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Hilfe, hilfe: Dringende Erziehungsprobleme

  1. #1
    Obrac Obrac ist offline
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    Sep 2005
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    Hilfe, hilfe: Dringende Erziehungsprobleme

    Hallo.. Aaaalso.. ich habe einen drei Monate alten franz.Bulldogge-Lhasa Apso-Mischling und verschiedenste Probleme..

    1) Er ist gerade im Zahnwechsel und kaut an allem möglichen herum, leider auch an Menschen. D.h. er schnappt die ganze Zeit nach Händen, die ihn streicheln wollen etc. Man kann ihn kaum noch richtig anfassen. Kann man etwas dagegen machen? Ich schimpf schon immer, werf ihn auf den Rücken und halte ihn fest, bis er sich beruhigt. Das hilft aber nicht wirklich.

    2) Manchmal knurrt er ziemlich bedrohlich,
    z.B. wenn er irgendwo rumliegt und man will ihn hochheben. Wenn man z.B. irgendwo zu Besuch ist und will gehen, dann knurrt er und schnappt nach mir. Das darf ja natürlich nicht sein.. Was kann man da machen?

    3) Wenn man mit ihm spazieren geht (mit Leine), läuft er einem immer quer vor den Füßen her. Ich möchte aber, dass er nur auf einer Seite bleibt, sonst stolper ich dauernd über ihn. Ich ziehe ihn dann immer wieder zurück, aber er versucht trotzdem permanent, zur anderen Seite zu laufen.

    4) Beim Spazierengehen will er ziemlich oft nicht mitkommen. Er bleibt dann einfach stehen oder setzt sich sogar hin. Wenn ich an der Leine zerre, dann sträubt er sich und erstickt fast, weil er einfach nicht mitkommen will. Das ist ziemlich nervig..

    5) Wenn man ihn von der Leine lässt, z.B. im Garten und möchte ihn später wieder mitnehmen, dann denkt er, es ist ein Spiel und rennt weg. Das dauert dann ewig lange, bis man ihn fangen kann. Er kommt auch nicht, wenn man ihn ruft. Wie schafft man es, dass er hört?

    Wenn man generell mit ihm schimpft, dann wedelt er mit dem Schwanz und freut sich. Man kann so laut schreien wie man will, das stört ihn überhaupt nicht. Ich weiss nicht, wie ich ihm gewisse Sachen klarmachen soll. So sieht er übrigens aus: Hier klicken
    Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn ihr mir bei dem einen oder anderen Problem helfen könntet..
    Obrac

  2. #1
    Anzeige Obrac ist offline

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  3. #2
    Baileys
    Hallo,

    ich drösel Deine Fragen mal auf...

    Zitat Zitat von Obrac
    1) Er ist gerade im Zahnwechsel und kaut an allem möglichen herum, leider auch an Menschen. D.h. er schnappt die ganze Zeit nach Händen, die ihn streicheln wollen etc. Man kann ihn kaum noch richtig anfassen. Kann man etwas dagegen machen? Ich schimpf schon immer, werf ihn auf den Rücken und halte ihn fest, bis er sich beruhigt. Das hilft aber nicht wirklich.
    Also zu dem Zahnwechsel: es ist normal, dass ein Junghund im Zahnwechsel vermehrt kauen will. Gib ihm ein Spieltau oder einen Kong, damit er darauf kauen kann. Du kannst ihm auch ruhig einen Rinderhautknochen zum kauen geben. Du tust Deinem Hund einen großen Gefallen, wenn Du ihm etwas anbietest.
    Dann zu dem streicheln: Wie wird er gestreichelt? Kommt die Hand über den Kopf? Das mögen Hunde überhaupt nicht über den Kopf gestreichelt zu werden. Wahrscheinlich kannst Du auch beobachten, dass er zurückweicht. Wenn er gestreichelt wird, dann zeig ihm zunächst Deine Hand und streichle ihn an der Seite. Du kannst ihm auch gleichzeitig mit der anderen Hand Leckerli geben. Wenn er zwickt, dann "quietsche" so, dass der Hund merkt, dass es dir weh tut und/oder sage ihm ein strenges "Nein". Wirklich nur ein Wort als Kommando und ihm kein Roman erzählen, warum er es nicht darf. Er wird es nicht verstehen. Achso, lasse andere/fremde Menschen den Hund nicht streicheln, wenn er zwickt.
    Wenn ihr mit mehreren Leuten zusammen wohnt ist es auch wichtig, dass alle es gleich machen mit den gleichen Kommandos. Es bringt dem Hund überhaupt nichts außer Verunsicherung, wenn jeder anders mit dem Hund umgeht.

    Und noch was: tobe Deinen Hund mal richtig aus. Wenn er schön müde ist, dann kuschel’ Dich mit ihm mal hin und streichle ihn überall. Nehme die Pfoten in die Hand und tu so, als ob Du sie untersuchen willst. Lobe ihn dabei, wenn er still hält. Dann streichle ihm den Bauch, betüddel die Ohren, als Du mal rein sehen willst (nicht dran ziehen, wenn er zappelt) Auch schau ihm mal ins Maul. Das ganze sind Geduldsübungen, die man immer mal wieder üben sollte. Du kannst ihn dabei auch mit Leckerli voll stopfen. So verknüpft er Deine "Untersuchungen" mit etwas Positivem. Diese Übungen machst Du immer mal wieder ein paar Minuten. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn er schön müde ist. Also nicht machen, wenn der Hund grad eh ganz aufgedreht ist.

    2) Manchmal knurrt er ziemlich bedrohlich, z.B. wenn er irgendwo rumliegt und man will ihn hochheben. Wenn man z.B. irgendwo zu Besuch ist und will gehen, dann knurrt er und schnappt nach mir. Das darf ja natürlich nicht sein.. Was kann man da machen?
    Als erstes: Warum willst Du ihn hochheben? Rufe den Hund zu Dir und gehe dann mit ihm los. Wenn er nicht kommt, dann lock ihn an - entweder mit Leckerli oder mit einem Spiel. Entferne Dich ein bissel vom Hund und fange auf dem Boden ein wildes Spiel mit einem Ball an. So dass er merkt, dass er bei Dir ganz schön etwas verpasst. Wenn er dann herkommt, belohne ihn mit Stimme und mit einem wilden Spiel mit dem Ball. Beende das Spiel von Dir aus und leine ihn dann an und du kannst ihn ruhe mit ihm nach Hause gehen.
    Es hat immer ein Grund, warum ein Hund vorher knurrt und dies sollte je nach Situation schon akzeptiert werden. Wobei beißen nicht toleriert werden darf. Man muss die Situation vorher schon klären.

    3) Wenn man mit ihm spazieren geht (mit Leine), läuft er einem immer quer vor den Füßen her. Ich möchte aber, dass er nur auf einer Seite bleibt, sonst stolper ich dauernd über ihn. Ich ziehe ihn dann immer wieder zurück, aber er versucht trotzdem permanent, zur anderen Seite zu laufen.
    Ja das Problem kenne ich nur zu gut. Aber bedenke bitte, dass dein Hund erst 3 Monate alt ist und Du hast ihn erst seit ein paar Wochen. Das Leben ist noch viel zu aufregend für Deinen Hund. Wichtig ist, dass Du für Dich eine Seite festlegst, auf welcher Seite der Hund laufen soll. Offiziell sagt man der Hund soll auf der linken Seite gehen. Ich persönlich führe meine Hunde auf der rechten Seite. Ich komme damit besser klar. Wenn Du später Agility oder so machen möchtest, solltest Du den Hund links führen. Beim führen ist es wichtig, dass Du konsequent bist. Also, wenn er Dir nicht vor die Füße laufen soll, dann muss Du dies auch immer versuchen zu verhindern. Also nicht mal tolerieren und dann wieder schimpfen. Ich habe es anfangs auch gehabt, dass ich übern Hund gestolpert bin. zuletzt bin ich dann absichtlich über den Hund gestolpert, damit er mal etwas merkt. Ob das jetzt nen guter Ratschlag ist weiß ich auch nicht.

    Ach da fällt mir was ein. Baue beim Spazieren gehen immer wieder Richtungswechsel ein. Du kannst es auch mal übertreiben. 5 Schritte geradeaus. Dann hacken kehrt und links rum laufen. Dann mal wieder umdrehen, mal rechts rum. Diese Richtungswechsel machst Du ganz spontan und ohne Kommandos. Du wirst schnell merken, dass Dein Hund auf dich achten wird. Ach so die Leine dabei kürzer halten.

    Gerade wenn er irgendwo hin will und dann wie blöd zieht, dann in die Gegenrichtung gehen. Auch hier ist es wieder besser, wenn der Hund sich vorher etwas austoben kann. Man hat einfach besser Erfolgsmöglichkeiten.

    4) Beim Spazierengehen will er ziemlich oft nicht mitkommen. Er bleibt dann einfach stehen oder setzt sich sogar hin. Wenn ich an der Leine zerre, dann sträubt er sich und erstickt fast, weil er einfach nicht mitkommen will. Das ist ziemlich nervig..
    Also hinterher ziehen ist Grundverkehrt! Wieder kommt Leckerli und Spielzeug zum Einsatz. Motivier Deinen Hund! Fang wieder ein wildes Spiel mit dem Ball an und lobe ihn mit dem Spiel. Auch Leckerli darfst Du ruhig geben. wichtig hierbei ist auch, dass Du sofort den Hund lobst. Schon wenn er wieder aufsteht, lobst Du ihn überschwänglich (mit Worten). Es kann auch viel helfen, wenn Du dich in die Hocke setzt und die Arme ausbreitest. Bei uns hat dies sehr gut geholfen.
    Wenn er überhaupt nicht mitlaufen will, dann gehst Du zu ihm hin und trägst ihn ein Stück. Er wird ja noch nicht so schwer sein. wichtig ist, dass Du ihn immer und in jeder Situation lobst und motivierst.
    Es darf dir auch nicht peinlich sein mitten auf dem Weg ein Spiel mit ihm anzufangen und ihn ausgiebig zu loben.

    5) Wenn man ihn von der Leine lässt, z.B. im Garten und möchte ihn später wieder mitnehmen, dann denkt er, es ist ein Spiel und rennt weg. Das dauert dann ewig lange, bis man ihn fangen kann. Er kommt auch nicht, wenn man ihn ruft. Wie schafft man es, dass er hört?
    Hey super! Du spielst "fangen" mit Deinem Hund! Damit kann man doch jedem Hund ein heiden Spaß bereiten! Es ist wirklich so!
    Du denkst "komm endlich her Du Mistköter" und rennst ihm hinterher.
    Er denkt: "fein, Herrchen will mit mir fangen spielen - das macht Spaß"

    Also.. erstens solltest du Deinen Hund nicht nur rufen, wenn Du wieder reingehen willst, sondern auch immer wieder zwischendurch - ohne wirklich etwas von ihm zu wollen.

    Mach es mal so:
    Rufe Deinen Hund. Wenn er nach Dir sieht, dann läuft DU weg! Kommt er zu Dir gelaufen, dann fängt du noch während er zu Dir läuft, ein wildes Spiel mit dem Ball an und lobst ihn mit Spiel und Leckerli. Dann hörst du wieder auf. Gehst wieder vom Hund weg. Wieder rufst Du ihn und läuft weg von ihm! Du kannst Dich auch mal hinter einem Strauch verstecken. Wenn er zu Dir kommt, wird er ausgiebig gelobt!

    Der Hund muss lernen, dass er nicht nur herkommen muss, wenn es an die Leine geht oder wieder ins haus geht, sondern weil es sich für ihn wirklich lohnen kann (Leckerli). Du musst Dich interessant für den Hund machen.

    Wenn man generell mit ihm schimpft, dann wedelt er mit dem Schwanz und freut sich. Man kann so laut schreien wie man will, das stört ihn überhaupt nicht. Ich weiss nicht, wie ich ihm gewisse Sachen klarmachen soll. So sieht er übrigens aus: Hier klicken
    Also bitte, jetzt muss ich mal wirklich schimpfen!
    Bist Du sicher, dass er sich freut, wenn du schimpfst?
    NEIN er freut sich NICHT! Mit dem Schwanzwedeln will er Dich beschwichtigen, damit Du nicht mehr schimpfst! Er will Dich damit beruhigen und die Situation runter spielen. Ganz ehrlich.. man schreit seinen Hund nicht an! Warum auch? Es bringt Dir überhaupt nichts.
    Und sie mal ehrlich: Ist es für Dich motivierend, wenn Dich jemand anschreit? Ich würde demjenigen nen Vogel zeigen und sagen: "Sprich erstmal ordentlich mit mir!". Dein Hund wird sicherlich auch Angst haben, dass er noch mehr Ärger bekommt, wenn er herkommt.

    Oft sieht man Situationen, wo ein Herrchen seinen Hund brüllend hinterher rennt. Dann kommt der Hund doch wieder zurück und als Dank bekommt er erstmal ne tracht Prügel oder wird zusammen gebrüllt. Wenn Du ein Hund wärest, dann würdest du beim zweiten Mal doch nicht wieder zum Herrchen laufen, oder?

    Insgesamt würde ich Dir empfehlen, sehr viel mit Leckerli und Spiel zu arbeiten. Du brauchst keine Angst wegen den Leckerli’s haben. Die werden später nach und nach abgebaut. Wobei es doch überhaupt nix schlimmes ist, wenn auch ein erwachsener Hund noch mit Leckerlie belobt wird. Meine Hündin (4 Jahre alt) bekommt heute auch noch Leckerli, wenn sie etwas gut gemacht hat.

    Zu dem Spielzeug: Wir benutzen einen sog. Schleuderball. Man kann den Ball gut an der Schlaufe festhalten und der Hund mit dem Ball spielen. Du kannst aber auch ein Tau oder eine alte Socke nehmen. Das ist egal. Wichtig ist es das es für den Hund interessant ist.

    Interessant machen kannst Du es, indem er das Spielzeug sonst nicht haben darf. Es liegt irgendwo oben in ein Regal oder so. Du zeigst es dem Hund immer wieder und legst es wieder zurück ins regal. Dann beginnst Du wieder ein wildes Spiel mit dem Ball und packst es urplötzlich wieder zurück ins Regal. Er muss richtig heiß sein, auf dieses Spielzeug! Dieses Spielzeug benutzt Du dann, wenn Du mit ihm arbeitest, draußen bist. Du bestimmst, wann damit gespielt wird und beendest das Spiel von Dir aus wieder. So bleibt das Spielzeug für ihn immer interessant.

    Allgemein zur Erziehung: Erziehung eines Hundes geht nicht über Gewalt und Einschüchterung, sondern über Lob, Bestätigung und Motivation.


    Hm.. jetzt habe ich hier wirklich einen Roman geschrieben

    Hast Du vielleicht auch schon mal drüber nachgedacht eine Junghundegruppe zu besuchen? Ich persönlich hätte nie gedacht mal ne Hundeschule von innen zu sehen. jetzt will ich es überhaupt nicht missen und selbst mit meiner Großen gehe ich regelmäßig zum Spieltreff. Es geht ja nicht darum, einen perfekt erzogenen/gedrillten Hund zu bekommen. Es sind einfach immer wieder kleine Tipps, die man bekommt und die es einem sehr erleichtern. Und schon allein die Hunde untereinander spielen zu sehen ist genial!

    Ich hoffe ich konnte Dir damit ein paar Tipps geben können. Und ich würde mich freuen, wenn Du über Erfolge berichten könntest. Darfst auch gerne noch Fragen stellen, wenn Dir etwas nicht klar ist oder Du noch etwas wissen möchtest

  4. #3
    Obrac Obrac ist offline
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    Ersteinmal vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Vieles hilft mir sicherlich sehr weiter. Zu einigen Punkten möchte ich etwas sagen.

    Als erstes: Warum willst Du ihn hochheben? Rufe den Hund zu Dir und gehe dann mit ihm los.
    So geht das aber nicht immer. Ich kann nicht immer eine halbe Stunde vor dem Hund knien und ihn anbetteln, doch endlich mal von der Couch runterzukommen, ganz abgesehen davon, dass er auch nach einer halben Stunde nicht kommen würde. Ferner wohne ich im ersten Stock und muss ihn die Treppen runtertragen, also muss ich ihn schon hochheben. Es gibt immer wieder SItuationen, wo ich ihn hochheben muss, z.B. wenn ich Angst habe, dass er auf die Straße rennt.

    Es hat immer ein Grund, warum ein Hund vorher knurrt und dies sollte je nach Situation schon akzeptiert werden. Wobei beißen nicht toleriert werden darf. Man muss die Situation vorher schon klären.
    Ich dachte immer, ein Hund darf sein Herrchen nicht anknurren. Das Knurren ist doch eine sehr ernste Angelegenheit. Wenn der Hund andere anknurrt, dann wird er sich wohl auch nicht von seinem Herrchen beruhigen lassen, wenn er auch diesen anknurren würde, oder?

    Also bitte, jetzt muss ich mal wirklich schimpfen!
    Bist Du sicher, dass er sich freut, wenn du schimpfst?
    NEIN er freut sich NICHT! Mit dem Schwanzwedeln will er Dich beschwichtigen, damit Du nicht mehr schimpfst! Er will Dich damit beruhigen und die Situation runter spielen. Ganz ehrlich.. man schreit seinen Hund nicht an! Warum auch? Es bringt Dir überhaupt nichts.
    Hmm, ja, eigentlich bin ich mir schon ziemlich sicher, dass er sich freut. Er leckt mir ja auch die Hand und verhält sich nicht anders als sonst. Eigentlich bin ich schon der Meinung, dass man auch mal mit seinem Hund schimpfen muss. Was soll man auch sonst machen, wenn er etwas verbotenes tut. Wenn er hinter meinen Katzen herjagt, dann muss ich auch mal schimpfen. Wenn er die Blumen meiner Eltern abfrisst, dann schimpfe ich auch. Ich wüsste auch nicht, was man sonst tun sollte, lasse mich natürlich aber gerne belehren. Meine Schwester geht mit ihrem Jack Russel in eine Hundeschule und dort wird den Leuten auch geraten, mit ihren Hunden zu schimpfen. Der Hund sollte doch auch einen gewissen Respekt vor seinem Herrchen haben. Das ist nunmal keine gleichberechtigte Partnerschaft, sondern eine hirarchisch ganz klar abgesteckte. Von Gewalt kann natürlich trotzdem keine Rede sein..

    Hast Du vielleicht auch schon mal drüber nachgedacht eine Junghundegruppe zu besuchen? Ich persönlich hätte nie gedacht mal ne Hundeschule von innen zu sehen. jetzt will ich es überhaupt nicht missen und selbst mit meiner Großen gehe ich regelmäßig zum Spieltreff. Es geht ja nicht darum, einen perfekt erzogenen/gedrillten Hund zu bekommen. Es sind einfach immer wieder kleine Tipps, die man bekommt und die es einem sehr erleichtern. Und schon allein die Hunde untereinander spielen zu sehen ist genial!
    Darüber nachgedacht habe ich schon, nur fehlt mir ehrlich gesagt das Geld dafür. Mein Hund ist aber ohnehin recht viel mit anderen Hunden zusammen. Tipps bekomme ich sehr viele von meiner Schwester, die, wie gesagt eine solche Schule besucht.

    Auf jeden Fall bedanke ich mich für die guten Ratschläge, die mir bestimmt sehr weiterhelfen werden..

    /Obrac

  5. #4
    Lilly
    Wie hebst du den Kleinen denn hoch? Vielleicht tust du ihm dabei weh und er hat Schmerzen und knurrt deshalb?!

    Meiner Meinung nach hat ein Hund seinen Menschen nicht anzuknurren (was nicht heisst, das er generell nicht knurren darf) - bin mir aber nicht sicher, ob dein Hund überhaupt richtig knurrt. Hunde "knurren" ja auch zB. im Spiel - da ist das natürlich wieder was ganz anderes und durchaus erlaubt. Knurren ist also nicht immer gleich knurren.

    Wenn sich dein Hund nicht von der Couch verscheuchen lässt - wieso ist er dann überhaupt oben? Wenn ein Hund beginnt, einen Platz für sich zu beanspruchen und sich durch sein Herrchen /Frauchen von dort nicht mehr problemlos wegscheuchen lässt, stimmt was mit der Rangstruktur nicht - dh. erkennt dich dein Hund eventuell nicht als ranghöher an und das kann böse enden. In solchen Fällen sollte man den Hund nicht mehr auf Couch, Bett... lassen und sich auch an diverse andere Regeln (wie zB. Mensch geht vor dem Hund durch die Türe, isst bevor der Hund zu fressen bekommt...) halten. Das sind Regeln die dem Hund - ohne Gewaltanwendung zeigen - das Mensch über ihm steht. Solche Aktionen sind überflüssig, wenn Hund seine Stellung in der Familie kennt und akzeptiert; tut er das aber nicht, sind sie kleine Signale, die dem Hund zeigen sollen, wo er steht - nämlich unter seinen Menschen!

    Beruhigen lässt sich ein Hund übrigens sowieso nicht - vom Menschen gesetzte Beruhigungsgesten werden vom Hund eher als Bestätigung aufgefasst und sollten deshalb unterlassen werden. Und ob ein Hund seine Artgenossen anknurrt hat nichts damit zu tun, ob er sein Herrchen/Frauchen anknurrt!

    Das man mit einem Hund auch mal schimpfen muss, steht ausser Frage, aber dass er sich darüber freut, interpretierst du tatsächlich völlig falsch! Schwanz wedeln bedeutet nicht - wie viele denken - schlicht Freude, sondern es bedeutet Auf- oder Erregung; unabhängig davon ob diese positiv oder negativ ist. Hände lecken ist auch ein Zeichen von Beschwichtigung!
    Und schimpfen heisst nicht automatisch schreien! Schmipfen bedeutet eigentlich nur, seinem Hund zu zeigen, dass gerade getätigtes Verhalten nicht akzeptabel und somit künftig zu unterlassen ist. Bei Hunden reicht die Palette hier von einem leichten Hochziehen der Lefzen über Knurren bis hin zu Schnauzgriff, am Nacken packen und niederdrücken (nicht schütteln!!!), zwicken , beissen oder wegschleudern des anderen - je nach "Härte" des Vergehens oder auch je nachdem wie hartnäckig der andere ignoriert, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist.

    In jedem Fall solltest du aber nicht vergessen, dass dein Hund noch ein kleines Kind ist. Wenn du Welpen beobachtest - die sind untereinander oft auch recht wild miteinander. Du solltest deinen Kleinen unbedingt weiter zum spielen animieren, nur das zwicken sollte später mal tabu werden - das muss er aber erst lernen!

  6. #5
    schnuppe® schnuppe® ist offline
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    Zitat Zitat von Obrac
    Darüber nachgedacht habe ich schon, nur fehlt mir ehrlich gesagt das Geld dafür. Mein Hund ist aber ohnehin recht viel mit anderen Hunden zusammen. Tipps bekomme ich sehr viele von meiner Schwester, die, wie gesagt eine solche Schule besucht.
    /Obrac
    also in unseren lokalen hundeverein, ist die welpenstunde kostenlos, d.h. jeder der möchte, gibt ab und zu was für die kasse.
    ich finde welpensunde ist eines der wichtigsten dinge für so einen kleinen wurm allein wegen der sozialisation.

    @baileys ALLE ACHTUNG...dein beitrag ist so gut, den könnte man an einen verlag schicken

    liebe grüße
    schnupp

  7. #6
    phil phil ist offline

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    2.227
    Hi!

    Ich kenne mich zwar nicht gut mit Hunden aus aber mir kam da noch eine Frage auf:

    Kann es sein, dass der Hund schlecht hört oder taub ist? Also ich meine wenn er nie hört und falls er sich tatsächlich freut, wenn er angeschrieen wird?

    Das kann man ja sicher ganz leicht testen.

  8. #7
    clickertante clickertante ist offline
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    Böse WELPEN-Erziehung....

    hallo!
    ich habe nur den beginn dieses threads gelesen und mir kräuseln sich die fußnägel!
    1. dein hund ist gerade erst ein paar wochen auf dieser welt und du erwartest von ihm, daß er sich verhält wie ein erwachsener, wohlerzogener, leinenführiger hund? pfui!
    Erziehung bedeutet viel arbeit und geduld!!!

    Ein 12 wochen junger hund entfernt sich noch ungern von seiner höhle (=wohnung), denn draußen in der wildnis dieser welt lauern (laut seinem instinkt) gefahren! er würde in freier natur jetzt erst langsam die nährere umgebung erforschen. außerdem: wie lange gehst du denn mit dem kleinen racker spazieren? in dem alter sind sehr kurze, aber dafür mehr spaziergänge angesagt.
    du solltest DRINGEND eine welpenschule aufsuchen, und den trainern dort all die dinge erzählen, die du hier gefragt hast!

    dein hund sollte einen platz haben, wo er nicht gestört wird! ständiges anfassen ist für einen hund fast wie eine art vergewaltigung. wenn du ständig zu ihm gehst, ist es kein wunder, daß er nicht mehr zu dir kommen möchte.
    du mußt seinen nachlauftrieb fördern! belohn ihn (ohne anfassen!!!) mit der stimme und häufig auch mit mini-leckerlis, wenn er zu dir kommt.
    außerdem: was hat der hund auf dem sofa zu suchen, wenn ihr jetzt schon soooo viele probleme habt?
    zerrspiele sind in der zeit der zahnung tabu! sie könnten schädlich sein. aber der kleine braucht immer etwas zum kauen zur freien verfügung.
    spiel nicht mit händen, sondern wenn, dann mit spielzeug! daran kann er sich gewöhnen. wenn er im spiel schnappt, brech den kontakt ab. steh auf und geh weg.
    anschreien ist absolut tabu! außerdem wird dir das sonst irgendwann in einer ernsten notsituation garnicht mehr helfen... versuch mal eine woche lang nur das nötigste mit ihm zu reden. dann merkst du erst, wie sehr du ihn wahrscheinlich schon vollgetextet hast...
    ständiges unterwerfen wird eurem vertrauensverhältnis nicht gerade förderlich sein.. LAß ES!!! es zerstört den hund innerlich! dein hund ist ein baby!!! mach die wohnung welpensicher! das ist besser, als ihm ein geschimpfe nach dem anderen zu geben. nach der zahnung wird das mit dem ständigen angekaue von verbotenen dingen wahrscheinlich von allein abflauen.
    dann kannst du ihn langsam damit vertraut machen, was erlaubt ist und was verboten. wenn er dann 2 tolle spielzeuge und einen kauknochen hat (und genug beschäftigung: geistig+körperlich), wird er vermutlich zufrieden sein.
    überleg mal, wie es dir gefallen würde, wenn deine mutter (auch wenn du schon 40 sein solltest..) ständig versuchen würde dich zu tätscheln, an dir rumzerrt, ständig etwas von dir verlangen würde, ohne dich dafür zu belohnen, etc... überdenke mal deinen gesamten umgang mit dem hund. geh zur hundeschule, laß dir dort rat von kompetenten fachleuten geben. lerne deinen hund zu verstehen! dann wirst du auch begreifen, warum er keinen anderen ausweg mehr sieht, als zu knurren und zu schnappen...
    und was die leine betrifft: benutze sie um deinen hund zu führen! ruck nicht an ihm rum! sobald er an deiner linken seite läuft lob den hund! aber laß ihm auch genug freiraum um zu schnuppern.

    so. nun hab ich mir etwas luft gemacht.
    hoffe, daß mein beitrag nicht schon unpassend ist, hab nur den anfang dieses themas gelesen.
    hier noch prima links:
    zum besseren verständnis: http://www.spass-mit-hund.de/seiten/...nale/index.htm

    und für artgerechte beschäftigung:
    http://www.spass-mit-hund.de

    dort findet man auch gute büchertips!....

    so. zum abschluß noch ein mahnwort:
    wer einen hund adoptieren möchte, der sollte sich VORHER über dieses LEBEWESEN informieren!!!

    gruß,
    clickertante

  9. #8
    Obrac Obrac ist offline
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    Hallo..
    auf ein paar Punkte möchte ich eingehen..#

    Wie hebst du den Kleinen denn hoch? Vielleicht tust du ihm dabei weh und er hat Schmerzen und knurrt deshalb?!
    Nee, ich tue ihm nicht weh.. er knurrt ja schon wenn ich meine Hand auf seinen Rücken lege. Er will in diesem Moment einfach nicht angefasst werden, weil er ja gerade so gemütlich da liegt.

    Kann es sein, dass der Hund schlecht hört oder taub ist? Also ich meine wenn er nie hört und falls er sich tatsächlich freut, wenn er angeschrieen wird? Das kann man ja sicher ganz leicht testen.
    Das schließe ich mal aus, denn er dreht auch immer seinen Kopf, wenn man seinen Namen ruft. Er hört das schon ziemlich gut.

    ich habe nur den beginn dieses threads gelesen und mir kräuseln sich die fußnägel! 1. dein hund ist gerade erst ein paar wochen auf dieser welt und du erwartest von ihm, daß er sich verhält wie ein erwachsener, wohlerzogener, leinenführiger hund? pfui! Erziehung bedeutet viel arbeit und geduld!!!
    Sorry, aber jetzt kräuseln sich MIR aber die Fußnägel. Meine Fragen am Anfang des Threads drücken doch lediglich mein Bestreben aus, meinen Hund zu erziehen. Wie kann sowas jemals falsch sein? Soll ich ihn einfach machen lassen, ohne ihn in irgendeiner Weise zu beeinflussen? Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass der Hund dann in Zukunft macht, was er will.

    dein hund sollte einen platz haben, wo er nicht gestört wird! ständiges anfassen ist für einen hund fast wie eine art vergewaltigung. wenn du ständig zu ihm gehst, ist es kein wunder, daß er nicht mehr zu dir kommen möchte.
    Wer sagt dir denn, dass er nicht so einen Platz hat? Wer sagt dir denn, dass ich ihn ständig anfasse? Ich finde es ziemlich anmaßend, mich hier anzuklagen, wo du doch nicht im Mindesten weisst, was für ein Leben mein Hund hier führt.

    so. nun hab ich mir etwas luft gemacht. hoffe, daß mein beitrag nicht schon unpassend ist, hab nur den anfang dieses themas gelesen.
    Doch, war er. Wenn du jeden, der Erziehungsfragen hat, so anfährst, dann ist ein vernünftiges Miteinander in einem Diskussionsforum nicht wirklich möglich. Stelle das nächste Mal lieber Fragen anstatt wahlos Anklagen auszusprechen. Danke.

    /Obrac

  10. #9
    Karina Karina ist offline
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    Hi Orbac

    Ich möchte dich jetzt nicht angreifen, aber wenn ich das so lese, denke ich mir einfach der kleine nimmt dich nicht ernst.

    Er knurrt dich an du geht weg, oder nimmst die Hand weg, er hatte seinen Erfolg. Er ist der Chef und du machst was er will.

    Auch wenn er noch ein Baby ist, hat er schon rausgefunden wie es geht.

    Das heißt du solltest jetzt einiges umgestallten. Mach ihm das leben ein bissi unbequemer und lob ihn für jeden Scheiß.

    Mit unbequemer meine ich kein Chouch sitzen mehr, kein ins Bett usw. wenn er wo liegen will hat er ja seinen Platz.

    Wenn du ihn rufst nimm ein Leckerli in die Hand, irgendwas was er total gerne hat, und dann ruf ihn erst. Zur Not zeig was du feines in der Hand hast. Wenn er kommt gibt ihn das Leckerli und Lob ihn als hätte er gerade den Nobelpreis bekommen.

    Wenn er was macht was er nicht soll bringt schimpfen gar nix. Ein lauteres scharfes nein oder Schluß erfüllt seinen Zweck auch, da der Hund dich ja nicht versteht, er weiß nicht was du meinst wenn du sagst: Das macht man aber nicht, oder ähnliches.

    Ich hatte es am Anfang auch schwer weil ich dachte, er ist doch noch ein Baby den kann ich doch nicht schimpfen/Erziehen. Blödsinn. Er hat gemacht was er wollte und ich hab geheult.
    Du mußt geduld haben und auch an dir arbeiten. Such dir klar Befehle was du wann zu ihm sagts, überlegt dir, was darf er was nicht und lob ihn immer wieder für alles was er gut macht

  11. #10
    Obrac Obrac ist offline
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    Hey..

    Das was du gerade beschrieben hast, mache ich seit gestern. Eigentlich wollte ich ihn generell auf die Couch lassen. Er hat da auch immer geschlafen und mich nie gestört, aber wenn es besser ist, wenn er unten bleibt, dann muss es wohl sein.
    Das Problem ist halt nur.. wenn er z.B. hinter den Katzen herrennt, dann reagiert er auf kein "nein". Er darf das aber definitiv nicht. Auch nicht einmal. Naja, vielleicht lernt er ja mal, was "nein" bedeutet.

    /Obrac

  12. #11
    clickertante clickertante ist offline
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    moin!
    sorry, wenn es wie ein angriff klang. so war das nicht gemeint. dein beitrag klang wie so manches, was ich schon bei anderen hundeanfängern erlebt habe.
    natürlich muß auch schon ein welpe lernen. vor allem, daß es nichts schlimmes ist, sich überall anfassen zu lassen. doch sollte man immer abwägen, ob das auch in DEM moment richtig ist, und man sollte es natürlich nicht übertreiben!

    da du geschrieben hast, daß du ihn "schon andauernd auf den rücken drehst" wirst du mir hoffentlich verzeihen, wenn ich das wörtlich nehme und daraus verstanden habe, daß du übertreibst.

    gerade welpenerziehung ist wichtig! aber auf die richtige art! es wäre doch zu schade, wenn der kleine groß wird ohne vertrauen zu dir. und schreien und ständiges unterwerfen ist definitiv der falsche weg!
    wie gesagt, ich will dich nicht angreifen, sondern nur, daß du diese art des umgangs überdenkst, weil es dem hund höchstens schadet.

    hier nun aber was konstruktives:

    vielleicht könnte dir dies helfen:
    http://www.spass-mit-hund.de/seiten/...toff/index.htm

    wenn du da etwas nach unten scrollst findest du die welpenbücher.

    gruß, clickertante

  13. #12
    Obrac Obrac ist offline
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    Hey..

    Das mit dem "auf den Rücken drehen" mache ich nur, wenn er knurrt oder sich garnicht mehr beruhigen will. Das wurde mir von einer Hundeschulengängerin so empfohlen. Wenn er knurrt, dann halte ich das für eine ernste Sache. Er darf einfach nicht knurren, um seinen Willen durchzusetzen.
    Ich will mich ja hier nicht streiten, weiss Gott nicht.. und ich stelle hier Fragen, um mehrere Meinungen einzuholen. Dass ich nicht alles richtig mache, ist mir auch klar, aber deswegen bin ich ja hier.

    /Obrac

    Danke für die Links.. ich werde sie mir mal in Ruhe ansehen.

  14. #13
    clickertante clickertante ist offline
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    WELPEN-Erziehung

    streiten ist sowieso unsinn.

    ich schätze, daß meine gestrige tagesform auch ein bissl für die art meiner formulierung zuständig war.. hatte einen tag mit jeder menge begegnungen mit hunde-UNverstand. sowas staut sich bei mir...
    es ist gut, daß du hilfe suchst! aber ferndiagnosen sind nicht wirklich gut. wenn man sich auf beschreibungen verlassen muß, sieht man nicht das ganze. ich denke, daß du doch besser etwas geld in fachleute vor ort investieren solltest.
    welpenkurse müssen nicht teuer sein! und dort bekommst du bestimmt gute tipps, denn dort sieht man deinen hund, hört nicht nur, was du siehst...
    allerdings ist es meist nicht einfach eine gute schule zu finden. in welcher region lebst du denn?

  15. #14
    clickertante clickertante ist offline
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    wenn das unterwerfen mehrmals täglich geschieht, ist es zu oft.
    es ist meist doch besser, wenn man den kontakt abbricht bevor es sich soweit hochschaukelt, daß der hund zu knurren oder gar schnappen beginnt.
    ich hatte mal einen hund im training, bei dem hat die vorherige schule zum rücken drehen in solchen situationen geraten. frauchen hat das dann auch fleißig praktiziert. das resultat: 8 monate und totaler beißer. der hund hat meist nicht verstanden WARUM er unterworfen wurde und ging irgendwann vom wehrtrieb in aktive aggression über. ignorieren ist wirklich meist der bessere weg...
    vielleicht findest du ja in einem guten welpenbuch antworten, doch such bitte auch nach einer guten welpenschule...
    viel glück!

  16. #15
    VampireMasterEva
    Ich knurr meistens zurück wenn mich Shiro anknurrt.
    Angst ist nämlich das LETZTE was man seinem Hund zeigen soll.
    Ich hab keinerlei Angst davor das Shiro MICH mal beisst, aber davor das sie mal jemand ANDRES beisst.
    Ich hatte auch am Anfang den Fehler gemacht und Shiro auf den Rücken gedreht, wurde ja in der HuSchu so propaiert.
    Ds Resultat daraus ist, das Shiro mir nicht mehr vertraut und wir nun mühsam mit einer teuren guten Trainerin das Vertrauen wieder aufbauen müssen.
    Bitte, geh jetzt in eine Hundeschule, so teuer sind die ja eigentlich nicht (hier bei uns 30€ im Monat für 4mal) und du hast später (hoffentlich) weniger Probleme.

    Shiro hat das nämlich auch früher gedurft. Also auf dem Bett und so weiter schlafen.
    Heute darf sie nicht mehr überall pennen und uns auch nicht mehr dauernd folgen und LANGSAM wird sie ruhiger und merkt, das sie uns vertrauen und sich auf uns verlassen kann.
    Investiere JETZT in die Erziehung/Zukunft deines Hundes und du wirst höchstwahrscheinlich weniger Probleme haben.

  17. #16
    Obrac Obrac ist offline
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    Also, ich hab jetzt mal angefangen, ihn intensiv zu trainieren.. Klappt auch ganz gut.. er geht jetzt z.B. freiwillig in sein Körbchen zum Schlafen und nicht mehr auf die Couch. Ein Problem habe ich aber noch. Wenn ich ihn mit "Komm" rufe, dann kuckt er mich nur an und kommt nicht, auch wenn ich ein Leckerli in der Hand halte. Was kann ich da machen?

  18. #17
    Salanee

    Befehl & Name

    Hallo,

    also ich habe das so gelernt: Befehl & Hundenamen immer zusammen. Es gibt hier aber jede Menge Leute die intensiv mit ihren Hunden trainieren, die können Dir das sicherlich "korrekter" sagen.

  19. #18
    Baileys
    Zitat Zitat von Obrac
    Also, ich hab jetzt mal angefangen, ihn intensiv zu trainieren.. Klappt auch ganz gut.. er geht jetzt z.B. freiwillig in sein Körbchen zum Schlafen und nicht mehr auf die Couch. Ein Problem habe ich aber noch. Wenn ich ihn mit "Komm" rufe, dann kuckt er mich nur an und kommt nicht, auch wenn ich ein Leckerli in der Hand halte. Was kann ich da machen?
    Bei dem Befehl "komm" kann man auch den Namen mitrufen. Bei anderen Befehlen würde ich es nicht machen.
    Beispiel "Bleib": manche rufen dann "Wuff bleib". Der Hund will dann aber schon loslaufen, wenn er seinen Namen hört. Da also lieber nur den Befehl rufen.

    Nun zum Befehl: "Komm"

    Was für Leckerli nimmst Du? Ich kann da z.B. die Putenbrustschreiben von Aldi empfehlen. Die Scheibe reißt Du in klitzekleine Stücke - es muss gar nicht viel sein. Aber der Hund kommt auf den Geschmack

    Du kannst es so versuchen. Gehe zum Hund hin und lasse ihn am leckerli schnüffeln - aber nicht geben. Mach ihn neugeirig aufs Leckerli. Dann drehst Du Dich lautlos um gehst ein paar Schritte von ihm weg. Wenn er Dir folgt, dann gib ihm das Leckerli und lobe ihn zusätzlich mit Stimme. Das machst Du immer wieder. Wichtig ist, dass Du ihm sofort, wenn der Hund bei Dir ist, ihm das Leckerli gibst. Also nicht erst noch "Sitz" oder so verlangen.
    Hunde können nur wenige Sekunden Dinge mtieinander verknüpfen, darum ist es wichtig, einen Hund sofort zu belohnen, sonst weiß er gar nicht wofür er belohnt wird.

    Wenn Du dies ein paar Mal gemacht hast und er Dir gleich folgt ist das schon ein großer Erfolg! Beim nächsten Mal gibst Du ihm wieder das leckerli und drehst dich wieder um. Diesmal gibst Du ihm das Komando "komm". Und so übst Du es immer wieder. für manche Übungen brauchen Hunde mal länger mal weniger Zeit. Geduld ist angesagt
    Du kannst ihm auch das leckerli zeigen und dann weglaufen. Seh deinen Hund an, mach das leckerli interessant, dreh um und lauf weg. dabei rufst Du dann wieder "komm". Du musst ja gar nicht weit laufen. Wenn du an deinem punkt angekommen bist, dreh Dich wieder zu ihm um, geh schnell in die Hocke und rufe ihn weiter freundlich. Ich finde es gut, wenn man den Hund schon stimmlich lobt, wenn der hund noch auf dem Weg zu dir ist. Für unseren Hund war es eine Motivation und er hat noch mal extra Gas gegeben um herzukommen.

    Wichtig ist auch, dass Du mit ihm zunächst übst, wenn er keine oder nur wenig Ablenkung hat. Später steigert man den Ablenkungsfaktor.

  20. #19
    Lilly
    Du musst dem Hund zuerst zeigen, was dein Hörzeichen überhaupt bedeutet. Der Hund spricht ja nicht die menschliche Sprache - folglich muss er verschiedene Wörter erst mit Aktionen verknüpfen lernen.

    Wenn du ihn rufst, solltest du deine Stimme auch dabei einsetzen - je höher und lieblicher sie klingt, desto freundlicher wirkt sie auf den Hund. Also setze deine Stimme so ein, wie du mit einem kleinen Baby reden würdest, wenn du "Gutschi-gutschi" bei ihm machst - genau das ist auch die richtige Tonlage für den Hund. *g*

    Zuerst musst du den Kleinen also mit Leckerli und lieblicher Stimme zu dir locken - sobald er in deine Richtung kommt, lobst du ihn und zeigst ihm auch, dass du dich ganz doll drüber freust "Ja super, brav ist das Komm! Komm! Braves Komm...). Wenn er da ist gibts das Leckerli.

    Will er partout nicht zu dir kommen, kannst du dir auch mit einer langen Leine helfen. Du nimmst den Kleinen also an die lange Leine und lockst ihn dann, gleichzeitig zupfst du ihn - gaaaaanz sanft und vorsichtig (soll ja nicht unangenehm für den Hund sein) - zu dir. Macht er von selbst einen Schritt in deine Richtung, sofort wieder loben usw.

    Du solltest auch unbedingt Bindung zu deinem Hund aufbauen - dazu gibt es verschiedene Übungen. Das wichtigste ist, dass er lernt, du bist der Chef, aber auch dass er dir uneingeschränkt vertrauen kann und bei dir sicher und geborgen ist. Wenn du ihm dann noch vermitteln kannst, dass es bei dir (dh. in deiner Nähe) immer ganz super und toll ist, wirst du einen Hund bekommen, der nicht nur gerne mit dir zusammen ist, sondern auch gerne bei dir ist bzw. gerne zu dir kommt!

  21. #20
    Obrac Obrac ist offline
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    Danke erstmal für eure Antworten. Ich werde es mal probieren mit dem Leckerli zeigen und weggehen.. und auch das mit der Leine. Eigentlich sag ich das "Komm" immer sehr übertrieben, so als würde ich mich freuen, aber es nützt trotzdem nichts.
    Das Problem ist auch, dass er halt oft spielen will und vor mir wegrennt. Da bringts auch nichts, wenn ich "Komm" rufe oder selbst mit einem Ball spiele. Wenn wir im Garten sind und er ist von der Leine, dann läuft er nach einiger Zeit immer in den Nachbargarten. Wenn man ihn dann ruft oder ein Spiel beginnt, kommt er nicht und wenn man rübergeht, um ihn zu holen, läuft er vor einem weg. Da bin ich auch etwas ratlos. Er ist sehr gerne im Garten und ich will ihn da natürlich nicht anleinen.. was kann ich denn da machen?

  22. #21
    Cornflake Cornflake ist offline
    2Beinsklave :-)
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    Hi,

    vergiss bitte bei allem, was dein Hund so können soll nicht, dass er eigentlich noch ein Baby ist.

    Du kannst mit ihm üben und viele Sachen wird er bestimmt schnell lernen, aber in diesem Alter, lassen sie sich noch sehr leicht ablenken.

    Du gibst einen Befehl, eine Sekunde später kommt ihm ein Geruch in die Nase und dein Befehl ist Schall und Rauch.

    Solange er nicht zuverlässig zurückkommt, würde ich ihn nicht ohne Leine laufen lassen. Auch im Garten nicht, gerade, weil der Garten scheinbar nicht eingezäunt ist und der Hund weglaufen kann.

    Nimm doch eine lange Schleppleine, so läuft er nicht weg und du kannst damit dann auch gleich das Kommen trainieren. Du rufst ihn und wenn er keine Anstalten macht deinem Ruf zu folgen, holst du langsam die Leine ein. Ausgiebig loben, wenn er dann bei dir ist.

    Wie schon gesagt, er ist noch sehr klein und da brauchst du viel Geduld.

  23. #22
    Lilly
    Bindung aufbauen!

    Wenn ein Welpe von der Mutter zu seinem neuen Besitzer kommt, sollte der normalerweise erstmal in die Mutterrolle schlüpfen, dem Kleinen Sicherheit und Geborgenheit geben, Vertrauen aufbauen. Der kleine Hund muss wissen, dass ihm bei "seinem" Menschen nichts passieren kann und das "sein" Mensch nichts von ihm verlangt, was ihn in Gefahr bringt. Wenn die Beziehung Mensch-Hund so aufgebaut wird und passt, gibts später wahrscheinlich auch keine Probleme mit Rangordnung, Gehorsam ect., da der Hund seinem Menschen blind vertraut und ihn als "Führer" (im Sinne von führen und nicht im Sinne von Diktat) sieht.

    Wie Cornflake richtig schreibt, ist dein Hund noch ein Baby - wichtiger als alle Gehorsamsübungen ist die Bindung und Prägung deines Hundes auf dich. In jeder guten Hundeschule dient die Welpengruppe der Sozialisierung des jungen Hundes auf seine Artgenossen und seine Umwelt und in allererster Linie um die Bindung zwischen Hund und Hundeführer zu festigen und intensivieren.

    Genau daran solltest auch du unbedingt arbeiten, anstatt Gehorsamsübungen durchzuführen. Passt die Bindung, brauchst du kein "Komm" üben, da dir dein Hund sowieso auf Schritt und Tritt folgen wird und sich am liebsten in deiner Nähe aufhalten wird. Du schreibst, dass er vor dir davon läuft - auf die Ferne diagnostiziert passt für mich da die Bindung einfach nicht; außerdem hat dein Hund das zu dir kommen völlig falsch assoziiert - offensichtlich nämlich nicht mit: "wenn ich zu Herrchen/Frauchen komme gibts was Tolles" sondern entweder mit: "Wenn ich zu Herrchen/Frauchen komme, wird das Spiel (das Erkunden... was auch immer) das ich gerade mache beendet.

    Ich würde an deiner Stelle vorerst einmal sämtliche "Komm-Übungen" weglassen. Setz dich zu deinem Hund auf den Boden und beobachte ihn erstmal nur. Sobald er freiwillig zu dir kommt, sich für dich interessiert, holst du ein Spielzeug oder Leckerli raus und machst es bei dir ganz interessant, angenehm und toll für den Hund. Lege dich mit einer Decke auf den Boden und kuschle mit deinem Hund, wenn er gerade in einer ruhigeren Stimmung ist. Zeige ihm, wie super es ist, wenn er von selbst zu dir kommt, dir Beachtung schenkt, sich bei dir aufhält. Erst wenn er das verstanden hat, beginnst du wieder mit den "Komm-Übungen", wobei es ganz wichtig ist, den Hund nicht nur dann zu rufen, wenn er du etwas beenden willst - etwa das Spiel mit seinem Artgenossen oder seine Erkundungstour in Nachbars Garten usw. Rufen und locken, sobald er bei dir ist gibts ein Leckerli und wieder laufen lassen. Der Hund soll Komm nicht negativ, sondern positiv verknüpfen. Wenn das passt, beginnt man, die Bindungübungen zu intensivieren. Indem man zB. einen Bekannten bittet, den Hund kurz fest zu halten, während man selbst ein paar Schritte weg läuft, ihn dann ruft. Wenn der Bekannte auslässt und der Hund angelaufen kommt, wird wieder ganz viel gelobt. Nächste Steigerung ist, dass man sich dabei versteckt.

    Wichtig dann auch, mit dem Hund verschiedene Situationen zu meistern, wobei es darum geht, dass der junge Hund einerseits verschiedene Dinge/Untergründe/Geräte kennen lernt, die ihm vielleicht nicht ganz geheuer sind, die er aber möglicherweise im späteren Leben einmal wird bewältigen müssen. Eine Gitterrost zB., ein schmaler Holzsteg, ein Tisch auf den er gehoben wird... Andererseits dient das Ganze wieder der Bindung - der Hund lernt, dass er dir vertrauen kann - auch in Situationen die ihm nicht so ganz geheuer sind. "Wenn Herrchen/Frauchen das von mir verlangt, kann ich es ruhig tun, denn er/sie verlangt von mir nichts, was mich in Gefahr bringt. Und ganz doll gelobt werde ich noch obendrein!" (Wichtig dabei natürlich, dass dem Hund auch tatsächlich nix passieren kann - bei einem Steg zB. muss der Hund von beiden Seiten so gesichert werden, das er gar nicht herunterpurzeln kann - dh. sind 2 Personen nötig...)

    Ich würde dir diese Bindungsübungen wirklich dringend ans Herz legen, denn das sich ein so junger Hund so selbstständig verhält, sollte eigentlich nicht der Fall sein und ihr werdet euch auch später wesentlich leichter miteinander tun, wenn die Bindung passt.

  24. #23
    Baileys
    Hallo Lilly,

    Ein ganz großer für Deinen Beitrag!
    Gefällt mir gut und er ist auch richtig und wichtig.
    Aber die Übungen würde ich trotz allem weiter machen. Es ist ja nicht so, dass man sich 1mla mam Tag den Hund für ne halbe Stunde zum üben holt. Man muss sich den ganzen Tag über verteilt immer wieder mit dem Hund beschäftigen und wenn es nur mal eben 2 Minuten sind.

    Zu der Bindung und Selbstständigkeit eines Hundes. Ein bissel kann ich dazu ja auch etwas sagen. Durch den intensivem Vertrauens/ Bindungsaufbau erreicht man shcon viel. Man muss aber auch bedenken, dass ein Hund in seine Pflegelphase kommt.
    Unser Hund Artus z.B. hat mich anfangs auch Schritt für Schritt begleitet und dann seine erlaubten Erkundungstouren gestartet. Heute passiert es mir, dass er auch "abhaun" will und sich ein Spiel draus machen will, wenn er nicht herkommt. Ich gehe auf sein Speil nicht ein und so habe ich das im Griff. Aber muss einfach bedenken, dass der Grundgehorsam schon gefestigt werden muss. Denn wenn ein Hund früh überhaupt nicht hört, dann wird er in der Pflegelphase Dir erst Recht nen Vogel zeigen.

    Bei uns ist es dann so, dass ich dann wirklich weglaufe und Artus mir DANN wirlich hinterher will und dann auch herkommt. Dies haben wir auch vorher in der Welpengruppe geübt.

    Ich denke insgesamt gesehen muss man von allem ein gesundes Mittelmaß finden. Auch ist klar, dass ohne Bindung gar nichts geht. Aber man kann eine Bindung auch nur erhalten, wenn man sich für den Hund interessant macht (Spiel und Leckerli) Und die Gehorsamsübungen sind für beider Seiten sinnvoll. Es dient nicht nur um den Gehorsam zu schulen. Ich bin der Meinung, dass diese Übungen - wenn denn richtig gemacht auch die Bindung festigen - über Erfolgserlebnisse.

    Obrac: Dir möchte ich wirklich noch mal eine Junghundegruppe ans Herz legen!
    Es ist wirklich sinnvoll! Und Du musst nicht denken, dass dort nur stumpf der Gehorsam geübt wird. Das meiste läuft über Spiel und Bindungsübungen und die gehorsamsübungen werden nach und nach gesteigert, wobei das Speil nie vergessen wird.
    Wir bezahlen für 8 Stunden 70€ und ich finde den Preis völlig in Ordnung! Man muss bedenken, dass man einen Hund über 10 Jahre hat und später, wenn denn gar nichts mehr klappt sind Hundetrainer oft viel teuer und das training langwieirger, weil sich dann schon bestimmte Muster festgesetzt haben.

    Wenn Du etwas erreichen willst, hast Du jetzt noch die besten Möglichkeiten. Diese Zeit ist wertvoll und man sollte sie nicht vergeuden.

  25. #24
    Lilly
    @ Angela: war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Natürlich hast du Recht und man sollte auch möglichst früh spielerisch mit dem "Gehorsam" beginnen.

    Ich habe in diesem konkreten Fall für den Moment eher davon abgeraten, weil es sich für mich liest, als hätte der Hund Komm falsch verknüpft und will und kann diese Übung einfach zur Zeit nicht freudig durchführen.

    Als Kursleiter muss man auch immer vorsichtig sein, wenn man in den Welpengruppe mit Gehorsamsübungen beginnt. Man muss beim Aufbau aufpassen - jemand der später mit seinem Hund in einem Hundesport aktiv sein möchte, wo UO eine Rolle spielt, muss von Beginn an ganz anders an die Sache ran gehen, als jemand der "nur" einen alltagstauglichen Familienhund erwartet. Gehst du die Sache falsch an, musst du den "Sport"Hund 1 Jahr später komplett neu aufbauen und korrigieren - ist natürlich nicht optimal. Nun könnte man natürlich 2 verschiedene Welpenkurse machen - einen für die Familien- und einen für die Sporthunde, bloß wissen viele die zum ersten Mal einen Hund haben ja Anfangs noch gar nicht, was es alles für Möglichkeiten gibt, ob ihr Welpe dafür geeignet ist, ob das für sie selbst interessant ist. Ein Welpenkurs sollte also - neben Sozialisation und Bindung wohl den Grundgehorsam vermitteln, ohne jedoch die Möglichkeiten für das Hund-Mensch-Gespann einzuschränken.
    Was erfahrungsgemäss dann noch dazu kommt ist folgendes: du hast eine Gruppe qietschlebendige Welpen mit ihren frischbackenen, stolzen und meist sehr motivierten Besitzern. Kaum erklärst du denen was, wollen die das auch ausprobieren und bei vielen nutzen die Warnungen von wegen "erst mal ohne Kommando", "nur 1-2x üben, dann Schluß"... nix und vor lauter Über-Eifer überfordern sie ihre jungen Hunde oft. Schliesslich wollen sie daheim ja auch zeigen, was und das sie was gelernt haben. Möglicherweise greifen sie dann dem Kurs noch ein Stückchen voraus - man will sich ja auch nicht blamieren bzw. vor den anderen gut dastehen und so werden Übungen auch schnell im Voraus falsch gelernt.

    Ich stimme dir absolut zu, wenn du schreibst, dass man möglichst früh mit den Grundgehorsamsübungen beginnen sollte, bin nur etwas vorsichtig, wenn es darum geht, dass jemand mit einem Welpen wissen will, wie man dem Kleinen das bei bringt (damit Hund nicht überfordert wird und nichts falsch gelernt wird). Und natürlich in diesem konkreten Fall die Sache mit der (nicht vorhandenen?) Bindung.

  26. #25
    Schnuffimama Schnuffimama ist offline

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    Hallo Obrac,

    also ich hab meine Schnuffi mit 10 Mon. ausm Tierheim geholt und es bestand für uns beide ziemlicher Erziehungsbedarf

    Auf den Rat einer Bekannten (auch Hundebesitzerin) bin ich dann mit Ihr in die Hundeschule gegangen, auch weil mein Hund Angst vor anderen Hunden hatte. Das gesamte Sozialverhalten musste frisch aufgebaut werden.

    Ich weiss nicht, wo du lebst, aber es gibt vom Deutschen Schäferhundverein verbreitet das "Augsburger Modell" das ist Hundeschule für Gemischthunde.
    Voraussetzung ist für die Teilnahme ein gültiger Impfpass udn eine bestehende Haftpflichtversicherung für den Hund.
    Kosten : keine
    Die Sache finanziert sich dadurch, dass der Hundehalter dann auch mal dort mit anderen ein Tässchen Kaffee , Stückchen Kuchen oder so konsumiert und das dann eben bezahlt ... das war sogar für mich machbar, dies auch net so dicke hat

    Erkundige dich doch mal, ob es in eurer Nähe auch sowas gibt.
    Ist informativ, hilfreich und macht Hund und Herrchen (oder Frauchen) echt Spass und verbindet Hund und seinen Menschen.

    lg

    Schnuffimama

 

 

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