+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 46

Erfahrung mit MittelmeerHunden???

  1. #1
    Tailtiu

    Frage Erfahrung mit MittelmeerHunden???

    wir mußten vor einer Woche unseren Hund nach 13 Jahren von seinem Krebsleiden "erlösen" lassen.
    Wir vermissen ihn sehr und es soll möglichst schnell ein neuer Quirl bei uns einziehen. Da wir aber keinen
    "Ersatzhund" haben wollen (unseren Whisky kann man nicht ersetzen) haben wir beschlossen, daß er äußerlich ganz anders aussehen soll.

    Mir hat auf einer Tierschutz-Webseite ein etwa 6 Monate junger HuskyMix etwas zu lange in die Augen geschaut. Er kommt demnächst aus Griechenland nach Deutschland und evtl. zieht er dann bei uns ein.

    Ein LeishmanioseTest ist noch nicht durchgeführt worden, er ist noch zu jung für ein sicheres Ergebnis. Falls er positiv sein sollte müßtes es laut InternetRecherche aber in den Griff zu bekommen sein...oder???

    Falls jemand Erfahrung mit MittelmeerHunden hat bitte posten

    Zum Thema Husky mache ich einen Extrathread auf, da ich auch da an Erfahrungsberichten interessiert bin.

  2. #1
    Anzeige

    Frage

    Schau mal hier: Erfahrung mit MittelmeerHunden??? . Dort wird jeder fündig!

  3. #2
    Draca
    Hallo, ist es "Nur" ein Mittelmeerhund oder einer, der auf der Straße dort gelebt hat?

    Straßenhunde sind, wenn sie schon ein wenig auf der straße gelebt haben, eine potentielle Zeitbombe, sprich: sie können, aber müssen nicht, jeder zeit hoch gehen. In einer bestimmten Situation kann es plötzlich eine 180° wendung geben und man erkennt den hund nicht wieder. Ich weiß da wovon ich spreche, habe schon einiges an Straßenhunden erlebt, welche hier im Tierheim (bzw in der privaten auffangsstation) landeten, weil sie plötzlich nicht mehr der liebe, toughe familienhund waren, der seinen rettern dankbar ist, sondern ihr revier verteidigten oder nur noch kriechend (unterwerfend) vorwärtsgingen... Es gibt viele Hunde, die von der Straße kommen und die ganz tolle Hunde werden und auch immer bleiben, aber man muss sich sicher sein, dass man auch einen Hund bekommen kann, der einem viel viel arbeit macht und viele nerven kostet.
    Was Leishmaniose angeht: ich bin dagegen, ein Tier einzuführen, welches den Erreger in sich trägt...


    Mir tut es leid, das ihre euren Hund verloren habt

  4. #3
    Karina Karina ist offline
    Terrierverrückt
    Registriert seit
    Sep 2004
    Beiträge
    592
    Wir haben einen Spanier geholt. Der Test war negativ. Wir werden ihn aber zur Sicherheit nochmal testen lassen, denn man weiß nicht was nach dem Test war.

    Was ich gemacht hätte wenn er positiv wäre weiß ich nicht, ich hab zwar mal gesagt er darf dann nicht kommen, aber ich glaube ich hätte ihn geholt und ihn solamge wie möglich ein schönes Leben gemacht.

    Man kann es in den "Griff" bekommen mit Medikamenten, heilen kann man es nicht. Es gibt Fälle wo es wieder verschwindet aber das ist selten.

    http://www.inselhunde.de/leishmaniose.htm

  5. #4
    katrin2 katrin2 ist offline
    eMail bitte bestätigen!
    Registriert seit
    Nov 2004
    Beiträge
    1.294
    Zitat Zitat von Draca
    Was Leishmaniose angeht: ich bin dagegen, ein Tier einzuführen, welches den Erreger in sich trägt...
    Ich auch. Inzwischen leben die Mücken, die Leishmaniose übertragen, auch in D, so daß ein infizierter Hund als Erregerreservoir herumläuft. Und das muß man nicht haben, finde ich.

  6. #5
    Tailtiu
    Hallo und vielen Dank für eure Antworten.
    Ich weiß nicht ob der Hund infiziert ist, er ist erst zwischen 4-6 Monate und noch zu jung um ein "richtiges" Testergebnis zu bekommen.
    Zitat:
    "Einige Welpen weisen einen Antikörpertiter auf, ohne selbst infiziert zu sein. Der Titer geht in solchen Fällen innerhalb des ersten Lebensjahres zurück."

    Ich würde auch keinen Hund holen bei dem die Erkrankung feststeht, aber bei ihm weiß man es nicht. Ich habe bereits bei unserem Tierarzt nachgefragt und er meinte er hätte 11, ihm als MittelmeerHunde bekannte, unter seinen Patienten und davon einen der wirklich positiv ist. Der wurde von einem Ehepaar direkt aus Griechenland mitgebracht, nachdem er bereits über den Winter mit ihnen in ihrem Ferienhaus gelebt hatte. Sie wußten vorher nichts von Leishmaniose und wollen ihn jetzt natürlich trotzdem behalten.

    Abgeben würde ich meinen Hund in diesem Fall sicher auch nicht wieder.

    @ Draca er ist noch sehr jung und wurde am Strand mit einem kaputten Bein gefunden. Die Wunden sind aber nur äußerlich und auch schon behandet worden.

    @Karina wie alt war euer Spanier und wie klappte das im Zusammenleben. Kann er sich ins "Rudel" einordnen oder ist er eher ein Einzelgänger?
    Geändert von Tailtiu (05-09-2006 um 10:11 Uhr)

  7. #6
    Sunny555 Sunny555 ist offline
    Mitglied
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    45
    Hallo,
    Wir haben ja auch einen Mittelmeerhund, unsere Huendin kommt von den Strassen portugals. Sie war unser erster Hund und wir waren als wir sie bekommen haben sozusagen noch "Hundeanfaenger". Sie war ca. 6-7 Monate alt als sie zu uns kam.
    In den ersten Wochen war sie total schuechtern und in den ersten tagen stand sie immer mit leicht eingeklemmten Schwanz und gesenktem Kopf da wenn sie gestreichelt wurde. Wir haben auch eine katze und wussten gar nicht, wie die zwei aufeinander reagieren wuerden, aber Ruby war einfach superlieb zu ihr!
    bei anderen Hunden war sie anfangs noch sehr schuechtern, aber nie haette sie Agressivitaet gezeigt. Inzwischen, mit ca. 7 ist sie bei manchen Hunde etwas aengstlich, aber das liegt nur daran dass sie von einem anderen Hund ganz boes angefallen worden ist...
    Nach ein paar Monaten kam sie dann ins Flegelalter und wurde ein bisschen aufmuepfig und wollte die Grenzen testen, aber das ist ja ganz normal in dem Alter. Sie ist uebrigens auch bei Kindern jeden Alters ganz vorsichtig und lieb.
    Ruby bekam leider eine schlimme Allergie gegen Hausstaubmilben, Graspollen und noch mehr, was erst sehr schlimm war weil sie sich richtig blutig kratzte, aber das ganze haben wir durch eine Desensibilsierung in den Griff bekommen und sie hat keinerlei Beschwerden mehr.

    Wir sind auf jedem Fall total gluecklich mit unserer Maus und auch wenn es bestimmt ganz anders sein kann mit Strassenhunden, war unsere Entscheidung damals auf jedem Fall goldrichtig!

    Tut mir Leid mit eurem Hund

    liebe Gruesse, Sunny

  8. #7
    Karina Karina ist offline
    Terrierverrückt
    Registriert seit
    Sep 2004
    Beiträge
    592
    Jack wird am 09.09 ein Jahr alt. Er wurde vom Besitzer in einer Tötungstation abgegeben und deshalb weiß man das Alter genau.

    Er ist mit 2 Monaten in die Tötung gekommen und gleich darauf in ein Tierheim. Wir haben ihn mit 9 Monaten bekommen. Er hat sich von anfang an gut angepasst und es gab da null Probleme. Sammy hat ihm gleich gezeigt das er das sagen hat und gut wars. Danach hat es ca. 5 oder 6 Tage gedauert und er war vollkommen aufgenommen. Mittlerweile sind sie wie Pech und Schwefel.

    Jack konnte sich ohne Probleme einfügen da er es ja vom Tierheim gewohnt war im Rudel zu leben.

    Es gehört auch ein bisschen Glück dazu einen Hund zu bekommen der "normal" ist, denn etliche haben ein Schlimmes vorleben. Auch Welpen.

    Was weißt du alles über deinen Hund?

  9. #8
    Tailtiu
    Zitat Zitat von Karina
    Es gehört auch ein bisschen Glück dazu einen Hund zu bekommen der "normal" ist, denn etliche haben ein Schlimmes vorleben. Auch Welpen.
    Was weißt du alles über deinen Hund?
    Ich weiß nur, daß er zwischen 4 und 6 Moante jung ist und angefahren am Strand gefunden worden ist. Er hat schmerzhafte Hautabschürfungen, aber das Bein ist wohl nicht gebrochen. Ich würde ihn hier auf jeden Fall nochmal zur Kontrolle röntgen lassen. Er könnte in 10 Tagen ausfliegen und wenn alles gut geht hier auch gleich einziehen.
    Von der Pflegestelle wird er als ein sehr lieber und friedlicher Hund beschrieben.

  10. #9
    Karina Karina ist offline
    Terrierverrückt
    Registriert seit
    Sep 2004
    Beiträge
    592
    Also ich würde es machen nur es kann halt sein das du am Anfang sehr viel Geduld mit dem kleinen Würchen brauchst, vll. sogar ein bisschen mehr als mit einem anderen Junghund.

    Gibt es denn wo ein Foto zu sehn?

  11. #10
    Draca

    Hallo- es wird viel

    Wenn du Glück hast, kriegst du einen engel. wenn du pech hast, kommt irgendwann mal eine situation, in der der hund hoch geht, weil er an schmerzen erinnert wird.

    Ich habe eine Griechin, als Junghund bekommen (zwischen 3 und 5 Monate alt war sie damals) sie ist ein toller Hund und ich bin glücklich sie zu haben, aber sie kostet nerven. Manchmal, für mich ohne Grund, versteckt sie sich, lässt sich nicht anfassen, hockt zitternd unter der eckbank... Kinder und Frauen und vertraute Männer können sie überall anfassen... Es soll mal ein fremder Mann wagen, ihre Rute oder ihre unteren Hinterläufe zu berühren - da kann sie zur furie werden - kann, muss nicht. wir arbeiten dran. unkonventionell. mit feedback eines erfahrenen "Straßenhundemenschen".

    Ich bin für die Arbeit am Straßenhundeproblem, aber ich bin gegen dieses ganze versüßen von Straßenhunden, was im Moment überall passiert. Straßenhunde können tolle hunde sein und ich habe sehr viele tolle erlebnisse mit meiner hündin, aber ich hätte es leichter haben können... ein anderer Junghund wäre wohl niemals auf den Besitzer meines lieblingscafé losgegangen(sie hat ihn gezwickt), wenn der mit einem leckerchen gekommen wäre.
    Wir haben auf dem Hundeplatz eine Hündin, ich nenne sie mal Mira. Mira ist 9 monate alt und kam mit 6 hierhin, in die Familie. Sie hat schon draußen gelebt, auf der straße, verteidigt ihr revier und ist dominant. Die ersten Wochen hier: unterwürfig, folgsam, lieb, ein traumhund. war sauber nach zwei tagen, hörte schon ganz gut. Dann die komplette eingewöhnung. folge: Kind und HUnd können nicht zu hause bleiben, bzw der hund muss weggesperrt werden. EIn Sofa ist zerfetzt. Hund haut regelmäßig ab und sucht die Machtkämpfe. Die Besitzerin ist mit ihren Nerven am ende gewesen. Sie hatte vorher einen Hund, einen golden retriever hier aus dem tierheim. Ihr wurde auch gesagt, Mira wäre ein lieber hund, nett und freundlich zu menschen... Mira knurrt Kinder an (das wird ihr gerade unlieb gemacht) und Menschen in blauen Overalls.
    Andere Fall, gelandet bei meinem Straßenhundemenschen. Ich nenne ihn mal Vigo, einen ca. einjährigen Spanier, sah aus wie ein schäferhund ganz in braun. sollte der zweithund für die familie werden und dem sohn gehören (8). anfangs alles toll, lieber hund, braver hund, lernte schnell und es kam nur zu den üblichen Einordnungs"kämpfchen" wobei er ganz gefügig war. Plötzlich, nach einem Monat, ging Frauchen rein und Vigo saß auf ihrem Gartenstuhl, Sie kommt wieder, er weicht nicht sondern knurrt sie an. So ging es weiter. Vigo litt hier, weil sein Lebensziel anders aussah. Vigo lebt jetzt bei einem Mann, der alleine auf einem Hof lebt, der ihn mit starrer dominanter Hand führt und das brauchte er. Er war kein Familienhund und reagiert auch heute noch unberechenbar bei unvorhergesehenen Ereignissen...

    Es gibt auch positive Dinge: meine Hündin, wir haben kleine Probleme, im gegensatz zu anderen Straßenhunden, sie ist ein toller hund, tut alles für mich außer in den Angstmomenten, aber die schaffen wir auch noch.
    Auf dem Hundeplatz, eine andere Hündin, ich nenne sie Donna. Donna kam hierhin, war zwischen 4 und 5 monate alt und ist seitdem gleichbleibend lieb, brav, unterordnend und tut alles was herrchen sagt. Lief die Begleithundeprüfung nach zwei monaten training als bester hund.


    Ich weiß, ich habe sehr viel geschrieben und ich weiß, das ich viele nicht so nette dinge geschrieben habe. Ich weiß nicht wie ich reagieren würde - ich selber habe eine traumhündin im kopf, die noch in griechenland ist, die schwierig wäre, die ich aber gerne hätte, aber neben meinem hund und dem studium nicht retten kann. Ich wollte dir nur mit diesem Text und den erlebnissen alle facetten aufzeigen. Das ganze will einfach gut überlegt sein. Wenn du noch was wissen möchtest oder intern reden oder fragen hast oder oder oder, kannst du mir auch gerne einfach eine pn schicken.


    edit: noch eine frage: woher bekommst du ihn vermittelt? über eine organisation? wenn ja welche? (wenn dus nicht öffentlich willst: pn)

  12. #11
    Tailtiu
    vielen Dank für eure ausführlichen Beschreibungen langsam wird mir doch ein wenig mulmig bei dem Gedanken...

    @Draca du hast eine pm

  13. #12
    Draca
    @ tailtiu du hast eine Antwort.

    ich möchte nicht, das jemandem mulmig wird, aber ich möchte das beide Seiten gesehen werden. Ich möchte gegen dieses ständige Gerede von den lieben, braven straßenhunden die ach so toll sind wenn man sie aus der Hölle holt, einfach anschreiben, weil es NICHT IMMER so ist. Es kann so sein. Und fast jeder Straßenhund kann zu dem persönlichem Traumhund werden, wenn man viel viel Arbeit investiert. Aber ein Junghund, der schon auf der Straße lebte, macht viel viel mehr arbeit als einer, der diese erfahrung nicht hat.

    Ich hab schon heulend hier gesessen, weil ich einfach nicht verstand, was meine Hündin hatte. Ich wurde beschimpft, weil ich meine Hündin an der Leine hielt die nach wochen bei uns immer noch nicht hörte. Ich hab geheult, weil meine Hündin am Arm meines Vaters hing, der einen zweig von ihren Hinterläufen entfernen wollte. Und jedes mal, kommt sie dann an und versucht mich zu trösten (so wirkt es jedenfalls) und nun, nach anderthalb Jahren kann ich sagen, dass wir mehr als auf dem besten Wege zum DreamTeam sind.

    Wenn du die arbeit annimmst, und dir klar darüber bist, dass es ein harter Weg ist, der sich meistens lohnt, auch wenn er lang und steinig ist, dann tu es. Ich kenne viele Straßenhunde, die nun tolle Hunde sind, sobald man sie verstanden hat. Aber ich wollte auch von der schlechten seite berichten.

    Ich stehe dir immer zu verfügung, wenn du fragen hast.

    Liebe Grüße, Natascha

  14. #13
    Antonio Antonio ist offline

    Registriert seit
    Sep 2006
    Beiträge
    1
    Hallo, habe gerade den Eintrag gelesen. Ich habe auch einen Hund aus dem Süden genauer gesagt aus spanien. Er lebt jetzt seit 5 Wochen bei uns. Haben einen Test wegen Leichmaniose machen lasen. Trotz das er so früh gemacht worden ist, konnte uns der Arzt genau sagen ob er es hat oder nicht. wenn der Wert unter 1,0 ist dann ist es negativ, ist er jedoch über 1,0 könnte er in ein paar Monaten positiv sein. So hat es uns zumindestens der Tierarzt gesagt. Unser Antonio war ein Straßenhund und würde dann von Hundefängern in eine Tiertötungsstation gebracht, dort ging es ihm nicht gut, er wurde gequält und von anderen Hunden gebissen. Seine Zeit war eingentlich abgelaufen aber wir konnten ihn gerade noch retten. Seit dem ist er in seiner ganzen Art und seinem Verhalten sehr gestört, was natürlich auch verständlich ist. Jedoch ist er ein total lernfehiger Hund. Er hat jetzt keine Angst mehr wenn man ihn anfassen will. Das einzigst wichtige jedoch ist, das man dem Hund EINE Bezugsperson gibt an die er sich halten kann und der r auch Vertrauen kann. Ich finde es wirklich gut von euch das ihr euch einen Hund aus dem Ausland holt das dort kaum bzw keine Zukunft hat. Ich wünsche euch viel Glück das Ihr genauso viel Glück habt wie wir mit unserem Hund. LG Antonio

  15. #14
    Afri Afri ist offline
    Mitglied
    Registriert seit
    Dec 2004
    Beiträge
    22
    Huhu zusammen, also unsere kleine süße Spanierin kam mit ca. 3Monaten nach Deutschland ins Tierheim. Sie wurde zusammen mit ca. 300 Hunden vom Hof eines geistig verwirrten Mannes geholt. Als wie sie uns geholt haben, hatte sie Giardien, war Ehrlichiose- und Babesiose-positiv, Leishmaniose-negativ. Sie hat aber alles gut überstanden, ist sozialisierter als so manch anderer Hund und ein echtes Goldstück.
    Dem Argument, daß Straßenhunde zu lebenden Zeitbomben werden können möchte ich nur (völlig wertfrei) hinzufügen, daß das mittlerweile leider auch bei vielen Rassehunden vorkommen kann (Stichwort: Wesensschwäche). Oder hab da was falsch verstanden?
    Wenn du dich etwas über die sog. Mittelmeerkrankheiten informieren möchtest, kann ich dir http://www.inselhunde.de empfehlen. Sehr informativ.
    Ansonsten wünsche ich euch, daß ihr "Euren" Hund findet.
    LG, Afri.

  16. #15
    Draca
    Hallo!

    Nun, der Unterschied zwischen Straßenhunden, die "zur zeitbombe" werden können, und Rassehunden, liegt darin, dass bei Straßenhunden dies durch die Vergangenheit und das Erlebte ausgelöst werden kann, bei Rassehunden, keine schlechte Vergangenheit vorliegt sondern durch die überzüchtung hervorgerufen, also ein ich sags jetzt einfach platt, einen genetischen ursprung haben.

    Das projekt straßenhund kann gut gehen, aber es kann auch etwas schief gehen und daran sollte man auch denken.

    Aber mich würde mal interessieren, wie es momentan bei euch aussieht, Erika. Ist der kleine gut angekommen?

  17. #16
    Tailtiu

    Lächeln

    Hallo,

    wir waren ein paar Tage in Kurz-Urlaub...demnächst ist das ja wieder schwieriger.
    Abholen können wir ihn morgen und dann bekommt ihr möglichst schnell auch Bilder zu sehen.
    Ich bin natürlich schon sehr gespannt ihn endlich live zu sehen.

  18. #17
    Jerry-Maus Jerry-Maus ist offline
    Mitglied
    Registriert seit
    Oct 2005
    Beiträge
    90
    Unsere Dana ist ja auch eine Südländerin, aus Italien. Sie kam aus einem dortigen Tierheim in ein hiesiges, wo wir sie nach 6 Tagen Aufenthalt "fanden". Sie ist unser erster Hund und im Nachhinein betrachtet haben wir ein Riesenglück gehabt. Denn wir wussten rein gar nichts über sie. Ich habe meine Freundin zum TH mitgenommen und ihr Dana bei einem gemeinsamen Spaziergang gezeigt. Sie hat schon seit 25 Jahren Hunde und meinte, Dana hätte einen guten Charakter und wir würden mit ihr bestimmt keinen Fehler machen.
    Dana ist sehr sozial, sowohl im Umgang mit Kindern als auch mit anderen Hunden. Auch das Alleinsein wenn ich arbeite (6 Stunden) hat sie von Anfang an toleriert. Es mussten nur zwei Blumen im Flur dran glauben; mittlerweile hat sie auch noch das WZ zur freien Verfügung wenn sie allein ist. Außer "Extrem-Couching" stellt sie dort nichts an. Und noch heute kann sie einfach nicht verstehen, das nicht jeder andere Hund mit ihr spielen will.
    Viel Spaß mit eurem "Familienzuwachs", da es ja nicht euer erster Hund ist, werdet ihr das schon schaffen!

  19. #18
    Bobbeldibop
    Hallo zusammen,

    da das Thema in meinem Bekanntenkreis ziemlich akut ist, würde ich den Beitrag gerne noch einmal aufgreifen...

    Ich selber bin auch glückliche Hundemama von einer (fast) 4jährigen "Griechin" und habe mit ihr meinen absoluten Traumhund gefunden. Shiva hat zwar auch ihren eigenen Kopf, hat Angst vor dunklen Räumen, schwarzen Hunden und ist auch ansonsten ein ziemlicher Chaot - aber genau das macht sie so liebenswert und zu dem was wir an ihr so mögen.

    Diese Diskussion, ob Hunde aus dem Süden es wirklich wert sind nach Deutschland zu kommen finde ich immer wieder sehr traurig - diese Frage stellt sich bei uns Menschen doch auch nicht (oder zumindestens nur bei denen, die eh wirr im Kopf sind). Wer selbst einmal miterlebt hat, wie diese Kreaturen dort "ertragen" werden, würde sicher eine solche Debatte nicht mehr führen.

    Sicherlich haben einige der Hunde schon viel Schlimmes mitgemacht und sind entsprechend geprägt - solche Tatsachen gibt es aber auch in Elite-Züchtungen oder bei Hunden aus deutschen Tierheimen. Die Frage ist daher nicht, ob es ein Hund aus dem Süden sein darf, sondern ob man als Halter überhaupt der Anforderung an einen Hund gewachsen ist und sich derer auch stellt.

    Und die Mittelmeerkrankheiten wie bspw. Leishmaniose ist nicht aus dem Süden nach Deutschland eingeschleppt worden, sondern gibt es bereits seit längerer Zeit auch in den südlichen Teilen Deutschlands durch die Übertragung der dort lebenden Stechmücke

    Jeder sollte für sich überlegen, was für Anforderungen er an seinen zukünftigen Hund stellt und ob der "Auserwählte" diese auch (zumindestens grob) erfüllen kann. Sofern das passt, sollte es auch egal sein ob der Vierbeiner dann aus der Türkei, Spanien, Griechenland oder Deutschland kommt...

    Ich selber kann nur jedem raten einem solchen Hund eine Chance zu geben, denn ich habe mit Shiva keinen einzigen Tag jemals auch nur eine Sekunde bereut!

  20. #19
    Tinas66 Tinas66 ist offline
    Tina
    Registriert seit
    Nov 2008
    Beiträge
    222
    Ich selber habe in der Türkei( 12 Jahre) im Tierschutz zusammen mit einer Engländerin gearbeitet. Jeanny betreibt ein Katzenhaus mit ca 250 kleinen und großen Katzen. Ich war mehr für die Hunde zuständig. Das Hundehaus von Marmaris war und ist verseucht mit dem Paro Virus und dem Zwingerhusten. Hunde die ich rausgeholt habe, mußte ich oft nach langer Behandlung einschläfern lassen. Jeden Monat konnten wir 10 Hunde von der Straße fangen und Kastrieren lassen. Nach erfolgreicher Behandlung mußten wir sie wieder gehen lassen. Bei einer riesigen Hündin( Kangalmix) verheilte die Wunde jedoch nicht und sie zog bei mir zu Hause ein. Sie war ein Traumhund und begleidete uns überall hin. Es gab nie Probleme, obwohl sie ca.4 Jahre auf der Strasse gelebt hatte. Sie lebt heute auf einem Bauernhof bei München und ich vermisse sie nach wie vor, aber in der Stadt hätte sie sich bestimmt nicht wohl gefühlt.
    Einen super Labbimix- welpen hatte ich auch aus dem Tierheim geholt. So einen Welpen hatte ich auch noch nie gehabt. Der hörte vom ersten Tag und war der treuste Welpen den ich je hatte. Leider musste ich den Kampf um sein Überleben nach 8 Wochen aufgeben und ihn einschläfern lassen..Zwingerhusten und Paro ließen sich nicht vertreiben.
    Ich habe nie schlechte Erfahrungen mit Strassenhunden gemacht, egal wie alt sie waren. Nur sollte man sich sehr gut überlegen, ob man dem Strassenhund gerecht werden kann, da er doch ein gewisses Maß an Freiheiten benötigt. Ich denke Ihn in einer Stadtwohnung zu halten wird bestimmt problematisch.

  21. #20
    Katzenfreundin Katzenfreundin ist offline
    Böse Kratzbürste!!!
    Registriert seit
    Aug 2002
    Beiträge
    2.803
    Seit sieben Monaten lebt eine Portugiesin bei uns. Sie wurde von dort in eine hiesigen TH gebracht. Alles was ich von ihr weiß ist, dass sie von der Straße aufgelesen wurde. Von einer Touristin, und ungefähr sechs Jahre alt ist.

    Aber ich hab den Hund gesehen und mich in sie verliebt. Sie ist ein wirklicher Schatz. Manchmal ist sie noch etwas unsauber und die Fellpflege ist manchmal der Hammer, das sie als Wolfsspitzmix ein wahnsinnig dichtes undurchdringliches Fell hat.
    Mit meinem Kind und den Katzen versteht sie sich super und sie hat sich sehr gut eingelebt. Sie lernt schnell und ist unglaublich dankbar. Fahren mit Auto, Bahn oder Bus mag sie gern. Sie hat zwar ihren eigenen Kopf und hat so gut wie nichts Angst, aber sie ist nicht mein erster Hund. Ich komme damit klar.

    Ich war eigentlich immer dafür keine Hund aus dem Ausland hier einzuführen. Sei es wegen der Krankheiten oder weil diese Hunde mit unserem Feuchtkalten Klima nicht klarkommen. Unser Bonnie fühlt sich am wohlsten bei Minusgraden. Darum wurde sie in Portugal auch nur Nachts gesehen. Aber bei einer Bekannten ist es ganz anders. Sobald es im Herbst oder Frühling regnet muss sie ihrem Hund schon einen Mantel anziehen. Sonst geht die Dame gar nicht erst raus. Sie ist ein Windhundmix. Dünnes, kurzes Fell ohne jede Unterwolle.
    Man sollte überlegen was für Hunde man hierher nach DE bringt. Nicht nur wegen der Krankheiten. Sowenig wie man Schlittenhunde in den Süden bringen sollte, sollte man dünnfellige Hund in den Norden bringen. Der eine oder andere der hier aufwuchs steckt das weg, aber ich kenne inzwischen so einige Hundebesitzer, die bei schlechtem Wetter ihren Hund grad mal in den Garten lassen.

  22. #21
    Corinna833 Corinna833 ist offline

    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    1.359

    Erfahrungsberichte

    Die letzten Beiträge sind nun schon ein bisschen älter, trotzdem poste ich hier einfach mal.

    Ich habe nämlich gerade (seit heute) ebenfalls einen Türken bei mir zuhause. Ich habe mich im Vorfeld informiert und war erschreckt, wieviel Warnungen gekommen sind, von wegen "tickende Zeitbombe" und so. Trotzdem ist es ja so, wenn man einen Hund sieht ist ers oder er ist es nicht. Oder?? Bei Pelle war das so. Ich denke es ist auf jeden Fall wichtig, zu wissen, was alles sein KÖNNTE... aber ich bin froh, auch soviele positive Berichte gelesen zu haben.

    Jetzt bin ich gespannt, wie Pelle sich so entwickelt. Der erste Tag war glaub ich sehr positiv. Außer dass er extreeeeem verfressen ist und noch andere Rüden anpöbelt (hat er sich im Tierheim angewöhnt) hat er sich heute nur von einer äußerst angenehmen Seite gezeigt.

    Außer: er pupst ganz übel!! ;-) Hoffentlich legt sich das bald wieder, wenn er vernünftiges Futter bekommt... ich glaub jetzt will er mal raus.

    Würd mich freuen, noch den einen oder anderen Erfahrungsbericht zu hören!!

  23. #22
    Neofee Neofee ist offline

    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    169
    Wie alt ist denn dein Guter.
    Ich habe auch einen spanier, er ist der perfekte Hund.
    Er hat sogar mit mir Geburtstag^^

    Er wird bald 10 Monate alt und ist der traumhund überhaupt.
    Er lebt noch mit zwei anderen Hunden bei mir, die aus einem TH in frankreich kommen.

    Es sind alle drei die absoluten traumhunde, die sich mit jedem verstehen, kinder überalles lieben und ich für jeden die hand ins feuer legen würde.

  24. #23
    Silush Silush ist offline

    Registriert seit
    Mar 2009
    Beiträge
    211
    Guten Morgen,

    ich habe ebenfalls einen Hund aus Spanien. Er kam mit 4 Monaten nach Deutschland und ist jetzt 4 Jahre alt. Ein Schnauzer-Terrier-Mischling, wobei der Terrier ganz klar durchkommt. Idefix (den Namen bekam er schon in Spanien) hat leider wahnsinnige Angst vor Kindern, Jugendlichen und dunkel gekleideten Männern; diese Angst bekommen wir leider nicht mehr aus ihm raus.

    Eine Freundin hat einen schönen Kangal-Mischling aus der Türkei, der ebenfalls ängstlich ist, und bei allem, was unbekannt ist, einen großen Bogen macht.
    Leute, die er kennt, siehst er schon vom weiten, bevor die ihn überhaupt sehen und fängt dann immer freudig an zu heulen und zu bellen.

    Liebe Grüße,

    Silush

  25. #24
    Katzenfreundin Katzenfreundin ist offline
    Böse Kratzbürste!!!
    Registriert seit
    Aug 2002
    Beiträge
    2.803
    Man hört und sieht oft, dass Hunde aus dem Ausland oft verängstigt sind. Meiner Meinung nach liegt es wohl an den Menschen denen sie vorher begegneten.

    Boneca ist ganz das Gegenteil. Inzwischen weiß ich ja, dass sie ein Kettenhund war der mit sehr vielen anderen Hunden auf einem Hof gelebt hatte. Sie ist Menschen gegenüber freundlich, reagiert aber sofort wenn jemand ein schnelle Bewegung macht. Sie geht sogar soweit, dass sie die Leute anknurrt. Ich war selbst überrascht wie sehr sie auf den Nachtwächter (mittelalterliche Touristenaktraktion unserer Stadt) los ging. Er traf sie versehendlich mit seiner Laterne an der Schnauze. Danach war sie gar nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Aber statt sich zu verziehen knurrte und bellte sie ihn an.

    Mit ängstlichen Hunden zu arbeiten ist sehr schwierig. Viele Halter machen den Fehler ihren Hund zu beruhigen wenn er veränstigt ist. Für den Hund ist aber das Beruhigen und Streicheln eine Bestätigung die ihm in seiner Angst recht gibt.

    Um einem Hund die Angst zu nehmen muss man in ganz kleinen Schritten arbeiten. Am Besten verbindet man die Situation die Angst bereitet mit etwas das der Hund total klasse findet. Und der Hund darf das dann auch nur noch in Verbindung mit der angstauslösenden Situation bekommen.

    Und das Ganze dann immer in ganz kleinen Teilschritten. Erst wenn der Hund entspannt an eine Situation rangeht, kann man den nächsten Schritt wagen.

    Im Idealfall nimmt man sich natürlich einen Fachmann zur Hilfe.

  26. #25
    Corinna833 Corinna833 ist offline

    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    1.359
    Also Pelle ist zwischen 3 und 4 Jahren alt. Als Rasse haben die ihm Tierheim Schäferhund-Mix gesagt, in der Hundeschule (war mal beim Infotag heute) sagten sie es könnte es Malinois mit drin sein, Ausdruck und Gesicht erinnern mich irgendwie an einen Labbi... schwer zu sagen also. Labrador würde auch passen, weil er halt so unfassbar verfressen ist ;-) und auf Wasser fährt er glaube ich auch ab.

    Er ist noch nicht ganz stubenrein und halt gar nicht erzogen, das ist z.Zt. noch problematisch. Er will sofort mit allem und jedem spieleln und springt Menschen erstmal begeistert an. Heute morgen wollte er dringend beschäftigt werden, wir hatten allerdings keinerlei Kauknochen da, da hat er wirklich alles erstmal aus den Schränken geholt und probiert, ob er das wohl zerkauen darf... ;-) also viel Schlaf haben wir nicht bekommen. Aber am Anfang ist ja eh alles soooo aufregend.

    Das einzige, was mir an ihm momentan Sorgen macht ist folgendes: mal geht er supergut an der Leine, zieht auch nicht bzw. achtet genau auf mich. Dann wieder (wie heute nachmittag) ist er völlig gestresst und, was noch viel schlimmer ist: er hat manchmal Phasen, da würde er andauernd vor jedes Auto springen, wenn ich ihn lassen würde! Es ist echt schwer, ihn an der Leine zu halten, weil er richtig wild wird und wirklich genau IN DAS Auto springen will! Bei Fahrrädern ebenso, aber abgeschwächt. Und er rastet mehr aus, je größer das Fahrzeug ist... allerdings macht er das nur bei entgegenkommenden Autos. Das war echt sehr stressig heute und ich weiß grad nicht, wie wir das in den Griff bekommen können... sicher, er ist grad erst bei uns, aber... weiß auch nicht. Kann mir da jemand weiterhelfen??

    Ängstlich ist er eigentlich überhaupt nicht. Meistens freut er sich, bei Rüden ist er rüpelhaft... es wirkte sogar teilweise, als wollte er auf die Autos zustürmen wollen wie um sie zum Spielen aufzufordern! Echt eigenartig...

 

 

Ähnliche Themen

  1. hat jemand erfahrung?
    Von Whiskas im Forum Homepage-Erstellung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 28-11-2007, 21:43
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 05-09-2007, 08:24
  3. Erfahrung mit Rodipet-Laufrädern?
    Von Artemis im Forum Hamster
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 12-11-2005, 08:04
  4. Erfahrung mit Rhodesian Ridgebacks?????
    Von becci16 im Forum Hunde
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 15-06-2004, 19:57
  5. Erfahrung nach Kastration
    Von Katzentrine im Forum Katzen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 05-01-2004, 13:52

Search Engine Optimization by vBSEO ©2011, Crawlability, Inc.