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Kanarienvogel

  1. #1
    Christin85 Christin85 ist offline
    Domtöse
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    FAQ Kanarien

    KANARIENVOGEL
    Herkunft
    Ursprünglich auf den Kanaren (daher auch der Name) und den Madeira-Inseln beheimatet, brachten spanische Eroberer gegen Anfang des 16. Jahrhunderts die ersten wilden Kanarienvögel nach Spanien. Mönche züchteten die kleinen Vögel, verkauften aber immer nur die Hähne. Trotz des strikten Ausfuhrverbotes wurden dann einige Kanarienweibchen nach England und Italien geschmuggelt und mit einer Nachzucht begonnen. Von dort aus gelangten die kleinen Sänger dann nach Deutschland, in die Schweiz, nach Holland und auch nach Österreich. Ursprünglich waren die meisten Kanarienvögel gelb bis grün-gelb.
    Mitlerweile gibt es Kanarien in vielen verschiedenen Farben und Arten.

    Arten
    Man unterscheidet Gesangs-, Gestalts- und Farbkanarien. Gesangskanarienvögel zeichnen sich durch einen besonders schönen Gesang aus. Auch die Farb- und Gestaltskanarienvögel können singen aber meist nicht so rein und schön. Farbkanarien zeichnen sich durch eine besonders große und schöne Farbpalette aus und sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Bei den Gestaltskanarien handelt es sich um Vögel, die eben eine unterschiedliche „Körperform“ aufweisen.

    Alter
    Kanarien können 15 Jahre und älter werden. Leider erreichen viele Kanarien trotz guter Haltung kaum noch das 7te Lebensjahr. Dies mag ggf. auch mit der speziellen Selektion bei der Zucht zusammenhängen.

    Pflege
    Täglich sollten die Furrer- und Wassernäpfe gereinigt und neu gefüllt werden.
    Futterreste, Kot etc. müssen vom Käfigboden entfernt und mindestens alle 2-3 Tage die Sitzstangen abgewischt werden.
    Eine wöchentliche Reinigung des Käfigs mit Erneuerung der Naturäste ist sinnvoll.


    Haltung:
    Kanarien sollten niemals alleine gehalten werden, da sie Schwarmvögel sind.
    Daher empfielt es sich, sie mindestens als Paar, besser als Gruppe zu halten.
    Wichtig ist es, deutlich mehr Kanarienhennen als Hähne zu haben. Eine Konstellation von einem Hahn auf zwei oder drei Hennen ist das Mindeste.
    Wichtig ist außerdem, dass sie genügend Platz zum fliegen haben.
    Dazu ist ein großer Käfig/Zimmervoliere und Freiflug im Zimmer, oder eine große Voliere notwendig.
    Außerdem baden sie gerne. Somit sollten sie eine Badeschale zur Verfügung haben.

    Futter
    Eine ausgewogene Mischung
    aus Körnern (z.B. Negersaat, Rübsamen, Kanariensamen, Glanzsaat, Mohn, Weizen, Leinsamen - Hanf und Negersaat dürfen nur wenig gereicht werden) ist die Grundnahrung. Die Körnermischungen gibt es im Fachhandel zu kaufen.

    Auch Grünfutter ist für den Kanarie sehr wichtig. Man sollte aber darauf achten, dass dieses nicht gespritzt wurden, oder am Straßenrand einer stark befahrenen Straße gesammelt werden.

    Obst und Gemüse sollten klein geschnitten am Käfiggitter festgeklemmt bzw. in die Schälchen gefüllt werden. Wichtig ist es, dass es frisch ist und auch abwechslungsreich!

    Wichtig ist auch ein Schälchen mit Vogelsand in dem spezielle Mineralien und Kohle enthalten sind. Den Sand und den Gritt brauchen die Vögel für ihre Verdauung.

    Obst: Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwis oder Weintrauben

    Gemüse: Fenchel, Karotten oder Gurken

    Grün: Basilikum, Gartenkresse, Löwenzahn, Vogelmiere, Wegerich oder Petersilie

    tabu: gespritzte Blattsalate, alle Süßigkeiten, fetthaltige Speisen, Salziges, Gewürze, Zucker, Kaffee oder Alkoholika, plötzliche Futterumstellungen


    Die Zucht:
    Bevor man sich für die Zucht entscheidet, sollte man bedenken, dass diese jungen Vögel später auch ein schönes Heim benötigen. Nur wenn man weiß, wohin mit dem Nachwuchs, sollte man züchten.

    Die günstigste Zeit zur Brut ist für die Kanarien zumeist ca. März-April. In dieser Zeit sind die Kanarien vor allem in Brutstimmung. Aber auch zu anderen Jahreszeiten können die Kanarien gezüchtet werden (bzw. zur Brut motiviert werden).
    Zumeist macht das Kanarienweibchen ca. 2-3 Bruten im Jahr. Eine weitere Brut sollte vom Halter meist besser unterbunden werden, da das Weibchen durch die vorhergegangenen Bruten und der Fütterung der Jungen meist nun Ruhe braucht um wieder zu vollen Kräften zu kommen.
    Bei einer erfolgreichen Zucht (Brut) sollte das Weibchen möglichst nicht älter als 4 Jahre sein. Dennoch gibt es auch Ausnahmefälle in denen die Tiere mit 6 Jahren noch erfolgreich die Jungen aufgezogen haben.
    Im Frühjahr beginnt zumeist das Männchen mit der Balz und wirbt so um die Gunst des Weibchens. Zu beobachten ist nun, wie das Männchen mehr als sonst singt, sich vor der Henne aufplustert und diese auch füttert.

    Durch die Balz angeregt wird das Weibchen schon bald mit dem Bau des Nestes beginnen. Meist kümmert sich das Weibchen allein um die Erstellung des Nestes.
    Dieses Nest baut sie in einem vom Halter bereit gestellten Gestell. Diese Gestelle sind im Handel zu erwerben. Sie können aus Kunststoff; Draht und Plastik sein.
    Meist empfiehlt es sich, mindestens zwei Nester (wenn möglich unterschiedliche) anzubieten. So kann die Henne sich den Platz und die Art des Nestes selbst aussuchen. Häufig nehmen sie aber auch das eine Nest an.
    Das Nest polstert die Henne mit verschiedenen Materialine, welche ihr zur Verfügung gestellt werden aus. Dies können weiches Heu, Kokos- und Sisalfasern usw. sein.

    Nach Fertigstellung legt die Henne zumeist ca. 4 Eier an vier Tagen (können auch 3-5 sein).
    Diese Eier bebrütet die Henne; der Hahn beteiligt sich, indem er das Weibchen füttert.
    Die Henne beginnt zumeist bereits mit der Brut nachdem das erste Ei gelegt wurde. Somit schlüpfen die Küken auch an unterschiedlichen Tagen. Das letzte Küken ist dann zumeist noch wesentlich kleiner und bekommt so nicht genügend Nahrung mit; so dass es an Entkräftung stirbt.
    Daher ist es ratsam, die Eier täglich heraus zu nehmen und gegen Plastikeier zu tauschen. Sobald die Henne keine Eier mehr legt, tauscht man die Eier wieder gegen die Plastikeier aus. So beginnt die Henne (wie auch ihre wilden Vorfahren) die Brut mit allen Eiern, so dass die Jungen zumeist am gleichen Tag schlüpfen.
    Die Eier sollten sehr vorsichtig aus dem Nest entnommen werden und in eine gepolzterte Schale/Schachtel vor Kälte/Hitze/Feuchtigkeit geschützt werden.

    Nach 13-14 Tagen schlüpfen die Jungen.

    0-6 Tage: Die Jungen sind völlig nackt und haben ihre Augen geschlossen.
    Danach öffnen sie die Augen.
    12 Tage: Die Federn sind weitgehend durchbrochen und zeigen die Farbe, die der
    Kanarienvogel haben wird.
    17- 18 Tage: Die Jungen verlassen das Nest
    30 Tage: Die Jungen werden nun nicht mehr (oder kaum noch) von den Eltern gefüttert.
    Nun sind sie selbständig.
    2-4 Monate: Die Jungmauser setzt ein. Alle Federn (außer Schwingen und Schwanzfedern)
    werden gewechselt.

    Die Eltern füttern die Jungen mit dem handelsüblichen Körnerfutter. Dennoch sollten sie auch Eifutter bekommen. Zumeist werden die Jungen fast ausschließlich dann hiermit gefüttert und bekommen so alle Stoffe die sie benötigen. Zudem ist das Futter „breiig“ so dass die dieses viel besser aufnehmen und verdauen können.

    Solange die Jungvögel noch klein und ungeschickt sind, sollte das Badehäuschen entfernt werden, damit keines ein unfreiwilliges Bad nimmt, da dies zur Unterkühlung, Schnupfen und auch zum Tod führen kann.
    Der Futternapf und das Wasser sollten für die Jungvögel leicht erreichbar sein. Die kann z.B. durch gut erreichbare Äste bewerkstelligt werden.

    Ab ca. 8-9 Monaten kann ein Kanarienvogel geschlechtsreif sein, ihre erste erfolgreiche Brut haben sie zumeist im zweiten Lebensjahr. Während des zweiten Lebensjahres ist ein Kanarie somit auch zur Brut bereit, wenn dieser gesund etc. ist.
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    Geändert von Christin85 (27-09-2007 um 20:37 Uhr) Grund: muss so

  2. #1
    Anzeige Christin85 ist offline

    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Killian zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
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    Geändert von Christin85 (27-09-2007 um 20:37 Uhr) Grund: muss so

 

 

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