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Ein paar Probleme

  1. #1
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Ein paar Probleme

    Hallo nach endlosen Versuchen auf eigener Faust versuch ich mal bei euch Hilfe zu bekommen. Es kann ein bißchen länger werden hoffe ihr könnt mir trotzdem helfen. Also ich habe eine Jack Russell Dame die diesen Monat 1 Jahr alt wird. Wir hatten von Anfang an keine Probleme mit ihr und waren immer fleißig in der Hundeschule. Nun mach sie aber seit einiger Zeit Probleme ich fang mal mit dem ersten an. wir haben ihr im Welpenalter schon das laufen ohne Leine angewöhnt und das abrufen natürlich.Das hat immer super funktioniert doch dann auf einmal ging der Jagdtrieb los.Erst lief sie immer den Schmetterlingen hinter
    her ,ließ sich aber da noch abrufen. Dann wurden die Tiere größer und sie schnappte sich auch schonmal ne Maus um sie zu fressen. Dann fing sie an den Vögeln hinter her zu jagen und ab da an ließ sie sich auch nicht mehr abrufen. Sie läuft dann immer sehr weit weg und hört immer erst auf wenn sie Jemanden begegnet der sie aufhält. Seitdem gibt es kein Freilauf mehr .Wir haben ihr eine 15m Leine gekauft damit sie wenigstens ein bißchen toben kann ich finde allerdings das das kein ersatz ist. Gibt es Möglichkeiten das wieder hin zubekommen oder muss ich sie an der Leine lassen. Dann haben wir glaub ich ein dominanzproblem. Wenn sie auf der Couch liegt oder im Bett und man möchte sie beiseite schieben ,beißt sie .Sie hat auch schon nach meinem Sohn geschnappt wo ich garnicht drauf kann. Sie springt ihm auch ins Gesicht um ihm sein Essen weg zunehmen. Beißen tut sie auch wenn man mit ihr spielt ,dann schnappt sie oft zu. Ein Probleme haben wir auch beim gassi gehen . Wenn uns da jemand entgegen kommt will sie immer zu dem.Sie schleicht sich an wie eine Katze und zerrt an der Leine. Meist jault sie dann nur aber oftmals wird sie richtig aggressiv und knurrt. Ich habe einmal den Fehler gemacht und sie dabei angefasst ( natürlich nicht als sie geknuurt hatte) sie hat mich sofort stark gebissen so das es ordentlich Blut gab. Geh ich allerdings auf ihr "bitten" ein und gehe zu einer Person hin Z,B,wenn ich die Person kenne,Dann wird sie total unsicher (behaupte ich) und ist total nervös dann fängt sie an alles in ihrer Umgebung zu fressen, Gras ,Tannenzapfen ,Schnee.
    So das war erstmal alles . Ist wirklich sehr lang geworden hoffe mir kann trotzdem jemand helfen. Besonders das beißen ist schlimm erstrecht weil sie auch nach meinem Sohn schnappt.

  2. #1
    Anzeige dralle20 ist offline

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  3. #2
    Schwesterchen Schwesterchen ist offline
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    und es ist wirklich nichts vorgefallen, was sie so verändert haben könnte?

    seid ihr umgezogen, hat sie mal ein anderer hund angegriffen? oder so etwas?

    und eine frage: wie alt ist denn dein sohn? sie steht ihrer meinung nach anscheinend weit über ihm in der rangordnung.

    du sagtest schon, ihr habt anscheinend ein dominanzproblem... das sehe ich auch so.
    grade die jackies haben ja oft ihren eigenen kopf, terrier eben

    also das mit dem jagen ist bei denen drin, jedenfalls machen das viele (klar machen das auch andere hunde). der eine hund weniger, der andere mehr.
    jetzt hast du anscheinend eine erwischt, die es liebt.

    Was machst du genau, wenn du sagen wir ne halbe stunde da stehst und dir die seele aus dem hals schreist und sie aber einfach nicht kommen will? Ich meine, was machst du, wenn sie dann endlich mal wieder bei dir ist?

    wir brauchen hier sicher ein paar mehr details, denn solche verhaltensweisen kommen ja meist nicht von ungefähr.

    grade das anknurren und schnappen zeigt mir, dass sie sich entweder wie die königin fühlt oder einfach verunsichert und ängstlich ist. es muss nach ihrer nase gehen, sonst wird sie sauer.

    ihr müsst ihr klar machen, dass zB die couch kein platz für einen hund ist, da gehören die menschen drauf! musste unsere auch erst lernen (und sie versuchts ab und an immer noch).
    eure kleine hat doch sicher ein körbchen, oder?

    ich kann schwer sagen woran es liegt, dass sie sich so verhält.

    sie ist einfach noch jung und versucht ihre grenzen auszutesten. und anscheinend habt ihr schon oft nachgegeben, so dass sie vielleicht denkt sie kann sich alles erlauben?!

    wenn es das ist, dann macht euch schon mal alle drauf gefasst, dass es eine zeit dauern wird bis sie das machogehabe wieder ablegt.
    zeigt ihr genau ihre grenzen auf, sie muss merken, dass sie in eurem "rudel" zwar ein willkommenes mitglied ist, aber nun mal nach euch Menschen kommt.

    vielleicht fallen dir ja noch ein paar dinge ein woran es liegen könnte, dass sie so ist. und ist sie erst seit kurzem so, oder hat sich das verhalten nach und nach so verschlechtert?

    Nicht böse sein, aber meistens ist der mensch die quelle von schlechtem verhalten bei hunden, indem er sie verhätschelt und ihnen alles erlaubt. grad ein junger hund muss klargemacht bekommen, was er darf und was gar nicht geht. ist vielleicht manchmal nervig und hart, aber der hund wirds dir danken, da er dann seine festen regeln hat und sich besser eingliedern kann.

  4. #3
    Schwesterchen Schwesterchen ist offline
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    DAS ist jetzt auch lang geworden

    aber hoffe ist einfach zu überblicken durch die absätze...

  5. #4
    Draca
    Hallo!

    Tja, ich denke, weil es so einfach ging am Anfang wurden die kleinen Hinweise nicht richtig beachtet und dagegen angegangen. ist nicht bös gemeint, aber wirkt so... Ich bin normalerweise kein Freund dieser "Dominanz zählt" Fraktion, aber in dem Fall, wo ein Kind mit drin steckt, müssen die Grenzen noch klarer gezogen werden.

    Zeige ihr Konsequent, dass du das sagen hast. Wo ihr Platz ist, wo der deines Sohnes, wo deiner. Bleibe konsequent dabei!

    Lass deinen Sohn und den Hund momentan nicht alleine - jedes Erfolgserlebnis ist für sie ein Grund, das Verhalten nicht aufzugeben. Außerdem wäre mir das zu gefährlich, dir wahrscheinlich auch und deswegen machst du es wahrscheinlich schon so

    Abrufen im Jagdtrieb: das erfordert viel viel üben und viel üben Ich habe eine Windhundmischlingshündin, die auch einen starken Jagdtrieb als Junghund hatte. Nach nun mehr über einem Jahr üben (sie ist jetzt seit 15 Monaten bei mir) ist sie zu 90% abrufbar - an den 100% arbeiten wir hart. Die Leine kann bei einem so jungen Tier nicht das Ende sein und auch Terrier können und sollen genug Freilauf bekommen - mit den Regeln, die du aufstellst.

    geht ihr noch zur Hundeschule?

    hast du einen kompetenten Hundetrainer in der Nähe, der dir helfen könnte? Denn nur vor Ort kann man wirklich richtig helfen. Manchmal reichen kleinigkeiten aus, um die Wirkung zu erreichen.

    Was mir zum beißen im Spiel einfällt ist die Frage ob ihr die Beißhemmung richtig trainiert habt? Denn zwicken und zwacken gehört ins normale Hundespiel, Hunde spielen halt mit dem Maul und nicht mit den Pfoten (jedenfalls nicht übermässig viel) und eigentlich sollten sie gelernt haben, dass Menschen nur vorsichtig gezwackt werden dürfen, wenn überhaupt...

    Immer dran denken: nur wenn du konsequent zeigst, welcher Weg für sie positiv ist und welcher nicht, kannst du das verhalten ändern. lässt du ihr mal was durchgehen, stärkt das widerum das unerwünschte verhalten. Also: konsequent den Weg verfolgen den du gehen willst, deine Regeln nicht lockern, nicht inkonsequent werden. Manche Hunde benötigen nicht so feste Regeln, nicht so feste Grenzen, wie andere...

    Mein ehündin zum beispiel darf aufs Sofa und läuft vor mir durch Türen und begrüßt auch schon mal vor mir den Besuch, aber trotz allem wird auf meine Befehle gehorcht und wir haben keinerlei Probleme in der Rangfolge.

    Mir kam auch noch die Frage ob sie vielleicht nicht ausgelastet ist? Physisch und psychisch? machst du denkarbeit mit ihr? Hundesport?

    alles meine eigene Meinung und wie ich das Problem angehen würde...

    Grüße

  6. #5
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Hallo erstmal danke für die Antworten. Bin mir sicher das wir was falsch gemacht haben bin deshalb niemanden böse der das sagt. Ich habe eine Ewigkeit überlegt was der Grund für diese Veränderungen sein könnte aber mir ist nichts eingefallen. Mein Sohn ist 3 1/2 Jahre alt.
    Ich versuch mal zu erzählen was uns bei der Hundeschule von Anfang an beigebracht wurde. Also erstmal sollten wir keine Spiele spielen die das Jagen fördern also Ball werfen oder Stöckchen werfen. Dann sollten wir keine Zerrspiele spielen da man da meist den kürzeren zieht und das das Dominanzverhalten noch stärken könnte. Dann wurde uns gesagt das wir jedes kleine schnappen unterbinden sollen schon als Welpe und wenn sie schnappt sollen wir aua sagen und die Hände auf den Rücken tun. Leider ist die Hundeschule umgezogen und meine Süße übergibt sich auf der Fahrt dahin mehrmals so das sie dann auch kein Training mehr machen will, verständlich. Der Hundeverein in unserer Nähe arbeitet Mit Würge- und Stachelhalsbändern ,wo ich nicht der Freund von bin.
    Achso wegen der Auslastung wir gehen 5 mal am Tag spazieren immer so 20 Minuten außer einmal da gehen wir ne gute stunde bis 2 Stunden mit ihr und lassen sie da Leckerchen suchen und machen im Wald dann so paar spiele wie über Baumstämme hüpfen und sowas und wir üben natürlich das abrufen ,sitz und platz und sowas.. Zu Hause lassen wir sie auch Leckerchen suchen und haben Spiele von dieser Dänischen Frau ,komm jetzt nicht auf ihren Namen. Die Spiele sind so ähnlich wie das was Schnuppe für ihren Süßen gebaut hat und mit dem KOng spielt sie gerne. Hundesport können wir im Moment nicht machen weil sie schon von Anfang an immer wieder humpelt und der TA immernoch versucht raus zufinden was das sein könnte.
    Wär euer Vorschlag denn das ich ihr die Couch und das Bett ganz verbiete? Wenn ja wie mach ich das am besten wenn wir nicht da sind kann ich das ja nicht kontrollieren und ich geb zu in der Nacht bekomm ich das auch nur selten mit.Sie hat übrigens 2 Körbchen eins im Wohnzimmer und eins im Schlafzimmer. Die hat sie aber nur benutzt als sie ganz klein war und nicht auf das Bett und auf die Couch kam.
    Ist schon wieder so lang geworden. Sorry.

    Liebe Grüße Andrea


    P.S. Meinen Sohn lass ich grundsätzlich nicht mit dem Hund allein das mach ich auch nicht bei meiner anderen Hündin die bei meinen Eltern ist.

  7. #6
    Ziege73 Ziege73 ist offline
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    Hallo
    Deine Hündin wird jetzt erwachsen und versucht rauszufinden wo sie steht.
    Ich finde du könntest sie über nacht im Schlafzimmer (wenn du das willst) in eine Box tun. Das kann ihr Schlafplatz werden. Wenn sie versucht Oberhaupt zu werden hat sie im Bett nix zu suchen.
    Sofa genauso, mir ists im Prinzip egal ob der Hund auf Möbel geht, solange er Platz macht wenn ich komme.
    Dass sie dem Sohn Essen wegnimmt musst du auch sofort unterbinden , zur Not würd ich sie anleinen solange der Kleine was ist. Oder mit einer Wurfkette (oder Schlüsselbund mit alten Schlüsseln) erschrecken sobald sie versucht ihm was wegzunehmen.
    Jackies werden so oft unterschätzt man muss wirklich total konsquent sein mit ihnen.
    Beim Gassigehen wenn sie sich so anschleicht, würd ich komentarlos die Richtung wechseln. Genauso mit der 15 m Leine im Gelände, einfach öfter umdrehen und in eine andere Richtung gehen. Vielleicht lernt sie auf diese Weise dass sie auf dich achten muss. Ich mach das so wenn ich mit Nachbarsjagdhündin gehe, und inzwischen hört sie ganz gut bei mir (bei Herrchen sowiso ) .
    Das ist jetzt einfach eine anstrengende Zeit aber wirst sehen das wird schon.
    Ich hätte allerdings momentan keinen Nerv für einen Junghund, mein 2. Sohn wird jetzt 3 , ich glaube da wär ich überfordert gewesen.
    Lg Manu

  8. #7
    Schwesterchen Schwesterchen ist offline
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    Unser Hund darf gar nicht aufs bett und auch nur auf eine ecke der couch. zum einen weil sie alles vollhaart und zum anderen weil sie so groß ist, dass sie dann den ganzen platz einnehmen würde.

    muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er seine tiere auf bett oder couch lässt.
    aber ich glaub joy fühlt sich auch wohl wenn zB ich auf der couch liege und sie unten am boden daneben und sie hat ja auch noch ihr körbchen.

    und ich gebe draca recht, dass es besonders wichtig ist einen ausgeglichenen hund zu haben, wenn ein kleines kind im haushalt lebt.

  9. #8
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Na ja wenn ich ihr verbiete auf die Couch oder ins Bett zu gehen jault sie stundenlang ,ich erlaub es ihr natürlich trotzdem nicht. Das wir uns mit einem Jacki einen anspruchsvollen Hund holen wusste ich vorher hab mich Jahre lang mit der Rasse beschäftigt und deshalb waren wir auch von Anfang an in der Hundeschule. Ich werde jetzt erstmal versuchen eure Tips zu übernehmen und hoffe das beste. Wenn noch jemand Tips hat immer her damit. Zum Beispiel wie ich darauf reagieren soll wenn sie beißt oder andere anknurrt. Als ich so doll geblutet habe hat sie von mir eine auf die Hundenase bekommen weil sie sich so fest gebissen hatte.

  10. #9
    *Kathrin*
    Hallo

    Beißen darf Dich Dein Hund auf gar keinen Fall!!!

    Ich kann mich Draca da nur anschließen, bitte sucht Euch unbedingt fachkundige Hilfe vorort.

    Das hört sich nicht danach an, als ob es alleine so risikolos in den Griff zu bekommen wäre.

    Ihr solltet die Fahrten zur Hundeschule auf Euch nehmen, ans Autofahren gewöhnen muss sie sich sowieso. (bzw. müsste sie eigentlich schon längst gewöhnt sein)

    Allerdings wär hilfreich, wenn sie vorher nicht grad gefressen hat.

    Mein Tip speziell dafür wäre noch, einmal am Tag zum Gassigehen an einen für sie schönen Ort kurz mit dem Auto zu fahren, das mal ein paar Tage durchziehen. Dann wird sie sich aufs Autofahren wahrscheinlich freuen und sich noch dran gewöhnen. Auf jeden Fall hat es so bei mir mit erwachsenen Hunden geklappt, die teilweise panische Angst vor Autos hatten.

    Viele Grüße, Kathrin

  11. #10
    Draca
    Wenn's um Autogewöhnung geht, her mit den Fragen Hab da ein Problemkind gehabt, was mittlerweile zwar nicht "strahlend" rein springt, aber immerhin reinspringt und die Fahrt erträgt.

    Als kleiner Tipp: eventuell Tabletten/ Tropfen vom Tierarzt holen, die die Übelkeit verhindern, ein paar Fahrten damit und der Hund gewöhnt sich dran, denn auch Hunde können sich in die Angst hineinsteigern. Es gibt auch Bachblüten/ eine Bachblütenmischung? die hilft, die Angst vor der Übelkeit zu senken/ zu verhindern, hab damals darüber gelesen als ich nach Hilfe gesucht habe, da sollte dir aber jemand Tipps geben, der wirklich ahnung von Bachblüten hat.

    Wenns mit dem Autofahren gar nicht geht, ruf in der Hundeschule an, erklär dein Problem, mach die Dringlichkeit klar (dein Kind ist, egal wie gut du aufpasst, potentiell in Gefahr und so macht das Leben mit Hund und Kind keinen Spaß) und lass bitte einen Trainer zu euch kommen (ist eh am besten, da die meisten Probleme zu hause ausgelebt werden, nicht auf dem Platz...)

    das jaulen, wenn du sie vom Sofa "geschmissen hast", würde ich komplett ignorieren bzw auch unterbinden, wenn sie schon einen befehl dafür kennt.


    Und was das Beißen angeht: Das geht überhaupt nicht, setz dich da durch, das ihr deutlich klar wird, das gewaltig was falsch war.

    Ich seh wirklich als größte Hilfsmöglichkeit den Hundetrainer zuhause, der dir sagt wie du in genau dem Moment, den er vom Verhalten sieht, reagieren sollst, genau auf deinen Hund abgestimmt und genau auf eure Situation.

    Liebe Grüße und viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Konsequenz!

    Natascha

  12. #11
    Lilly
    Morgen!

    Na, die Kleine terrorisiert euch ja ganz schön, oder?! Hilfe vor Ort wäre - wie Draca schrieb - für euch sicher am sinnvollsten.

    Zum Autofahren wurden ja schon einige gute Tips gegeben, neben Bachblüten, einem nicht zu vollen Magen und der Verknüpfung "Autofahrt bedeutet toller Spaziergang", kann auch eine harte Unterlage helfen (einige Hunde fühlen sich da wesentlich wohler). Je weiter hinten ein Platz im Auto ist, desto eher schaukelt es dort. Eine gute Möglichkeit wäre vielleicht eine Transportbox, die (für den Anfang) nicht unbedingt im Kofferraum platziert ist.

    Ich bin normalerweise kein Fan vom Dominanzgespenst (soll heissen, dass manche Leute jedes Verhalten des Hundes mit einem angeblichen Dominanzproblem begründen wollen), aber in eurem Fall scheint mir die Rudelstruktur nicht eindeutig geklärt - der Hund weiß wahrscheinlich nicht, wo genau sein Platz in eurer Familie ist.

    Hunde sind ja Rudeltiere und als solche benötigen sie nicht nur Gesellschaft, sondern auch feste Sturkturen und klare Regeln, an denen sie sich orientieren können. Ein Wolfsrudel kann auch nur dann funktionieren, wenn es einen starken Rudelführer hat (muss nicht im Sinne von körperlicher Stärke sein, es kann auch der Erfahrenste oder Geschickteste im Rudel das Alphatier sein) - ohne einen solchen wäre das Überleben des gesamten Rudels gefährdet. Ist ein Rudelführer (betont sollte der Teil "Führer" werden - im Sinne von führen, leiten) nicht stark genug, wird ein anderes Rudelmitglied versuchen, seinen Platz einzunehmen.
    Im Zusammenleben Mensch Hund ist oft Inkonsequenz und nicht reagieren/nicht handeln ausschlaggebend (beides wird als Schwäche ausgelegt), dass der Hund versucht, den Platz des Chefs einzunehmen. Nicht weil er so veressen drauf ist, den Ton anzugeben, sondern weil er instinktiv auf einen schwachen Rudelführer reagiert, der in der Natur eine Gefahr fürs Überleben wäre.

    Es gibt einige Tricks die man anwenden kann, um dem Hund immer wieder versteckt und mit kleinen Signalen zu zeigen "ich bin der Boss".

    *) Im Rudel müssen zB. nur rangnedrige Mitglieder von ihrem Essen abgeben bzw. ablassen. Wird der Hund nun vom Tisch gefüttert, erzieht man ihn damit nicht nur zum betteln, sondern zeigt ein Verhalten, dass für ihn nicht nachvollziehbar ist - er bekommt von einem eigentlich über ihm stehenden Mitglied von dessen Futter und - v.a. wenn das Verhältnis Mensch-Hund ohnehin angeknackst ist - falsch gedeutet werden kann.

    *) Die besten Plätze sind im Rudel immer den ranghohen Tieren vorbehalten - deshalb sollte der Hund nicht auf die Couch und schon gar nicht ins Bett dürfen. Umgekehrt hat er aber seinen Menschen jederzeit im Hundekorb oder auf der Hundedecke zu dulden und bereitwillig zur Seite zu weichen, wenn dies von ihm gefordert wird.

    *) Man sollte auch schauen, dass man vor dem Hund durch Türen oder enge Durchgänge geht - der Rudelführer bestimmt, wos und wanns langgeht!

    *) Ganz wichtig ist auch, dass ein gegebenes Hörzeichen IMMER durchgesetzt wird -> Nicht reagieren ist Schwäche! Wenns nicht von selbst klappt, muss man eben - sanft! - nachhelfen. Ebenso wichtig ist, dass dem Hund klar ist, was er darf und was nicht. Einmal so, das nächste Mal anders ist für den Hund nicht nachvollziehbar!

    Regel 1-3 kann man - je nach Hund - sicher vernachlässigen; soll heissen: einem Hund, der in einem intakten Rudel lebt, dem klar ist, an welcher Stelle (nämlich an der untersten) er steht, der brav folgt und nicht aufmuckt muss man sicher nicht andauernd demonstrieren, dass Mensch der Boss ist. Hat man aber einen Hund, der ohnehin ständig seine Grenzen auslotet, sind diese kleinen Signale oft sehr hilfreich und können gröberen, möglicherweise auch körperlichen Auseinandersetzungen vorbeugen helfen.
    Regel 4 hingegen sollte in jedem Fall eingehalten werden - allein schon um der Erziehung Willen.

    Wichtig wäre auch, dass jeder in eurer Familie am gleichen Strang zieht und alle gleich mit dem Hund umgehen. Es nutzt wenig, wenn du dich durchzusetzen versuchst, der Rest der Familie aber schleissig ist. Auch oder gerade an Kinder sollten diese Regeln weitergegeben und deren Einhaltung "kontrolliert" werden - v.a. zB. das vom Tisch füttern ist bei Kindern ein großes Thema.

    Einem Hund, der einmal "Blut geleckt" hat (dh. der bereits einen Jagderfolg hatte), das Jagen abzugewöhnen, ist ein sehr harter Brocken, manchmal sogar unmöglich. Was ich euch empfehlen würde ist folgendes:
    zum einen gebt ihr gar nicht die Möglichkeit, ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge als euch zu richten - zumindest nicht auf den größeren Spaziergängen. (Die kleinen Gassi-Runden zwischendurch wird sie eben an der langen Leine bleiben.) Macht aus der großen Runde Abenteuer-Spaziergänge - übt zwischendurch ein paar Gehorsamsübungen, werft Balli, zerrt mit ihr an einem Ast, verteckt euch zwischendurch (wenn sie gerade unaufmerksam ist), macht Suchspiele, lobt sie, wenn sie von sich aus zu euch kommt oder auch nur schaut, wo ihr bleibt, gebt ihr einen freundschaftlichen Klaps, wenn sie an euch vorbei lauft, redet mit ihr - es ist ganz egal was ihr sagt, aber variiert in der Stimme und macht Geräusche, die ihre Aufmerksamkeit fordern. Je mehr man sich interessant macht, desto mehr wird der Hund auf euch schauen, weil -> Herrchen/Frauchen macht immer so lustige Dinge, bei ihm/ihr ist es immer klasse und spannend. Je eher ihr nur neben eurem Hund spazieren geht, je mehr Hund Zeit zum schnüffeln und gucken hat, desto eher wird ihm langweilig und desto schneller sucht er sich selbst Beschäftigung.

    Ich würde an eurer Stelle auch das Komm bis zum "Erbrechen" üben. Ihr beginnt damit in wirklich reizarmer Umgebung - dh. die vertraute Wohnung, wo er keine fremden Gerüche oder Geräusche hat und nichts seine Aufmerksamkeit ablenken könnte. Schafft beim Hund zuerst eine positive Verknüpfung zum Hörzeichen Komm oder Hier oder was ihr halt sagen wollt (ich gehe jetzt mal von "Komm" aus). Stell dich nahe zum Hund, sage "Komm" und stecke ihm ein Leckerli ins Maul. Das wiederholst du immer und immer wieder (nicht direkt hintereinander, aber mehrmals am Tag) - der Hund soll "Komm" mit Leckerli verknüpfen. Nachdem du das mehrmals wiederholt hast, gehst du ein paar (wenige) Schritte vom Hund weg und sagst "Komm". Hat der Hund bereits eine Verknüpfung hergestellt, wird er sofort zu dir kommen und sein Leckerli wollen. Kommt er nicht, gehst du wieder zum ersten Schritt zurück, klappt die Übung, wiederholst du das mehrmals. Danach kannst du das "Komm" mal aus einem anderen Zimmer rufen. Wenn auch das zuverlässig klappt, wagst du dich das erste Mal hinaus - auch hier bitte in reizarme Umgebung - dh. nicht in der Nähe einer Straße, Hundewiese, Kinderspielplatz, Radweg o.ä. Nimm den Hund an die lange Leine, warte ab, bis er gerade seine Aufmerksamkeit nirgendwo bestimmt hinrichtet und sage dann "Komm". Kommt er sofort, wird er ausgiebig gelobt und belohnt, kommt er nicht (und zwar bereits aufs 1. Rufen) zupfst du ihn (sanft) mit Hilfe der langen Leine zu dir. Erst wenn der Hund jedesmal zuverlässig auf Komm zu dir läuft, versuchst du´s in reizarmer Umgebung ohne Leine. Wenn das auch klappt, kommt abermals die Leine ins Spiel - diesmal in einer Umgebung, wo es durchaus Dinge gibt, die den Hund ablenken können. Du gehst wie zuvor vor - kommt der Hund sofort - loben, kommt er nicht, mit der Leine herholen. Und erst wenn er auch hier wirklich jedesmal! auf dein Kommen reagiert, leinst du ihn auch in reizhoher Umgebung ab.

    Wichtig beim Üben sind folgende Dinge:
    *) Setze genau dieses Hörzeichen wirklich nur dann ein, wenn der Hund auch eine Chance hat zu kommen. Wenn du von vornherein weißt, dass er nicht reagieren wird, versuche seine Aufmerksamkeit anders auf dich zu lenken.
    *) Wenn du das Hörzeichen verwendest, muss es IMMER!!! durchgesetzt werden. Du rufst genau 1x, dann reagierst du, indem du den Hund an der Leine zu dir holst, oder - wenn er ohne Leine ist, zu ihm gehst und sein Nicht-Reagieren sanktinierst (bestrafst).
    *) Wenn der Hund kommt, gibt es IMMER ein Leckerli - das Hörzeichen ist für den Hund das zuverlässige Versprechen auf etwas Leckeres, wenn er unverzüglich zu dir kommt.
    *) Übe "Komm" v.a. dann, wenn es eigentlich keinen Anlass dazu gibt. Wenn du jedesmal nur dann "Komm" rufst, wenn tatsächlich etwas passiert, dass die Aufmerksamkeit deines Hundes voraussichtlich auf sich ziehen wird, verknüpft der Hund das sehr bald und lernt: sobald Frauchen "Komm" ruft, gibts was interessantes, wo ich nicht hindarf. Ergebnis: er wird nicht mehr unverzüglich zu dir kommen, sondern sich ersteinmal umsehen.
    *) Auch bei einem Hund, wo das "Komm" zuverlässig klappt, muss der Hundeführer immer vorausschauend spazieren gehen und für den Hund relavente Reize vor diesem wahrnehmen und reagieren, bevor der Hund das Spannende entdeckt. Bei jedem Hund hat man - wenn dieser etwas entdeckt hat, das seine Aufremksamkeit fordert - nur eine ganz bestimmte, begrenzte Zeitspanne, in der man dann noch reagieren kann. Startet der Hund bereits durch, nutzt bei vielen kein Brüllen mehr - da kann mans dann maximal noch mit Erschrecken (zB. durch eine Wurfkette) versuchen.

    Zudem würde ich jede kleinste jagdliche Aktivität sofort unterbinden - es wird nicht mal mehr ein im Wind wehendes Blatt gejagt!

  13. #12
    Draca
    Wie immer : wunderbar erklärt @ Lilly

  14. #13
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Danke noch mal . Also zum Auto fahren wir haben sie von anfang an immer mit dem Auto mitgenommen und sie sitzt immer bei mir vorne an den Füßen. Aber auf einmal fing sie dann an sich immer zu übergeben. Wir haben es auch mit Tablette versucht aber dann ist sie so fertig das man mit ihr garnichts mehr anfangen kann. Also ganz schön komisch. Wie gesagt ich werde das jetzt ausprobieren . Ich hoffe bloß das ich die von der Hundeschule überredet bekomme zu mir zu kommen. Werde es aber versuchen denn das wird mir hier auch zu heiß. Achso vom Tisch oder wenn ich koche oder ähnliches bekommt sie nichts. Ich hab wohl die zeichen nicht richtig verstanden eigentlich sollte man ja merken das man ein dominanten Hund zu Hause hat.

  15. #14
    Lilly
    Deine Hündin muss nicht automatisch dominant sein, Dralle. Es reicht, wenn einfach die Rudelstruktur nicht ganz passt - gepaart mit etwas Inkosequenz und für den Hunde vielleicht nicht klar gesteckte Regeln, wird auch ein weniger dominanter Hund, deine Rolle als Chef in Frage stellen. Er kann gar nicht anders, denn seine Instinkte sagen ihm - der Rudelführer ist als solcher nicht geeignet; um zu überleben, muss ich das übernehmen. Ob er will oder nicht - er wird dadurch in diese Rolle gedrängt.
    Wie´s jetzt bei euch genau ist, kann dir hier niemand sagen, da man euer alltägliches Zusammenleben dafür beobachten müsste.

    @ Natascha: Danke! *freu*

  16. #15
    *Kathrin*
    Hallo

    Auch von mir ein dickes Kompliment an Lilly.

    Und auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt vielleicht bei Manchen unbeliebt mache, bei mir bekäm ein Hund, der mich so fest gebissen hat und auch das Kind gefärdet, erstmal regelmäßig ne gut sitzende Maulschlaufe/Maulkorb drauf.....
    Allerspätestens direkt nach dem nächsten, aufsässigen Schnappversuch.....

    Das würde Dir vielleicht auch die sicher latent vorhandene Angst nehmen, dass sie wieder zupacken kann.

    Viele Grüße, Kathrin

  17. #16
    Draca
    unbeliebt machts du dich bei mir damit schonmal nicht, Kinder vor allem in dem Alter sind einfach auch durch das Zwicken eines Hundes mehr gefährdet als wir... und wenns richtig läuft und sie nicht ständig den Maulkorb drum hat, kann es entschärfend wirken und vor allem wirklich die Angst vor dem nehmen was passieren könnte... Finde das ist eine Überlegung wert, als Übergangslösung, als Hilfe.... nicht als die Lösung schlechthin, aber als Sicherheitsmaßnahme bis die Situation wieder richtig in Griff genommen ist...

    @ Astrid: was war ist darf man sagen ich freu mich immer über diese beiträge, die speicher ich mir ab, denn das ganze verhalten etc ist immer gut erklärt, wie ich es in diesem bereich noch nicht hin bekomme

    Grüße

  18. #17
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Ich werde mir das mit dem Maulkorb mal überlegen . Im moment versuche ich die Hundetrainerin zu erreichen die übrigens gleichzeitig Hundepsychologin ist. @Lilly Du sagtest ja ich sollte ruhig Ball werfen spielen und Zerrspiele machen , mir wurde ja davon abgeraten , was darf man denn nun? Ich habe heute erstmal das mit dem abrufen nochmal geübt und beim gassi gehen die Richtung geändern. Stört sie nicht wirklich ,hab eher das Gefühl das sie das lustig findet. Nochmal zum Auto fahren gibt es da noch was anderes als Tabletten gegen die Übelkeit? Etwas das sie nicht so fertig macht?

  19. #18
    Ziege73 Ziege73 ist offline
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    Hallo Dralle
    Ist doch gut wenn sie die Richtungswechsel lustig findet. Dann orientiert sie sie sich wenigstens an dir. Das sollst du natürlich nicht nur ein oder zwei mal beim Gassigehen machen sondern ganz oft.
    Kann natürlich sein dass sich manche die dich sehen für etwas halten . Aber das muss dich ja nicht stören.
    Ich mach das halt immer so wenn ich merke jetzt fängt sie wieder zu stöbern an und zu suchen und sucht keinen Kontakt zu mir.
    LG Manu
    PS.: Das was Lilly geschrieben hat ist echt toll!

  20. #19
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Mir ist egal was die anderen denken. @Lilly ich hoffe ich hab mich schon bedankt so ausführlich macht das nicht mal die Hundetrainerin und an die anderen natürlich auch nochmal danke.

  21. #20
    Lilly
    Mensch Leute, ihr macht mich ganz verlegen! Aber ich freu mich natürlich, wenn man mit meinen Ausführungen was anzufangen weiß. Dank euch für das Lob! *freu*

    Zum Ball werfen und den Zerrspielen - prinzipiell sagt man, dass Balli werfen nicht unbedingt bindungsfördernd ist, da es vom Hundehalter weg passiert. Um Bindung aufzubauen sind v.a. Spiele fördernd, die beim und mit dem Menschen passieren - Nachlaufspiele, Versteckspiele, Zerrspiele, mit dem Hund am Boden wälzen und balgen ect. Um sich interessant zu machen und Aufmerksamkeit zu bekommen, sind Werfspiele wiederum eine gute Möglichkeit - wenn der Hund das gerne macht.

    Hängt halt immer vom jeweiligen Hund ab - wenn man einen Hund hat, der dem Ball gerne nachläuft aber für andere Spiele weniger zu begeistern ist, sollte man das Ballspiel natürlich nutzen.
    Wenn du kreativ bist und beim Abenteuer-Spaziergang viele andere Dinge einbauen kannst, verzichte vorerst auf das Ball werfen. Wenn du weniger einfallsreich bist, wirf den Ball zwischendurch mal - einfach um das Ganze möglichst abwechslungsreich zu gestalten.
    Balli werfen und Jagdtrieb - ich sehe da jetzt nicht direkt ein Problem - Hunde können ja - wenn man konsequent ist - sehr gut unterscheiden, was sie dürfen und was nicht. Wenn deine Hündin Jagdtrieb hat, verbiete und unterbinde sämtliche jagdliche Aktivitäten die sich auf alles richten, was nicht der Ball ist (am besten, du wählst einen Ball dazu aus und verwendest dann immer genau diesen einen für die Ballwerf-Spiele) - so kannst du den Jagdtrieb durchaus kanalisieren.

    Zerrspiele sind an und für sich sehr schöne Spiele, die auch die Bindung fördern können, da sie ja ganz dicht am Menschen passieren. Ob es in deiner Situation vertretbar ist, kannst nur du beurteilen - hängt davon ab, wie sich deine Hündin bei diesen Spielen verhält. Sieht sie es als Spiel an oder steigert sie sich hinein, wenn ihr um einen Fetzen o.ä. zerrt? Wird sie sehr wild oder bleibt sie auch im Spiel kontrollierbar?

  22. #21
    Draca

    Ballspiele

    Hallo!

    Um durch den Ball auf sich aufmerksam zu machen, kann man auch gut einen Ball an der schnur nehmen, den man immer vor sich bewegt, wenn man die aufmerksamkeit braucht, hin und her wippen, schnell rauf und runter, wenn hunde bälle lieben, sind sie danach verrückt... klar gibts denn ball auch als Belohnung mal ins Maul und auch mal kleine Zerrspielchen damit, aber so ist erstmal auch eine nähere Bindung da. Toll finden manche Hunde auch, wenn plötzlich Bälle vor Frauchen auf den Boden tupfen - wie schnell die dann da sind ist immer wieder faszinierend Ausprobieren, womit du sie auf dich aufmerksam machst, als Phoebe noch jünger war, hab ich unterwegs teilweise in den höchsten Töne gequietscht und ihr was "vom Pferd erzählt" und ziemlich viele andere Geräusche gemacht, die Leute müssen mich für bekloppt erklärt haben ^^ aber das wichtigste hat geklappt: Phoebes fand mich so wahnsinnig und interessant, das ich ihre Aufmerksamkeit hatte Tja, es gibt momente im Leben, da muss man sich einfach verhalten wie ein wahnsinniger, wenn man es sonst schon nicht tut

    richtung wechseln finde ich auch immer wieder toll um die aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, du musst da einmal drehen, in die andere richtung gehen und sobald sie wieder wegguckt bzw was anderes besser findet als dich, drehen. aber natürlich solltest du ihr auch beim Gassi gehen die Zeit geben, mal ausgiebig zu schnuppern und ein bisschen in der gegend "rumzuträumen", sie muss jetzt durch vieles durch, wird am Anfang etwas überfordert, da braucht sie auch zwischendurch Pausen... aber sie sollte trotzdem ständig im Hinterkopf haben, wo du dich gerade befindest und wie viel toller es bei dir ist

    Liebe Grüße!!

  23. #22
    dralle20 dralle20 ist offline
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    Und wieder ein großes Dankeschön. Bin mir allerdings mit dem auf dem Boden welzen und balgen nicht wirklich sicher denn da beißt sie ja. Obwohl ich immer sobald sie schnappt das Spiel abbreche und erst weiter mache wenn sie sich beruhigt hat. Wir haben einen Ball an der Schnur und das liebt sie , war wirklich traurig als mir gesagt wurde ich darf das nicht mehr. Sollte ich sie denn auch immer wieder belohnen wenn sie mich beim spazieeren gehen einfach nur mal anschaut damit sie weiß auf Frauchen achten gibt was Leckeres? Wenn ich Richtungswechsel mache guckt sie nicht auf mich sondern läuft dann einfach die andere Seite lang.

  24. #23
    Draca
    immer loben, ja, das ist richtig und wichtig.

    hmm, ich weiß nicht inwieweit das bei dir angebracht ist, aber es gibt auch die Möglichkeit, die Tiere komplett abhängig zu machen, indem man das Futter nicht mehr im Napf verfüttert sondern nur noch per Hand füttert. Das stärkt die Bindung und auch das "Abhängigkeitsgefühl" und die Verknüfung Frauchen = Goodie und = äußerst wichtig wird immer besser. Wichtig ist auch, das alle, die regelmäßig mit dem Hund umgehen, mit einbezogen werden in die Fütterung. Wie es allerdings mit Kindern aussieht weiß ich nicht, hab da wenig bis keine Erfahrungen...

    Grüße und immer schön durchhalten Geh konsequent deinen Weg, das ist es was der Hund braucht und du wirst merken, nach einer harten, schweren Zeit kommt irgendwann das Gefühl zurück, das die Dinge richtig laufen Ich kann mir vorstellen, wie schlimm das Gefühl ist, dass der eigene Hund schnappt und vor allem die ganze Sorge drumherum. Hast du schon was bei der Hundetrainerin erreicht?

  25. #24
    Fjósi Fjósi ist offline
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    Hallooo
    habe nun nicht alle Beiträge verfolgt, aber ich kann dir mal von meiner Erziehung meiner Jack- Russel Dame (wird dieses Jahr 6) berichten.
    Also, ich war auch von Anfang an in der Hundeschule mit ihr. Dort hat sie sich schnell als Klassenrüpel geoutet. Sie griff die anderen Welpen an und biss was sie kriegen konnte (selbst große Rassen wie Boxer, Border Collies etc.). Natürlich haben wir dieses Verhalten gleich unterbunden, in dem man den Hund auf den Boden drückte und laut "NEIN" rief. Immer wieder, und wenn es 20 mal hintereinander war. Ich habe sie dort niemals angeleint, denn dann lernt sie es ja nicht. Irgendwann hat sie dann kapiert, das man mit anderen Hunden nicht so umgeht. Ich hatte sie auch die erste Zeit ohne Leine laufen lassen, und das klappte super. Ausserdem hatte ich auch keinen komplett eingezäunten Garten, so das sie von Anfang an lernte, nicht abzuhauen. Verliess sie das Grundstück bin ich ihr nach gelaufen, hab sie im Nacken gepakt und wieder "NEIN" gesagt. Irgenwann war es dann so, wenn sie sich vom Grundstück runterstahl (schließlich ist es ja überall sooo interessant*gg*), und ich ihr nach lief, schmiss sie sich auf den Rücken und jaulte, bevor ich sie überhaupt angefasst hatte. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, sie trotzdem im Nacken zu packen und "Nein" zu sagen. Also ist sie nicht mehr abgehauen.
    Beissen wollte sie mich dann immer, wenn sie ein Halsband anbekam. Sie hasste es total, an der Leine zu laufen. Biss sie mich, packte ich sie in Nacken, drückte sie auf den Boden und wieder "NEIN". In der Hundeschule sagte die Trainerin, das dies die natürlichste Strafe sei, denn damit zeige ich dem Hund, das ich sie unterdrücke, sprich das ich der Boss bin. Aufs Sofa und Bett durfte sie von Anfang an nicht und ich habe peinlichst darauf geachtet, das ICH zuerst durch alle Türen gehe und sie HINTER mir läuft. Denn Chef hat vorrang!
    Mäuse hat sie auch schon mit 9 Wochen perfekt töten können und den Jagdttrieb habe ich ebenfalls von Anfang an unterbunden. Sie ist anfangs Vögeln immer nachgelaufen, und da ich hier an der Nordsee wohne, gibt es hier ja Möwen en masse. Verfahren bin ich wie bei allem, absolut konsequent. Wenn sie nach drei Mal rufen nicht hörte, bin ich hin, und habe sie geholt! Und dann wieder schimpfen, Hund auf den Boden drücken. Wenn sie kam hab ich sie gelobt als hätt´sie ne Goldmine endeckt. Die Hundetrainerin sagte, das die Mehrheit aller Hundebesitzern ihren Hunden Ignoranz selbst beibringen. Sie rufen und rufen nach ihren Hunden und nix passiert. Und dann lernen sie das dadurch.
    Bei Kindern muß man immer sehr aufpassen, da Hunde schnell merken, das sie schwächer sind. Ich habe eine 1jährige Tochter, und meine Hündin behandelt sie so respektvoll wie mich, da ich immer dabei bin und eingreife, wenn der Hund der Kleinen nen Keks weg nehmen will. Da reicht ein scharfer Blick.
    Meine Hündin läuft absolut immer bei Fuß, ob mit oder ohne Leine, und wenn sie rum laufen darf (nur nach Erlaubnis), kucke ich niemals nach ihr. Sie hat gelernt, nach MIR zu schauen, somit entfernt sie sich nie weiter weg und kommt von selbst mit gelaufen. Ausserdem würde sie draussen niemals einfach was fressen, wenn sie was findet. Sie hat gelernt, mich "zu fragen", sprich sie kuckt mich an und wartet ab, ob ich "Nimm" oder "Pfui" sage. Im Auto bleibt sie in ihrem Korb liegen und fängt auch nicht an, auf den Sitzen rum zu springen, wenn ich aussteige um zu tanken o.ä. Aufs Sofa darf sie nur, wenn ICH es ihr erlaube. Natürlich will sie öfter drauf, als sie darf. Aber auch dann springt sie nicht einfach drauf, sondern "fragt", schaut mich also an, um auf Antwort zu warten ("Komm" oder "Nein").
    Ein Jack Russel Terrier ist nicht einfach zu erziehen, ich bin mit Hunden aufgewachsen, allerdings hatten wir damals zu hause einen Collie und danach einen Golden Retriever. Das ist absolut unvergleichbar, denn diese Rassen sind deutlich leichter zu erziehen. Es war ein langer Erziehungsweg, und ich bin froh von Anfang an alles so gemacht zu haben. Dadurch habe ich einen absolut zuverlässigen und liebenswürdigen Hund. Das schwierigste bei allem ist die IMMER anhaltende Konsequenz. Denn wenn man 100 mal das selbe machen muß, nervt es irgenwann ganz schön. Durchhalten ist die Devise. Und einen Hundsollte man trotz allem niemals schlagen, denn das verstehen sie nicht! Ich wünsche dir ganz viel Glück!!!

  26. #25
    Lilly
    Ich stimme insofern überein, als ich der Meinung bin, dass auch Hundeerziehung nicht komplett ohne Strafe/Zwang von statten gehen kann, wobei mir deine Beschreibung allerdings im ersten Moment so klingt, als hättet ihr sehr viel über Meidemotivation gearbeitet. Kann aber natürlich auch täuschen, da du ja nur ganz bestimmte Situationen geschildert hast.

    Womit ich überhaupt nicht glücklich bin ist folgende Aussage:
    Zitat Zitat von Fjósi
    In der Hundeschule sagte die Trainerin, das dies die natürlichste Strafe sei, denn damit zeige ich dem Hund, das ich sie unterdrücke, sprich das ich der Boss bin.
    Chef/Rudelführer sein hat nix mit Unterdrückung zu tun, sondern mit Souveränität; bestimmtes Auftreten, Erfahrung, Geschicklichkeit, die Fähigkeit den anderen Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln; das Rudel einfach zu FÜHREN und so sein Überleben zu sichern! Selbstverständlich wird auch im Wolfs- oder Hunderudel gemaßregelt und das oft nicht gerade sanft (u.a. indem ein Hund dem anderen mit geöffnetem Maul über den Fang fährt, indem gerempelt, auf den Boden gerdrückt, gekniffen wird ect.), aber Unterdrückung macht keinen Chef aus; zumindest keinen guten! Im Gegenteil - ein Alphawolf, der sich ständig mit Gewalt behaupten muss, wird ganz offensichtlich vom Rest des Rudels nicht als fähiger Führer angesehen und akzeptiert, sonst müsste er sich nicht ständig körperlich messen...

 

 

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