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Problem mit Pferd

  1. #1
    Clifton Clifton ist offline

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    Problem mit Pferd

    Frag ich euch mal um hilfe!

    Mein Pferd ist vor einer Woche "abgehauen". Wir waren am Halfter neben der hinteren Halle, wo zwanzig Meter weiter die Weiden sind. Dort haben mehrere Pferde (offensichtlich ihm) zugewiehert, er stand neben mir - wie angewurzelt mit großen Augen -, hat zurückgewiehert und ist dann richtung Weide losgallopopiert. Wenn sich so ein Gewicht in Bewegung setzt, kann
    man das ja kaum noch halten.

    Dort ist er also auf die Schulpferdeweide abgezischt (die andere war natürlich verschlossen, da kam er nicht rauf, außerdem war er bis jetzt nur auf der Schulpferdeweide, war nml. bevor ich ihn gekauft habe Schulpferd ) , die Weide weiter wo die "Wieherer" standen, galloppieren die Pferde los, er am Zaun nebenbei. Das einfangen war auch eher problematisch, weil er jedes mal, sobald man den Strick gefasst hatte, von neuem losgallopiert war. Sprich: Er veräppelt mich.

    Das gleiche hat er heute bei meiner Schwester gemacht (ich war nicht dabei), die hat ihn dann aber erstmal auf die Weide, austoben gelassen. Er stand seid dem Sommer nml. nur in der Box (habe ihn erst seid einer Woche, kenne ihn aber ein Jahr lang - er darf aber noch nicht (mit kollegen) auf die Weide, bis er die Wurmkur bekommt.) Nun meine Frage: Sind das jetzt alles nur unglückliche Faktoren, das er das tut? Energisch wiehernde Pferdekollegen (Herdentiere), halbes Jahr keine Weide mehr? Oder ist das einfach nur dieses "Ätsch"? Wenn ja, was kann man dagegen tun?



    Lg und danke im Vorraus!

  2. #1
    Anzeige Clifton ist offline

    Problem mit Pferd

    Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen von Susanne geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.

  3. #2
    Püppy_M Püppy_M ist offline

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    also erstmal vorab :Ein halbes Jahr ohne Weide kann sich ja nur negativ auswirken.
    Mein Pflegepony hatte vor ein paar Wochen auch solche Spielchen versucht. Aber wenn man rechtzeitig gegen sowas angeht, dann wird das Pferd erst gar nicht so unberechenbar wie in deinem Fall.
    Was ist das denn für ein Pferd?
    Ist das das auf deinem Bild?
    Hat es eine Bezugsperson, oder kümmert sich jeder mal darum?

  4. #3
    Fussel Fussel ist offline
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    Huhu
    Ich denke da spielen viele Faktoren mit rein, und da du ihn erst so kurz hast, mach dir keinen Kopf.

    Wenn er so lange nicht auf der Weide stand ist es wichtig bis er endlich darf: Auslasten ohne Ende.
    Forder ihn, lass ihn arbeiten. Körperlich aber auch geistig! Longiere ihn ordentlich ab, trainiere und "mach ihn richtig fertig" Irgendwo muss ein Pferd ja seine Energien lassen!

    Da es jetzt dein Pferd ist, würde ich dir eines sehr ans Herz legen:
    Bodenarbeit! Ein Pferd was den Mensch voll und ganz als "Leittier" auffasst wird nicht einfach abhauen. Aber das ist ein weiter Weg. Er muss lernen dir voll und ganz zu Vertrauen, und zu gehorchen.
    Zur Bodenarbeit musst du vielleicht mal die Suchfunktion verwenden. Ich selbst bin noch halbwegs "Anfängerin" in dem Bereich und kann dir nicht sooo viele Tipps dafür geben, aber ich glaube Katinka kennt sich da ganz gut aus

    Wichtig ist für den Anfang noch: Lass dich nicht verarschen.
    Jedes mal wenn er erfolgreich abhauen konnte:
    Erfolgserlebnis, denn du kannst dich nicht durchsetzen!

    Renn nicht einfach nur hinterher, sondern warte. Wenn ich das richtig verstanden habe, war es ein abgesicherter Bereich oder? Das heißt wenn du die Zeit und die Geduld hast renn ihm nicht hinterher sondern warte bis er zu dir kommt! Allerdings wenn die Bindung nicht groß genug ist, muss man vielleicht am ANfang mit Futter nachhelfen.

    Aber zeig ihm das er zu dir kommen muss, wenn er was will. Und die ihm nicht hinter herläufst und er eh locker abhauen kann!

    Lg

  5. #4
    Clifton Clifton ist offline

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    Momentan reite ich auch nicht wirklich viel, eher (wie du schon sagst) Longieren, Spazieren, ..

    Morgen gibts endlich die Wurmkur, dann gehts auch bald ab auf die Weide!

    Richtig, abgesichert. Meine Schwester hatte dann einfach das Gatter zugemacht, erstmal Box ausgemistet und dann mit dem Bestechungsmittel Apfel zurückgekommen. Da kam er wohl auch. (Muss ich mir merken!)



    "Unberechenbar" würde ich das jetzt nicht nennen, ich weiß ja, ab welcher Stelle er damit loslegt.
    Und jaa, das Pferd auf dem Bild

    Bezugspersonen sind momentan eigentlich nur ich und meine Schwester, aber hey, er ist erst seid einer Woche in meinem Besitz, so schnell geht das alles nicht. Ist ja auch eine Umstellung für das Pferd.



    Würde es eventuell auch etwas bringen, an der Trense mit ihm an den Weiden vorbei zu gehen?

  6. #5
    Fussel Fussel ist offline
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    Longieren und spazieren gehen ist schonmal gut! Mach mit ihm auch auf dem Platz (oder im Wald) Übungen wie: Rückwärtsrichten, Tempowechsel, Anhalten, Seitwärtsgänge und das mit durchhängendem Strick(der Strick sollte nur zur Sicherung da sein, aber eigentlich nicht benutzt werden). Da gibts später noch mehr, aber das waren die, mit denen ich zum Beispiel angefangen habe!

    Eben du hast ihn erst seit einer Woche, also mach dir einen nicht zu großen Kopf!

    Das was deine Schwester gemacht hat war schonmal gut. Allerdings achte auch darauf das du ihn nicht krampfhaft lockst, sondern wirklich ihn zu dir kommen lässt.

    Mit der Trense würde ich gar nicht machen! Zum enen ist es extrem gefährlich wenn er sich dann mal los reißt und außerdem soll er ja nicht bei euch bleiben weil er sonst Schmerzen hat (wenn er zieht und die Trense auf hat) sondern weil ihr nunmal die Rang höheren seit, und das macht man nicht durch Schmerzen klar. Habe das jetzt mal extra so auf die Schmerzen betont die nunmal kommen wenn er zieht, weiß aber das du ihm jetzt nicht extra Schmerzen zu fügen wolltest

    Müsst ihr denn immer unbedingt an der Weide vorbei, oder gibt es vielleicht für den Anfang erstmal noch andere Wege?

    Lg

  7. #6
    katinka katinka ist offline
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    das was fussel gesagt hat, sind schon mal gute ansätze. das mit der bodenarbeit ist auf jeden fall ein gutes hilfsmittel um das vertrauen zu stärken. arbeite mit dem knotenhalfter und mit nem langen strick (minimum 3,7 m)...denn er wird recht schnell merken, dass, wenn er laufen kann, er plötzlich die freiheit hat, dies auch zu tun....versuch dabei, ihn in zirkel zu lenken. wenn ein pferd vorwärts gehen will, dann tut es das auch. komme was wolle...wenn du ihm nun die möglichkeit gibst, dies auch zu tun, kommt er schneller wieder zur ruhe und denkt dann plötzlich nach.

    auch wenn es sich jetzt doof anhört, viele probleme sind durch knotenhalfter und langem strick schon etwas einfacher zu händeln als zu vor.

    was noch wichtig ist: kopfarbeit! er darf nicht nur physisch ausgelastet werden, sondern der gute soll nachdenken bei der arbeit. kopfarbeit strengt ein pferd anfangs oft mehr an als die körperliche arbeit. kennst du die 7 spiele von parelli? mach das mit ihm. lass ihm aber immer zeit über gelerntes nachzudenken.

    und na ja, die einfachste lösung aber in deinem fall wäre, ihn einfach so bald als möglich mal auf die weide zu lassen. wenn man dich immer in nem 3x3 m verschlag halten würde, würdest du auch irgendwann durchdrehen.....du wirst sehen, wenn er den nötigen auslauf hat, wird sich das von alleine erledigen. und wenn nicht, gibts hier ansätze für deine zukünftige arbeit.

    ach ja, lass die finger von der trense! wie fussel gesagt hat, wird er damit nur den schmerz mit dir verknüpfen....der schmerz ist zwar nicht gewollt zugefügt, aber er ist da. ein pferd kann nicht zwischen gewollt und nicht gewollt unterscheiden.

  8. #7
    Clifton Clifton ist offline

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    Super, danke für die Tipps!


    Gestern gab es die erste Wurmkur, der Weide steht (außer einer kurzen Wartezeit) nichts mehr im Wege. Mal schauen ob es bis dahin schon besser klappt. Ich berichte weiter, wenn es soweit ist

  9. #8
    Fussel Fussel ist offline
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    Das freut mich und ich denke es freut vorallem dein Pferd
    Wie heißt er eigentlich?

    Trotzdem solltest du ganz viel Bodenarbeit machen um deine Position klar zu stellen, damit es nicht bald ähnliche Probleme gibt!

    Lg

  10. #9
    katinka katinka ist offline
    sonnenhungrige
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    hast du sonst derweilen nicht die möglichkeit ihn in einer halle laufen zu lassen? dann kann er sich auch etwas austoben.

  11. #10
    Clifton Clifton ist offline

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    Fussel, Willem heißt er. Ganz seltsamer Name für ein Pferd, passt aber irgendwie!


    Katinka, klar - eigentlich fast immer, wenn die Halle frei ist. Hatte ich jetzt aber nicht mit aufgeschrieben, 'Laufen lassen' ist doch eine Selbstverständlichkeit, das gehört doch zum Pferdeleben dazu! (Jedenfalls kenn ich niemanden, der sein Pferd nicht ''regelämßig'' laufen lässt)

  12. #11
    katinka katinka ist offline
    sonnenhungrige
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    bei uns im stall stand auch mal ein pferdchen namens willem. von dem her nicht so seltsam

    das laufen lassen sollte dazu gehören, dass stimmt. aber kenne genug tunierpferde, die nix anderes sehen, ausser box und halle, wenn sie geritten werden. oder in ausnahmefällen dann noch führmaschine.

  13. #12
    Clifton Clifton ist offline

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    Gestern ging's auf die Weide, (gott sei dank) ohne Probleme!

    Komisch, auf einmal funktionierts?

 

 

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