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Hermeline- auch noch heute Haustiere?

  1. #1
    SebastianH

    Hermeline- auch noch heute Haustiere?

    Hi,

    ich habe mich mal etwas aus meinem üblichen Bereich entfernt, da mir eine Frage unter den Fingern brennt.

    In meinem Biounterricht habe ich
    mit meinen "Kleinen" vor längerer Zeit das Thema Baummarder durchgenommen, wobei wir auch auf Frettchen als Haustiere gekommen sind. Dabei stellt sich mir die Frage ob das frühere Haustier Hermelin auch heute noch als solches von Liebhabern gehalten wird oder ob es mit Wegfall seiner ursprünglichen Aufgabe, der Kaninchenjagd, nicht mehr als "domesziertes" Tier in unseren Haushalten zu finden ist.
    Wie schauts aus? Wer kann mir weiterhelfen?
    MfG,
    Sebastian

  2. #1
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    Hermeline- auch noch heute Haustiere?

    Hast du schon mal in den Ratgeber von Ulf geschaut? Er schreibt dort vieles Wissenswertes zum Thema und vielleicht hilft dir das ja weiter?

  3. #2
    *Kathrin*
    Hallo

    Soviel ich weiß, nein, höchstens mal in Ausnahmefällen behinderte Tiere, aber ich kenne keins.
    Ich hab allerdings mitbekommen, dass Wiesel ziemlich stressanfällige und empfindliche Pfleglinge sind.
    Diese Kaninchenjagd als solches gibt es allerdings noch als Frettieren. in der Falknerei ist es absolut gebräuchlich, da Frettchen mit dazu einzusetzen.
    Warum nicht Hermeline weiß ich nicht genau, denke aber aufgrund der geringeren Größe und wegen dem strengen Schutzstatus, der Stressanfälligkeit und fehlenden Züchtern nicht.

    Viele Grüße, Kathrin

  4. #3
    SebastianH
    Hi Kathrin,

    wieso war der Hermelineinsatz früher zur Kaninchenjagd nicht so das Problem?

    Ich denke dort wurden doch sicher auch keine WF abgerichtet oder etwa doch?
    Weißt du warum Frettchen ganz gute Haustiere abgeben, Wiesel insgesamt nicht? Die Tiere sind doch sehr eng miteinander verwandt? Wie schaut´s im Allgemeinen mit Mardern aus, gibts da ebenfalls Probleme?
    Nicht falsch verstehen, ich möchte weder die einen noch die anderen als Haustier halten. Aber interessieren würde es mich schon, alleine weil diese Tiere ja für mich berufsrelevant sind.
    MfG,
    Sebastian

  5. #4
    *Kathrin*
    Zitat Zitat von SebastianH Beitrag anzeigen
    Hi Kathrin,
    wieso war der Hermelineinsatz früher zur Kaninchenjagd nicht so das Problem?
    Hallo

    Ich weiß nicht viel speziell über Hermelinhaltung früher, allerdings hat man sich dann wohl halt einfach eben jedesmal neue besorgt, wenn sie gestorben sind.
    Wäre heute schon wegen dem Schutzstatus nicht drin legal.
    Ich denke dort wurden doch sicher auch keine WF abgerichtet oder etwa doch?
    Ist spekulativ, aber ich denk schon, doch. Man wird wohl einfach Kinderstuben gesucht und die Welpen ausgeräumt haben. Haben viele Leute ja nach dem Krieg auch zum Spaß noch mit Mauswieseln gemacht.
    Weißt du warum Frettchen ganz gute Haustiere abgeben, Wiesel insgesamt nicht? Die Tiere sind doch sehr eng miteinander verwandt?
    Wissen wär zuviel gesagt, aber ich schiebs wirklich auf die Stressanfälligkeit. Da sind Iltisse, bzw. eben Frettchen einfach robuster. Wiesel sterben manchmal schon nach ganz kurzer Zeit, wie die Fliegen, wenn sie z.B. in eine Kastenlebendfalle geraten.

    Wie schaut´s im Allgemeinen mit Mardern aus, gibts da ebenfalls Probleme?
    Sebastian
    Frettchen sind schon vergleichsweise domestizierter. man merkt schon Verhaltensunterschiede, wenn man z.b. dagegen einen wilden Iltis aufzieht. Allerdings hatte ich noch keinen selber und weiß das auch nur so vom Aufschnappen.
    Steinmarder kann man theorethisch auch halten, sie werden auch "zahm" sind aber viel "wilder" als Frettchen, beißen häufiger, etc. Ich finde, sie riechen auch schlimmer.

    Viele Grüße, Kathrin

  6. #5
    Crossfox Crossfox ist offline
    Foxes and Minks
    Registriert seit
    Feb 2005
    Beiträge
    148
    Bei den angeblichen Haus-Hermelinen aus alter Zeit handelte es sich oftmals um weisse Iltise (Frettchen).
    Selbst bei den berühmten Gemälde "Die Frau mit dem Hermelin" handelte es sich eigentlich um ein weisses zahmes Frettchen. Hermeline liessen sich tatsächlich nie zähmen.

  7. #6
    ánaremidemi ánaremidemi ist offline

    Registriert seit
    Jun 2010
    Beiträge
    2

    Hermelin - Wiesel

    Hallo ihr Lieben,
    da wir vor zwei Jahren ein kleines Hermelin (damals wusste noch niemand was das kleine rosa Wesen mal werden wird wenn es groß ist) bekommen haben, kann ich euch da ein bisschen was dazu sagen. Man hat es zu uns gerbracht weil es von 2 halbwilden Katzen von irgendowoher gebracht wurde und kein Nest, keine Mutter weit und breit zu finden war. Es hat 23 gramm gewogen, war fast nackt und hatte die Augen noch 11 Tage lang geschlossen.
    Ich muss euch sagen, die Aufzucht war eine Herausforderung für uns: alle zwei Stunden Tag und Nacht bekam es mit einer Plastik-pritze 2ml Katzenaufzuchtsmilch (bitte nie Kuhmilch bei der Aufzucht von wilden Tieren verwenden - Katzenaufzuchtsmilch gibt als Pulver im Tierladen - ich weiss- der hat Samstag Abend nicht auf, aber trotzdem - keine Kuhmilch) , die mit Fencheltee angerührt wurde (das ist für bessere Vertäglichkeit - wie bei Menschenbabies). Die Tierärztin meinte, das Tierchen wird es nicht überstehen - aber siehe da - nach sofortiger Entwurmung hat sich unser Wieselchen allmählich prächtig entwickelt. Auch einen einzigen Floh hatte unser nacktes Tierchen schon, den konnte man einfach von ihm abpflücken.

    Nach ein paar Wochen wussten wir nun auch welches kleine Raubtier wir da groß-peppeln, denn dass es ein Raubtier ist verrieten die schon von anfang an sichtbaren Eckzähnchen.
    Wie ihr euch denken könnt, ist es uns sehr ans Herz gewachsen und wir haben sämtliche Alternativen für seinen weiteren Lebensweg abgewägt: Frei lassen konnten wir es nicht, es war ja nicht mehr scheu genug und den Gefahren schutzlos ausgeliefert ist die von Raubvögel, Katzen, Dachs, Marder ... nicht zuletzt von Menschen, die annehmen müssen das Tier hat Tollwut weil es nicht mehr scheu ist. Nun, wir behielten es, es darf bei uns in der Küche wohnen, tollen, toben, spielen, klettern (es gibt keinen Fleck wo es nicht hin kommt - ehrlich) . Zum Fressen und Schlafen haben wir ihm eine große Voliere hingestellt wo wir 4 Etagen reingebaut haben. Darin sind dieverse Wollmützen, Fleeceschals, Kuscheltiere und ein kleines Klo mit Katzenstreu. Stubenrein wird es nie werden - alle Versuche blieben ohne Erfolg - wir sind schon froh dass es mittlerweile bei geschätzen 70% seiner Geschäfte auf sein Klo geht. Es ist halt immer noch ein Wildtier - das darf man nicht vergessen.

    Nerven braucht man da schon, das kann ich euch sagen: Nichts ist sicher vor ihm, er will mehrere Stunden frei rumtollen, danach schläft er wieder tief und fest. Auch müssen wir die Katze von ihm fern halten, er hechtet sie an und will spielen, aber da er nicht viel grösser als eine Maus ist (etwas kleiner und dünner als eine Ratte vielleicht und circa 200 gramm leicht), wäre dann der Jagdreflex der Katze sein Verhängnis.

    Seit seiner Geschlechtsreife mit einem halben Jahr meint er, er muss allen männlichen Besucher unserer Küche zeigen dass er der Chef ist - was sich als schnellen Vampierbiss in die Hand äußert. Aber welch ein Glück - er stink nicht solange er keine Angst hat - das war nur einmal der Fall.

    Zu mir ist er schon sehr zahm, ich kann mit ihm auch Rumtollen und ihn knuffen, streicheln, kitzeln. Kein Wunder, ich nehm mir auch von Anfang an täglich 1-2 stunden Zeit um ihn zu "Zähmen" und Vertrauen aufzubauen - und bekomme nun sein ganzes Vertrauen zurück. Auch die Freude über seine nette, witzige, neugierige, aufgeweckte, freche, liebe, anhängliche Art wiegt die Anstrengung und den Urlaubsverzicht auf.

    Fazit: Das süsseste Tier das ich kenne - und zugleich das anstrengendste. Bitte kommt aber nie auf die Idee euch so ein Wildtier zu fangen, aus dem Nest zu holen oder sonst was - so zäh und geduldig sind sicher nicht viele Tierpfleger, das trau ich mich schon zu behaupten.

    Ich hoffe ich habe euren Wissensdurst nun gestillt,
    Wünsche euch eine tolle Zeit mit und ohne eure Tierchen!

  8. #7
    Elise Elise ist offline

    Registriert seit
    Apr 2009
    Beiträge
    27
    Hallo,
    endlich mal jemand, der auch so einen Findling mühsam mit der Flasche großgezogen hat.
    Mein Hermelin ist auch zwei Jahre alt und war ein rosa Zwerg, als ich ihn gefunden habe.
    Er lebt in meinem Wohnzimmer und hat einen Schrank zur Verfügung, wenn er nicht draußen tobt und schläft.
    Allerdings mußte ihm ein Bein amputiert werden, da er es gebrochen hatte und steif wurde. Bei seiner Lebendigkeit störte es. Habe ihn gleich mit kastrieren lassen.
    Bei mir ist Spock auch sehr zahm, klettert ständig an mir hoch und runter, spielt mit den Hunden. Kann aber auch sehr böse werden, wenn man ihm etwas wegnimmt, was er nicht haben soll und beißt dann.
    Was fütterst Du ihm denn? Womit habt ihr ihn denn entwurmt, hier wissen die Tierärzte überhaupt nichts, habe schon öfter gefragt, da er ja auch aus dem selben Wassernapf, wie die Hunde trinkt.
    Ich möchte ihn auch nicht mehr missen, da er eine Fröhlichkeit ausstrahlt, die ansteckend ist.

  9. #8
    ánaremidemi ánaremidemi ist offline

    Registriert seit
    Jun 2010
    Beiträge
    2
    Hallo Elise,

    das freut mich aber sehr, eine Rückmeldung von einer "Wiesel-mama" zu bekommen. Find ich auch lustig, dass es bei euch ähnlich läuft wie bei uns. Mardi - so heisst er bei uns - da wir urprünglich dachten es wird ein Marder : ), also Mardi klettert auch ständig an uns rauf und runter, so schnell dass man es fast nicht mitbekommt. Manchmal steht er männchenmachend bei mir auf dem Kopf, das ist so cool. Er springt vom Tisch auf die Komode und fliegt manchmal förmlich durch die Küche -macht Wallrides an der Glasfront und erfreut und täglich duch seine lustigen Aktionen. Zum Schlafen klettert er auch manchmal von hinten in die Schublade von einem kleinen alten Tischchen. Darin hat er sich auch ein Nest eingerichted mit allem was er so unbedingt für sich haben möchte: Spüllappen, Bindfäden, seine Kuscheltiere, Wollmützen, Fressensvorräte... hat er sich da selber alles reingeholt.

    Jetzt zu deinen Fragen: Wir füttern ihm nur hochwertiges Hundefutter aus der Dose, das ohne so komische Beimischungen ist. Da er oft Durchfall hat haben wir rausbekommen, dass er das Dosenfutter: sensible 100% reines Lamm von der Marke Rinti am besten verträgt und da dann keinen Durchfall davon bekommt. Zwischendurch bekommt er auch mal Futter mit Huhn oder so, aber das aus reinem Lammfleisch verträgt er am besten. Dann ernährt er sich noch von Nudeln, Brokoli, Butter ... wenn er sich sowas vom Tisch stibitzt - wobei er das nur versteckt und nicht wirklich frisst. Gerade eben düst er ständig vom Büro in die Küche und verteilt seine Kuschetiere und Schals. Das ist so nett ihm bei seiner Geschäftigkeit zuzusehen.

    Wurmkur: Unsere Tierärztin hat ihn mit einem Mittel entwurmt und entmilbt das man auch für Katzenbabys nimmt. Als er noch ein Baby war, haben wir ihm winzige Mengen von einer Paste 3 Tage lang eingeflöst. Als er älter war haben wir so eine Lösung hinten in seinen Nacken gerieben, da stand was von Katzenbabys drauf.

    Wir haben auch überlegt ob es besser für ihn ist wenn er kastriert wird - da hat aber unsere Tierärztin wegen der Narkose ein nicht geringes Risiko zu bedenken gegeben. Drum haben wir es nicht machen lassen. Er ist trotzdem ganz umgänglich, schon etwas wild, aber wie gesagt kommen wir gut damit klar (er "vergnügt" sich mit seinem Schal und kompensiert so die fehlende Partnerin - und somit ist er glücklich und ausgeglichen).

    Nun eine Frage an dich: klappt das gut mit deinen Hunden, hast du keine Angst, sie können ihn beissen? Weil die Wieselchen beissen ja schon mal, was ist wenn dein Hund zurückbeisst? Darf Spok auch mal raus ins Freie?

    Hast du ein Bild von Spoki?
    Wünsche dir ein wunderschönes Wochenden

  10. #9
    Elise Elise ist offline

    Registriert seit
    Apr 2009
    Beiträge
    27
    Hallo ánaremidemi,
    finde ich toll, dass Du gleich antwortest. Das mit dem schlafen von hinten in die Schublade macht Spock auch, im Schlafzimmerschrank. Auf den Hinterbeinen, kann er leider nicht stehen, da er nur eins hat. Aber das merkt man nicht, er springt und klettert in einem Tempo, wer es nicht weiß, sieht es nicht auf den ersten Blick.
    Ich habe Filmchen bei Youtube drin unter Hermelin Spock findest Du ihn. Auf der Seite www.Behmhusen.de findest Du Fotos.
    Das mit dem Durchfall ist Interessant, da neigt er auch zu. Allerdings ist Spock sehr wählerisch, was das Essen betrifft. Er bekommt Frettchen Trockenfutter, welches immer zur Verfügung steht und Animonda Carny Naßfutter, da auch nur bestimmte Sorten und nicht viel, bekomme ihn aber nur damit in seinen Schrank. Man möchte ja möglichst immer Freilauf, was nicht geht, da ich meiner Katze nicht traue. Beim Hund von meinem Freund, habe ich auch Bedenken, aber mit meinen beiden Damen geht es prima.
    Susi, die Größere hat ihn die erste Zeit, als er sich nur auf dem Sofa aufhielt Mütterlich betüdelt. Und wenn sie sauer wird, weil er sie wieder zwickt, weiß er genau Bescheid und läßt sie in Ruhe.
    Emma, meine Kleine ist sein richtiger Spielfreund und da ist Spock nicht zimperlich. Sie kaut ihn richtig durch, findet er toll und wenn er zu viel beißt, rennt sie weg und er hinterher, hört dann aber auch auf.
    Er klaut gebrauchte Tempos(möglichst frisch voll geschnoddert, schmeckt gut), die Packungen gehören alle ihm. Ansonsten hat er seine kleinen Stofftiere. Ich kaufe ihm ab und zu Katzenspielzeug. Tüten sind auch der Hit, die rascheln so schön. Was auch toll ist, den Kopf in eine leere Tempotüte zu stecken und loszulaufen, muß echt Spaß machen, vor allen Dingen, wenn ein Hinderniss kommt.
    Ich nehme Spock nicht mit raus, da er doch recht schreckhaft ist und ich Angst habe, das er nicht wiederkommt.
    Im übrigen frißt er kein rohes Fleisch(spuckt er angewidert aus), ich weiß nicht ob er draußen zurecht kommt.
    Ich glaube aber nicht das die Wildheit mit dem kastrieren oder nicht zu tun hat, das ist einfach die Art.

 

 

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