ich denn anderes machen? sie wies mich ja noch nicht einmal daraufhin, das es e.cuniculi sein könnte und ich habe zu diesem zeitpunkt auch noch nichts darüber gehört, noch gewußt das es eine solche krankheit gibt. meinem kaninchen ging es wirklich sehr sehr schlecht und dies schon seit mehreren wochen: sie war bis auf die knochen abgemargert und total teilnahmslos, als wenn sie auch gar nichts mehr so richtig wahrnehmen konnte. sie hat sich geweigert zu fressen, auch trinken wollte sie keinen schluck mehr. ich habe ein paar tage davor spezialfutter von der ta bekommen und mein kaninchen mit einer spritze gefüttert, aber an dem tag als ich sie einschläfern ließ wollte sie noch nicht einmal das. ich habe wirklich alles versucht, aber sie wollte einfach nicht und ich wollte ihr das essen doch auch nicht unter schmerzen "reindrücken"-was auch gar nicht ging. ging es deinem kaninchen denn auch so schlecht? auch würde mich einmal interessieren wie deine ta festgestellt hat, das es e. cuniculi hat. ich habe ein paar tage zuvor auch ein blutbild machen lassen und dort wurde festgestellt das soweit alles okay war (Leber, Niere, Blutzucker..): auffällig war nur das sie einen ziemlich niedrigen hämatokritwert hatte, also blutarmut, welches sie auf die tatsache zurückführte, das sie so abgemargert war. ich habe in einigen artikeln über e. cuniculi gelesen, dass fast immer die nierenwerte bei dieser krankheit nicht in ordnung sind. ist das denn immer so, also ein zuverlässiger faktor oder liegt dies nicht bei allen erkrankten tieren vor?. bei meinem kaninchen war der nierenwert laut ärztin ja in ordung. wie alt ist denn dein kaninchen? Auf jeden fall ist es schön, dass es ihm wieder gut geht und es hoffentlich auch so bleibt.
    lg julia

  17. #42
    kaiserin
    hallo julia,

    mein kleiner ist 4 jahre alt und ein totales papakind. d.h. er schmust jeden abend mit meinem freund auf dem sofa, und wehe nicht! so ab weihnachten hatte er einfach keine lust mehr zu schmusen und lag einfach nur so unter seinem sessel. wir dachten der ganze feiertagsdrubel mit familie und so sei ihm einfach zu viel. dann haben wir bemerkt, dass er seinen rechten hinterlauf etwas nachzieht und kaum etwas trinkt. also auf zur ta. diese meinte nur, dass es eine prellung sei, gab ihm eine spritze gegen die vermeintlichen schmerzen, nahm uns ne menge geld ab und schickte uns wieder nach hause. am silvestermorgen dann hatte er über nacht einen ganz leicht schiefen kopf bekommen und konnte nicht mehr aus seinem stall hopsen. bis nachmittags hatte sich das ganze so verschlimmert, dass sein kopf im 90° winkel zur seite lag und er nichts mehr wahr nahm. ich hab dann eine freundin angerufen, die mir dann die ta ihres hundes empfahl. diese hat sich auf kleintiere spezialisiert und bildet sich auch regelmäßig fort. ich hab sie dann auch sofort angerufen. sie machte sich am telefon schon sorgen um unseren kleinen und hat uns sofort zu sich bestellt. wie schon gesagt: silvester um 18uhr! dort hat er sich dann auch schon begonnen um seine eigene achse zu drehen. ich konnte nur weinen vor sorge. die ta hat ihn untersucht, uns erklärt was ihm fehlt, ihm eine spritze gegen das schwindelgefühl gegeben und uns panacur und einwegspritzen mitgegeben. sie gab ihm noch eine überlebenschance von 40%. falls er die nacht überhaupt noch überstehen sollte. sie hat uns erklärt, dass er die parasiten wohl schon von geburt an in sich trägt und, dass es durch eine, von der vorherigen ta nicht entdeckten, verschleppten bindehautentzündung zum ausbruch kam. wir haben uns dann in der notfallapotheke zur unterstützung noch vitamin b besorgt. im internet habe ich mich auch noch weiter über die krankheit informiert. wir sind die ganze nacht nicht von seiner seite gewichen, was dem kleinen sichtlich gut tat. er versuchte sogar zu trinken, was er wohl schon ein paar tage nicht mehr getan hatte, so ausgetrocknet wie er war. wir haben ihm dann mit der spritze geholfen und ihn immer wieder auf seine beinchen gestellt, weil es ihn so stark gedreht hat. am nächsten morgen hat er sogar versucht zu fressen und seine kur anstandslos aus der spritze genuckelt. wir waren sehr erleichtert. die nächsten drei tage ging es stetig aufwärts mit ihm und wir hatten große hoffnung, dass er übern berg sei. dann gings wieder los, über nacht bekam er einen rückfall und es war schlimmer mit ihm als vorher. er konnte sich nicht mehr bewegen ohne umzufallen. fressen oder trinken wollte er auch nimmer. die ta, mit der ich jeden tag telefonierte, meinte er habe keine schmerzen und wir sollten es noch eine nacht versuchen. würde er diese nacht überleben, stünden die chancen wieder besser. also haben wir eine weitere nachtschicht eingelegt. wir haben ihn mit der spritze zwangsernährt und ihn immer wieder aufgestellt. zunächst wollte er nicht, er hatte sich aufgegeben. aber dank unserer fürsorge hat er wieder gekämpft. so ging das noch weitere drei nächte, dann sollte es wieder berg auf gehen. die nachtschichten haben aber die nächsten zwei wochen angedauert. schließlich musste er alle zwei stunden getränkt und gefüttert werden, weil er mit seinen schiefen kopf nichts alleine konnte. mein freund hat extra urlaub genommen damit er tagsüber auf ihn achten konnte und ich nachts. es ging ihm zum glück von tag zu tag besser und mittlerweile ist er wieder fitter und frecher denn je.
    dies waren die schlimmsten drei wochen meines bisherigen lebens und ich hoffe, dass unser kleiner keinen rückfall mehr bekommt.
    ich bin meiner freundin und unserer neuen ta sehr dankbar. ich weiß jetzt, wie wichtig es ist, darauf zu achten, dass sich der ta weiterbildet.

  18. #43
    Secunda Secunda ist offline

    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    2.366
    hallu
    ich habe heute gesehen, wie schrecklich diese krankheit ist. Ein Patient wurde eingeschläfert, nachdem er wochenlang gekämpft hatte. Er hatte auf Panacur, Vitamin B, etc. überhaupt nicht angesprochen. Zum Schluss war der kopf dann um ca. 160° gedreht, er fiel andauernd um, kam kaum mehr auf. Irgendwann, als es dann zum ende ging, hat er wohl nicht mehr gekämpft. SEin Besitzer war sehr traurig. Das nin sah so erbärmlich aus, dass ich denke, es geht ihm jetzt besser.nur der besitzer tut mir unheimlich leid. Eine schreckliche krankheit.
    Viele liebe Grüße (vor allem an Betroffene)
    Lena

  19. #44
    Aglaia Aglaia ist offline
    Mitglied
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    May 2006
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    5

    Unglücklich

    Danke für dies Information. Bei uns in der Tierartzpraxis werden Kanninchen mit einner solchen Krankheit normaller weise sofort eingeschläfert. Weil uns die Erfahrung dafür fehlt, und der Tierarzt muss dann immer sagen das kaum heilungs Changsen bestehen. Falls eines meiner Kanninchen daran mal erkrankt weis ich ja jetzt was zu tun ist. Und hier nochmal eine frage: So wie ich das verstanden habe sind das ja Würmer die das Nervensytem angreifen. Wie können die Kanninchen diese bekommen und können auch Meerschweinchen an ihnen erkranken?
    liebe Grüße

  20. #45
    Baileys
    Hallo,

    die Krankheit wird durch Ausscheidung (Kot und Urin) von Sporen des Eregers übertragen. Durch verseuchtes Futter (schnüffeln und fressen) können auch die Sporen auf andere Tiere übertragen werden.

    Tierbabys werden bereits im Mutterleib mit der Krankheit angesteckt.
    Auch Meerschweinchen und Ratten können sich mit dem Ereger anstecken.



    Gruß Angela

  21. #46
    moonfoxy
    Ich weiß ja, das ist jetzt wie wenn im Fernsehen eine Sendung über Herzinfarkt ausgestrahlt wird und die nächsten Wochen 9 von 10 Mensche bei ihrem Arzt anrufen, weil sie meinen, sie hätten das vielleicht.


    Aber das Kaninchen einer Freundin hat seit drei Wochen so eine sehr merkwürdige Sache. Es fing mit einem entzündeten Auge an, weil die Kleine naß geworden war oder so. Das eiterte dann und hörte nicht auf, also ist sie zum Tierarzt, der ihr eine antibiotische Augensalbe verschrieb.
    Jetzt ist das Auge knallrot, sieht so aus, als löse sich die Hornhaut ab, und heute meinte meine Freundun: "Wenn sie schläft, hält sie immer den Kopf so schief."

    Auch wenn sie von ihrer TÄ begeistert ist, sind m.E. die Tierärzte in dieser Gegend nicht so der Hit, was kleine Kleintiere angeht.
    Deshalb an die Experten unter euch: Kann das sowas sein? Oder einfach nur eine sehr blöd verlaufende Augenentzündung?

  22. #47
    SpinningJenny SpinningJenny ist offline
    Kaninchen-Närrin
    Registriert seit
    Apr 2003
    Beiträge
    2.254
    Hi!

    Was macht denn diese "gute" TÄ dagegen, dass sich die Hornhaut abschält?
    Klar kann der schiefe Kopf auch auf E.c hindeuten, eine Blutuntersuchung plus anständige Augenbehandlung sind da dringend nötig!!


    LG,
    Jenny

  23. #48
    moonfoxy
    Zitat Zitat von SpinningJenny Beitrag anzeigen
    Was macht denn diese "gute" TÄ dagegen, dass sich die Hornhaut abschält?
    Soweit ich weiß, nichts außer weiterhin diese Salbe zu verordnen.

    Okay, dann sag ich ihr das mal.

  24. #49
    SpinningJenny SpinningJenny ist offline
    Kaninchen-Närrin
    Registriert seit
    Apr 2003
    Beiträge
    2.254
    Hi!

    Naja, wenn sich trotz dieser Salbe die Hornhaut abschält, würde ich mal dringend die Behandlungsmethode ändern. *grusel*.

    Gruss,
    Jenny

  25. #50
    Blutengel Blutengel ist offline
    Mitglied
    Registriert seit
    Apr 2003
    Beiträge
    177
    Hallo zusammen

    Mein Zwerg hat wahrscheinlich diese Krankheit, er ist auf einem Auge blind, das andere fängt langsam an, deshalb bin ich gestern m.ihm zur TÄ.
    Kein Kopfschief halten, nicht im Kreis drehen, sondern Blindheit.Wär ich bloß schon früher gegangen, aber wer ahnt denn das es das ist.
    Nun muß ICH Cortison spritzen(heute schon gemacht, war ganz schön aufregend), Antibiotika geben und Panacur. Hoffentlich passiert nicht mehr.


 

 

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