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Hufe geben...

  1. #1
    Tina

    Hufe geben...

    Hi ihr Lieben,

    ich bräuchte da mal wieder einen Tipp.

    Wieder einmal ist Angie mein Problemkind...*man freu ich mich schon auf's anreiten*....das ganze Problem heisst "Hufe geben".

    Also bei Trixie und Sally kein Thema - bei Angie auch nicht - solange ich nur die Vorderhufe haben will,
    aber wehe ich will nach hinten.

    Ich heb den Huf an und Angiekind fängt an zu zappeln - richtig heftig versucht sie mir den Huf zu entreissen. Das Gezappel halte ich auch kurzfristig aus und kann das Bein halten, aber auskratzen ist nicht drin und ewig schaffe ich es dann auch nicht, da ich ja nicht Arnold Schwarzenegger bin.

    Dazu kommt dann, das sie gleichzeitig auf drei Beinen zur Seite weghüpft - sollte ich es geschafft haben sie so in die Ecke zu drängen, das sie nicht von mir weg kann, legt sie ihr ganzes Gewicht auf das Bein, welches ich halte und zappelt so lange, bis ich nur noch absetzen kann, wenn ich nicht unterm Pony liegen will.

    Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen oder Tipps für mich? Ich bin langsam am verzweifeln!

  2. #1
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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Ingolf zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.

  3. #2
    Salanee

    Reden festhalten

    Hallo Tina,

    einfach festhalten. also Angie anbinden, Huf hochnehmen, und wenn madam anfängt zu zappeln, festhalten, und wenn sie fällt... die fallen nur 1x auf die Nase, dann haben es auch die jungen Hüpfer kapiert...

    war bei unserem kleinem auch so... heute gibt er Hufe von alleine...

  4. #3
    Tina
    Hi Salanee,

    echhhhhhhhhhht??? Festhalten bis sie umkippt???

    Und dann im liegen Hufe kratzen, oder wie? *das war jetzt nicht ernst gemeint*

    Oki, werde ich heute abend mal machen, bin mal gespannt, ob das Wirkung zeigt. Hoffe nur mal, das ich nicht vor ihr umfalle, denn so ein ganzens Pony hat schon Gewicht, wenn es zappelnd an deinem Arm hängt.

  5. #4
    Salanee

    klar...

    sind die schwer wenn die zappeln... aaaaaaber.. wat mut dat mut

    einfach mal ein paar mal hochnehmen, und bevor sie meint zappeln zu müssen, absetzten und loben.

  6. #5
    Tina

    Re: klar...

    Originally posted by Salanee


    einfach mal ein paar mal hochnehmen, und bevor sie meint zappeln zu müssen, absetzten und loben.
    Hi Du,

    hört sich logisch an, was sagste aber jetzt, wenn ich dir sage, das sie nicht anfängt zu zappel, wenn der Huf oben ist, sondern schon zappelt ( wegzieht ), sobald der Huf auch nur von mir berühert wird??

    Aber wie dem auch sei, ich werde weiter üben, denn lernen muss sie es ja, ob sie will oder nicht.

  7. #6
    Kassandra Kassandra ist offline
    Gesperrter User
    Registriert seit
    Oct 2001
    Beiträge
    267
    Hi Tina,

    schlägt sie denn irgendwie gezielt nach Dir? Oder zappelt sie "nur" hin und her. Wenn sie nur zappelt, kannst Du ja immerhin nah genug an sie heran. Achte darauf, dass Du möglichst nah am Pferd stehst, dann ist die Wucht nicht groß, falls sie Dich trifft. Mit der Schulter lehnst Du dann, zur Not Dein ganzes, Gewicht gegen das Pferd, so dass sie die andere Seite belasten musst. Wenn Du den Huf erstmal hast, achte vor allem darauf, dass Dein Rücken möglichst gerade und senkrecht ist. Dann hast Du viel mehr Gleichgewicht, wenn es ans "Gezappel" geht. Und dann dreh Dich noch mehr "ins Pferd" rein, d.h., nutze Angie selbst als Stütze, indem Du nicht selbst Dein Gleichgewicht hältst, sondern Dich immer an sie anlehnst, und das ruhig ein bisschen nach außen gedreht, also seitlich mit dem Rücken anlehnen. So bekommst Du eine irre Kraft, gegen die Angie eigentlich nicht ankommen kann. Und dann nimm den Huf ruhig hoch, bis Du denkst, dass Angie fast umkippt. Bist Du ersteinmal in der Position, hast Du eigentlich schon gewonnen. Denn Du stehst stabil (hast ja eine Stütze ).

    Ich weiss leider nicht, wie ich es Dir besser erklären kann, nam müsste es zeigen. Vielleicht verstehst Du es wenigstens in Ansätzen.

    Den Huf nimmst Du dann nur in die Hand, die dem Pferd zugewandt ist (Pferdebein liegt auf Deinem Oberschenkel, die Hand die innen am Oberschenkel hält den Huf), und zwar so, dass Du ihn quasi von vorne umgreifst, d.h., wenn sie nach hinten ausschlägt, "trifft" sie Deinen Handballen, Deine Handfläche liegt quasi auf der Hufsohle. *gott, kann das einer verstehen?????* Deine linke Hand brauchst Du dann eigentlich nicht mehr, und Du kannst Angie so lange zappeln lassen, wie sie will, denn wenn Du den Huf so hältst, bist Du sehr flexibel, da Du ihn nur in einer Hand hast und Deinen Rücken eigentlich immer gerade halten kannst.

    Man muss das auch ein bisschen üben, aber irgendwann hast Du den Dreh dann schon raus. In der Stellung kannst Du stundenlang stehen, ohne dass es Dich anstrengt oder Dir was ausmacht. Und das Pferd kann machen was es will. Der Trick ist, das Pferd wirklich als "Lehne" zu nutzen und möglichst flexibel zu sein. Deswegen den Huf nur in einer Hand haben. Und Rücken gerade. Die ganze Zeit über dann ruhig mit dem Pferd reden, bis es aufgegeben hat. Wenn Du noch Kraft hast, wenn das Pferd aufhört zu kämpfen, den Huf gleich absetzen und sofort nochmal heben. Kräftig loben beim 2. Mal!!!

    Wenn Angie dann erstmal eine halbe Stunde gekämpft hat, wird sie aufgeben. Eigentlich geben schwierige Pferde immer schon nach 2 Minuten auf. *ggg*

    Ich hab das Mal von unserem Schmied gezeigt gekriegt, da wir ein Pferd auf dem Hof hatten, dass vorher immer mit einer Kette am rechten Hinterhuf festgebunden worden war. *ja, solche Dinge gibt es wirklich!*. Es hatte gar kein Halfter. Dieses Pferd ließ niemanden an den rechten Hinterhuf und so sah der auch aus! Unser Hufschmied hat es dann geschafft, den Huf in einer viertel Stunde auszuschneiden. Mit Hufe heben lernen! Wir hatten sie auch nach ein paar Tagen soweit, dass sie ihre Angst verloren hatte und eigentlich bei jedem Huf gab. Man musste sich nur noch an ihre ruckartige Weise, den Huf zu geben, gewöhnen.

    Wichtig ist, dass man das Pferd nicht mit Geschreie oder Schmerzen (Schweif um Huf wickeln o.ä.) dazu bringt, den Huf ruhig zu geben, sondern es muss merken, dass es das einfach tun muss, dass es keinen Zweck hat, sich zu wehren, und dass es (zumindest am Anfang) vielleicht sogar noch Lob und Leckerli dafür bekommt.

    Ich hoffe, Du hast ein bisschen verstanden, wie ich es meine, sowas ist wirklich schwer zu erklären!!!

  8. #7
    Tina
    Hallo Kassandra,

    das hast du super erklärt, wirklich!

    Ich denke, auf diese Weise werde ich es wohl endlich mal gebacken bekommen.

    Ich wollte das hier nun aber nochmal genauer beschreiben, damit ihr auch versteht, was genau ich mit "zappeln" meine.

    Also erst einmal zum anbinden:

    Anbinden lässt sie sich absolut problemlos - ich habe hier im Stall einen Stützfosten, der mitten im Raum steht. Den nehme ich am liebsten zum anbinden, da man um das ganze Pferd rum kann, ohne an irgendwelche Engpässe zu kommen. Auch ist man so nicht gezwungen hinter dem Pony her zu laufen - das ist mir gerade dann wichtig, wenn die Kinder hier mit helfen, denn die sollen ruhig wissen, das da auch Gefahren lauern und ich möchte, das sie von Anfang an richtig lernen mit den Tieren umzugehen. Also nix mit hinten am Pony rum, sondern vorne vorbei.

    Da steht Angie dann also, wenn ich ihr an die Hinterhufe will.

    Sie versucht mir dann erst einmal auszuweichen, indem sie zu der entgegengesetzten Seite seitwärtz geht. Um dieses gekrebse zu vermeiden hatte ich sie schon versucht an einer anderen Stelle anzubinden, wo dann neben ihr eine Wand ist.

    Da hat sie dann versucht in meine Richtung zu krebsen, was ich aber noch vermeiden kann, denn sooooo ein Fliegengewicht bin ich ja nicht.

    Schlagen oder beissen tut sie gar nicht mehr, was auch schon enorme Vorteile hat, so muss man wenigstens nicht damit rechnen, das man einen Huf um die Ohren bekommt.

    Wenn ich dann einen Hinterhuf anheben will, reisst sie das Bein nach oben und lässt es dann wieder nach unten schnellen - das meine ich mit "zappeln" - also immer das Bein hoch und runter und das recht schnell.

    Wenn ich dann noch nicht halbwegs richtig stehe, was schwer ist bei dem Gezappel, dann habe ich keine Chance das Bein zu halten - weder mit einer, noch mit zwei Händen.

    Ich werde aber heute auf jeden Fall deine Tipps beachten, vielleicht klappt es dann endlich mal und ich kann ihre Hinterhufe richtig säubern.

  9. #8
    Wirrun Wirrun ist offline
    Moderatorin
    Registriert seit
    May 2002
    Beiträge
    7.593
    Hallo Tina

    Du hast Dich mal vor einiger Zeit fürs Clickern bei Hunden interessiert. Das könnte man doch auch auf Angie übertragen .
    Gibt es einen Grund ,warum Angie so reagiert. Ich kenne mich nicht mit Pferden aus. Denke ,wenn Angie am Hinterhuf Deine Arbeit " stört, " hat es eine Ursache .
    Oder ist sie einfach nicht an diese Arbeit gewöhnt worden,bevor Angie zu Euch kam ?

  10. #9
    Tina
    Hi Wirrun,

    das mit dem Huf geben bei jungen Pferden ist immer so eine Sache.

    Das Problem liegt in der Natur - das höchste Gut des Pferdes sind seine Beine ( als Fluchttier ), nun versuche ich eines dieser Beine zu halten - das mögen sie einfach nicht.

    Erwachsene Pferde haben im Laufe der Zeit gelernt, das sie still halten müssen und das sie nicht drum herum kommen - junge Pferde müssen das erst lernen und auch das Vertrauen finden, das ich ihren wertvollen Beinen nichts tun will.

    Was das clickern betrifft - jeder wie er meint, aber meine Methode ist es nicht. Ich habe es ja bei Aka ( Riesenschnauzer ) mal probiert und muss sagen....nee, nix für mich. Zu aufwendig und zu langwierig.

  11. #10
    Salanee

    jungen Pferde

    Hallo,

    eben wie Tina sagt, junge Pferde müssen das ja erst lernen. Ein Bein weg... die denken wir spinnen...

    zudem ist es für junge Pferde unmöglich sich länger als 5 - 10min. zu konzentrieren. und wenn man dann so einen Zappelphilipp wie Angie hat dann wirds etwas schwieriger.

    bei unserem kleinem hieß es nur festhalten, weil wenn man den losgelassen hat, hat man auf jeden Fall eine abbekommen. egal wo man gestanden hat. aber er hatte auch trotz seiner damals erst 8 Monate schon schlechte Erfahrungen gemacht damit.

    ich sag nur Schmied: einer reißt den Kopf hoch, und zieht den Schweif so hoch es geht über den Rücken *aua* der zweite schnappt sich ein Bein, und fertig.. das ganze dann 2x, und schon ist das perfekt.

    heute gibt er alle 4re von alleine *freu* wobei, wenn er aus der TAKlinik.... bin mal gespannt

  12. #11
    ShireHorse ShireHorse ist offline

    Registriert seit
    Oct 2011
    Beiträge
    1

    Ausrufezeichen AW: Hufe geben...

    Hallo! Wie lerne ich einem 3,5 Jahre alten Shire Horse die Hufe heben???
    Bitte um Tipps!

 

 

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